Wonky-Wobble-Soul-Beats aus dem Unterwasserstudio
Königliches Schlagwerken gegen Coulrophobie. Vom clownesken »Aalfang«-Anfang zum wobble-wahnsinnigen Neon-Rap.
Michael Franz Woels
24.05.2017
Königliches Schlagwerken gegen Coulrophobie. Vom clownesken »Aalfang«-Anfang zum wobble-wahnsinnigen Neon-Rap.
24.05.2017
Das neue Musikformat im »Fest« der Wiener Festwochen empfängt global vernetzte Hypercommunities mit offenen Armen – von 24. Mai bis 27. Mai 2017 im Schloss Neugebäude. Das festliche Line-up inklusive Timetabe gibt’s als PDF im Anhang.
20.05.2017
Else Lasker-Schüler war eine Schöpferin lustiger Figuren und gleichzeitig eine Dekonstrukteurin alter Orient-Mythologisierungen. Empfehlung an das Jüdische Museum Wien!
19.05.2017
»Tatort Loibltunnel« heißt ein neuer Film über das Außenlager des KZ Mauthausen am Loiblpass in Kärnten. Flott geschnitten ist er und bringt viele Fakten und Archivmaterial – der Film fordert die ZuseherInnen gewaltig.
15.05.2017
Ein aktualisierter Blick auf die uralten Tricks diktatorischer Diskussionsverweigerung. Die Grenze zur Psychopathologie wurde schon längst überschritten. Vermutlich nicht nur in den USA.
15.05.2017
Die Fehlfarben kehren am 9. Mai 2017 nach fast vierzig Jahren zurück ins 21er Haus, jenen Ort, an dem sie angeblich 1980 ihren epochalen Durchbruch hatten. Der Sound war diesmal besser und der Verve kam im zweiten Teil.
15.05.2017
Vor gut sechs Jahren tauchte der Täubling mit einem Musikvideo im Internet auf und sorgte in künstlerischen Kreisen für erhebliches Aufsehen. Danach herrschte mit Ausnahme einer verschwindenden Anzahl von Live-Exzessen weitestgehend Grabesruhe. Am 21. April 2017 erschien nun endlich die lange erwartete S/T LP in auf 500 Stück limitierter Gatefold-Vinyl-Fassung über Sichtextot.
05.05.2017
Wie kann in Schulen die Musik von Kindern »mit Migrationshintergrund« aufgenommen werden und in etwas Neues, Gemeinsames hineinwachsen?
05.05.2017
Die Grazer Post-Rocker stellen ihre neue LP »Summerset« am 4. Mai 2017 im Wiener Chelsea vor.
27.04.2017
Fünfzehn Jahre sind ein relativ langer Zeitraum. Zeit, zurückzublicken und nach vorn zu schauen. Zeit für eine E-Mail-Unterhaltung mit Ex-skug-Mitarbeiter Peter Nachtnebel, der seit ca. 2002 als Booker das Programm des fluc wesentlich mitprägt.
25.04.2017
skug erlaubt sich ein Stück Kampagnenjournalismus in eigener Sache.
23.04.2017
Ein Gespräch mit Peter Hein anlässlich der bevorstehenden »Monarchie und Alltag«-Konzerte der Fehlfarben.
23.04.2017
Der 22. April 2017 ist der Tag der Plattenläden und was für Geeks ein Pflichttermin ist, sollte zumindest einige halb-interessierte Murmeltiere aus ihren Schlafhöhlen mit Internetanschluss locken.
21.04.2017
Guide durchs Donaufestival Krems 2017. Die in den Vorjahren international vortrefflich positionierte Plattform erfährt heuer eine angemessene Weiterführung.
20.04.2017
Von Mauretanien nach Äthiopien und Nigeria – afrikanische Musik auf der großen Weltbühne.
18.04.2017
Das BLVZE-Kollektiv holt seit rund einem Jahr internationale Acts aus den Bereichen Grime, Dubstep und Footwork nach Wien. Das Besondere daran ist weniger der Versuch, gebrochene UK-Styles in einer Stadt zu etablieren, welche diesen seit jeher reserviert gegenübersteht, sondern vielmehr, dass sich mit P.tah (Peter Jeidler), K:sun (Kasun Jayatilaka) und B.Ranks (Peter Lindorfer) drei Generationen an Veranstaltern zusammenfinden, um gemeinsam jene Musik einem breiten Publikum näherzubringen, der man in dieser Stadt sonst nur in homöopathischen Dosen begegnet.
16.04.2017
Wenn – und wie – ein Signature-Song von The Velvet Underground als Blaupause für den Transfer von Andy Warhols rauschhaften Film-Performance-Eskapaden »Exploding Plastic Inevitable« in die Gegenwart fungiert …
12.04.2017
Mit Footwork und Witch House gab es 2010 zwei Genres, die neben den aktuellen Kartographien von Dubstep zwischen Future Bass und UK Funky, endlich mal wieder für jede Menge neuer Ohrenpaare, jedoch auch für ebenso heftige Diskussionen sorgten. Dabei sind sich die beiden näher, als gedacht.
07.04.2017
Kunst durchströmt den elektronischen Raum. In der Ausstellung »Hören ist Sehen« und den dazugehörigen Radioprogrammen loten KünstlerInnen die Grenzen des Mediums aus. Zwischen Musique concrète, Hörspiel und Klangskulptur.
07.04.2017
Ein Menschen-Puzzle aus verlorenen Seelen und verschwundenen Leibern. Marcel Odenbachs kleinteilige und großartige Bildererkundungen zu Kolonialismus bzw. NS-Zeit in der Kunsthalle Wien. Noch bis 30. April.
06.04.2017
At a certain point in his thinking Marx needed the Paris Commune in order to make the leap and conceive communism in concrete terms as an effective alternative to capitalist society.
Wir müssen noch »Volk«, »Arbeiter«, »Abschaffung des Privateigentums« etc. sagen können, ohne in unseren eigenen Augen als altmodisch dazustehen.
04.04.2017
Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen.
Eine Revolution ist kein Gastmahl, kein Aufsatzschreiben, kein Bildermalen oder Deckchensticken; sie kann nicht so fein, so gemächlich und zartfühlend, so maßvoll, gesittet, höflich, zurückhaltend und großherzig durchgeführt werden. Die Revolution ist ein Aufstand, ein Gewaltakt, durch den eine Klasse eine andere Klasse stürzt.
25.03.2017
Chuck Berrys Musik war wie das Eintreffen eines Kofferradios im Pleistozän. Wer diese Ganzkörpermusik hörte, schien durch die Luft zu fliegen. Beatles, Stones und Beach Boys war dies nicht entgangen und heute wissen es sogar die Außerirdischen.
23.03.2017
It’s class warfare, my class is winning, but they shouldn’t be.
Warren Buffet, Interview mit CNN (2005)
Das Subjekt historischer Erkenntnis ist die kämpfende, unterdrückte Klasse selbst. Bei Marx tritt sie als die letzte geknechtete, als die rächende Klasse auf, die das Werk der Befreiung im Namen von Generationen Geschlagener zu Ende führt. Dieses Bewußtsein, das für kurze Zeit im »Spartacus« noch einmal zur Geltung gekommen ist, war der Sozialdemokratie von jeher anstößig. Im Lauf von drei Jahrzehnten gelang es ihr, den Namen eines Blanqui fast auszulöschen, dessen Erzklang das vorige Jahrhundert erschüttert hat. Sie gefiel sich darin, der Arbeiterklasse die Rolle einer Erlöserin künftiger Generationen zuzuspielen. Sie durchschnitt ihr damit die Sehne der besten Kraft. Die Klasse verlernte in dieser Schule gleich sehr den Haß wie den Opferwillen. Denn beide nähren sich an dem Bild der geknechteten Vorfahren, nicht am Ideal der befreiten Enkel.
Walter Benjamin, »Ûber den Begriff der Geschichte. These XII« (1940)
19.03.2017
Die fantastischen Rhythmen der Pariser Kombos von Jean »Django« Reinhardt sind ein Vorbild für Swing à la Django aus der Hauptstadt Ungarns. Gypsy Jazz als Ausgangspunkt für eine Welt ohne Grenzen. Zumindest musikalisch, und das garantiert lebensfroh!
19.03.2017
In der Galerie MAG3 ist gerade die gemeinsame Ausstellung von Uwe Bressnik und Keith Rowe zu sehen. skug sprach mit Bressnik über Bilder von Schallplatten, Töne im Kopf und darüber, wie Zeichnen, Hören und Reflektieren zusammenhängen.
17.03.2017
Mitunter scheitern Filmprojekte in sympathischer Weise. Die MacherInnen von »Der junge Karl Marx« haben sich etwas vorgenommen, was unter heutigen Bedingungen des Filmschaffens und der Filmrezeption wohl als unmöglich gelten darf. Ihr Versuch verdient deswegen Beachtung.
(Achtung: Am Ende gibt es ein Gewinnspiel)
11.03.2017
Die Eigentümer von bloßer Arbeitskraft, die Eigentümer von Kapital und die Grundeigentümer […] bilden die drei großen Klassen der modernen, auf der kapitalistischen Produktionsweise beruhenden Gesellschaft. In England ist unstreitig die moderne Gesellschaft, in ihrer ökonomischen Gliederung, am weitesten, klassischsten entwickelt. Dennoch tritt diese Klassengliederung selbst hier nicht rein hervor.
Karl Marx, »Das Kapital. Dritter Band« (1894)
11.03.2017
Amanda Piñas und Daniel Zimmermanns Erkundungen bei den Yanomamis am Rio Negro dienen als Inspirationsquelle für einen (bewegungs)kulturellen Widerstand gegen die Auswirkungen der neoliberalen Konkurrenzideologie.
11.03.2017
Nicht alles, was begraben liegt, ist auch tot. Am 14. März 2017 werden es 134 Jahren sein, seitdem Karl Marx für immer vom Spielfeld genommen wurde. Die Gedanken, Argumente und Einfälle (von Ideen zu reden ist bei einem konsequent materialistischen Autor etwas missverständlich) haben ihren Schöpfer aber offenbar überlebt. Marx’ geistiges Kapital trägt bis heute Zinsen. Die Liste derer, die sich auf ihn beziehen, ist unüberschaubar: Adorno, Foucault, Marcuse, Fromm, Deleuze, Derrida, Eribon, Žižek und so weiter. Eigentlich müsste somit die Relevanz von Marx kaum nachgewiesen werden, dennoch kann er ebenso in einer Liste der verfemten AutorInnen geführt werden. Im intellektuellen Mainstream zeigt sich, es werden gerne die größten geistigen Dehnungen und Spreizungen vollführt, um nur ja nicht eingestehen zu müssen, ein Gedankenzug sei in Gang gekommen durch den ollen Marx.
04.03.2017