Home / Rezensionen

AKRASI EP – Akrasi

Sehr feine Musik jenseits aller Genredefinitionen. Leider stehen die Titel ausschließlich direkt auf der CD, und die ist beim Anhören ja meist im Player. Selber schuld, am Cover steht, dass man da vorher schauen muss. Akrasi entstanden durch das Zusammentreffen eines Typen mit Jungle-Vergangenheit und einer Sängerin/MC in einer englischen Kleinstadt. So kommt es zu…

TEXT
Paul Lohberger
VERÖFFENTLICHUNG

22.04.2002

Home / Rezensionen

Creating Patterns – 4 Hero

Ein unglaublich episch-breites Album haben Dego und Marc produziert, das teilweise an die symphonische Dichte eines Bob James erinnert. Gleichzeitig ist es als ein Werk seiner Zeit erkennbar, wird es doch von produktionstechnischen Feinheiten dominiert, die wohl nur die D?n?B-Alt-Heroen beherrschen. Es ist sowohl die Rückkehr zu den Roots-Funk und viel Soul durchziehen die Tracks…

TEXT
Oliver Stummer
VERÖFFENTLICHUNG

22.04.2002

Home / Rezensionen

Know By Heart – The American Analog Set

Ja, die Musik kenne ich wirklich auswendig. Aber eben auch im Herzen, und so kommen die zurückgenommen perlenden Song dieser soliden und beständigen Band aus Austin gerade richtig. In etwa ist ihr Sound mit einer Art zu Musizieren vergleichbar, wie sie von den frühen Seam her bekannt ist, nur dass deren vereinzelte heftigeren Rock-Momente hier…

TEXT
David Krispel
VERÖFFENTLICHUNG

21.04.2002

Home / Rezensionen

transform – Alva Noto

Das jüngste Audioprojekt des Carsten Nicolai nennt sich alva noto. Der Elektrosoundbastler und Installationskünstler Nicolai, der mit Ausstellungen bereits im Museum of Contemporary Art in Chicago, Sound Art ICC Tokyo oder bei der Biennale in Venedig vertreten war, verbindet »experimentelle« elektronische Musik mit bildender Kunst. Seine Audioprojekte versteht er demgemäss auch als Soundskulpturen und Soundinstallationen….

TEXT
Jürgen Berlakovich
VERÖFFENTLICHUNG

21.04.2002

Home / Rezensionen

Enormis – Aphrodelics

Weit weniger im Gespräch als die Waxolutionists und deren Umfeld sind die Aphrodelics, ebenfalls eine Wiener Crew, die im Unterschied zu ihren Landsleuten englisch rappen. Auf »Enormis«, ihrem zweiten Album, demonstrieren sie ihre Skills in Oldschool-Manier. Wie in den Achtzigern bouncen hier Beats und Bass, schwabbeln Synthlines simpel aber wirkungsvoll aus den Boxen, groovt und…

TEXT
Oliver Stummer
VERÖFFENTLICHUNG

17.04.2002

Home / Rezensionen

OST – Coffy – Roy Ayers

Ein Re-Release eines Soundtracks aus der guten alten Blacksploitation-Ära, exakt aus dem Jahr 1973. Der Film ist mir zwar nicht bekannt, die Heldin Coffy (von Legende Pam Grier gespielt) wird aber am Innencover der CD als »The baddest One-chick Hit-Squad that ever hit town!« beschrieben. Sie posiert verführerisch und gleichsam bedrohlich am Cover; ein eindeutiges…

TEXT
Oliver Stummer
VERÖFFENTLICHUNG

17.04.2002

Home / Rezensionen

Internal Dissident Part I – Black Faction

Andrew Diey verdient seine Moneten u.a. als Sounddesigner für Workstations. Geht er seiner Passion Musik nach, dann nennt er sich Foreign Terrain oder Black Faction. Dante Alighieris »Göttliche Komödie« dient ihm nun als Leitfaden. Die Vertonung des Poeten imaginärer Reise durch Hölle zum Fegefeuer, gefiltert um das Wissen eines mit allen Wassern gewaschenen Elektronikmusikers, trägt…

TEXT
Alfred Pranzl
VERÖFFENTLICHUNG

16.04.2002

Home / Rezensionen

Robert Walser: gwundrig – Otto Lechner

Otto Lechner hat bereits auf dem ebenfalls bei Windhund Rec. erschienen Solo-Album von Joao de Bruco die Lungenflügel seines Akkordeons verborgt, kommt aber auf dieser auf einem Burgtheater-Abend beruhenden (viele Berufsmusiker beziehen aus Kompositionen fürs Theater einen Gutteil ihrer Einkünfte) Produktion noch eindrucksvoller zur Geltung. Anne Bennent ist eine einfühlsame Interpretin der Texte Robert Walsers,…

TEXT
Alfred Pranzl
VERÖFFENTLICHUNG

16.04.2002

Home / Rezensionen

keine Angst – Blendwerk

Der zweite Longplayer der Wiener Band Blendwerk enthält neun Stücke und einen »Hidden Track«, der sich genauso wenig verstecken muss wie die übrigen Songs. Denn Blendwerk ist eine gute Band und »keine Angst« ist eine gute Platte: Katrin Plavcaks Stimme überzeugt und kann auch einmal aufgeregt sein ohne schrill oder überdreht zu klingen. Die Songs…

TEXT
Jürgen Plank
VERÖFFENTLICHUNG

15.04.2002

Home / Rezensionen

Social Electrics – Bovine Life

Kollege Stummer machte sich schon im letzten skug Sorgen um den Gesundheitszustand von Chris Dooks aka Bovine Life. Der war tatsächlich krank – allerdings litt er trotz gegenteiliger Vermutungen wohl nicht an BSE – und konnte daher nicht wie sonst als Dokumentarfilmer arbeiten, fing also aus Langeweile an Musik zu machen. Und da er schon…

TEXT
Patrick Sabbagh
VERÖFFENTLICHUNG

15.04.2002

Home / Rezensionen

Cerrone by Bob Sinclar – Cerrone

Back to les Boogie Nights, Bébé! Jean-Marc Cerrone war der Disco-Oberklassenlehrer Nr. 2 hinter Giorgio Moroder. Anders als Moroders zukleisternde Synthesizerwälle, die die schöne neue Wavewelt miteinläuteten, war der Pariser streng der Afrofunkschule verpflichtet. Als erster blies er Mitte der Siebziger Motown-mäßigen Mainstreamsoul mit Horns, Strings, Percussion und ebenso beatartig verwendetem Midi-Quieken zu Viertelstundenepen auf,…

TEXT
Paul Poet
VERÖFFENTLICHUNG

14.04.2002

Home / Rezensionen

The Chicks On Speed/Kreidler Sessions – Chicks On Speed

Chicks On Speed streben jetzt wohl langsam die Weltherrschaft an, bei dieser Veröffentlichungsschwemme. Nun gibt es also diese vier Stücke umfassenden Sessions mit den Fricklern von Kreidler. Die drei Frauen kommen wieder recht unterkühlt rüber, nur ja nicht zuviel Begeisterung zeigen, doch zeitweise auch kindlich-naiv – na ja, wie Laurie Anderson eben. Dazu sportliches Gebratzel…

TEXT
Patrick Sabbagh
VERÖFFENTLICHUNG

10.04.2002

Home / Rezensionen

Overnight – Chessie

Durchatmen. Weite spüren. »Overnight« ist, wie Stephen Gardner und Ben Bailes alias Chessie meinen, tatsächlich »eine Meditation über die Ästhetik des spät-Nachts-Reisens« im Zug. Ein wunderschönes, semiakustisches Gegenstück zu Kraftwerks »Autobahn«. Die CD verströmt ein behagliches Grundgefühl, das die erbauliche Majestätik des Bahnreisens in Kopf und Bauch klingen lässt, als ob man über Schienen gleite….

TEXT
Alfred Pranzl
VERÖFFENTLICHUNG

10.04.2002

Home / Rezensionen

The Olatunji Concert: The Last Live Recording – John Coltrane

Ich werde nie die Flut von miserablen Veröffentlichungen vergessen, die nach dem Tod von Chet Baker erschienen sind: Letzte Einspielung im Quartett, im Trio, live, wie live, nicht mehr neu, ganz ohne ihn usw. … Die vorliegende Veröffentlichung von Coltrane gibt vor, seine letzten Worte zu dokumentieren, mal hören. Über diese späten Formationen ist bereits…

TEXT
Noël Akchoté
VERÖFFENTLICHUNG

08.04.2002

Home / Rezensionen

prince of shampoo – Cnut

Tank Girl trägt einmal, im Comic, nicht im grauenhaften Film, eine Gürtelschnalle auf der KANT steht. Das ist nicht nur ein Anagramm von Tank, sondern auch der Name eines bekannten Königsberger Philosophen. Der Name klingt im Englischen zudem noch wie die nicht sehr wissenschaftliche Bezeichnung für einen weiblichen Körperteil, taugt auch als allgemeines Schimpfwort. Was…

TEXT
Patrick Sabbagh
VERÖFFENTLICHUNG

08.04.2002

Home / Rezensionen

Agonda – Wolf Lobo Eisberg

Ist fortschreitendes Alter schuld am Zwang zum Schönklang? Oder Alkoholentzug? Und was hat es mit Popmusik auf sich? Fragen über Fragen, die Antworten finden sie im neuen skug! Das mit dem Alter lässt sich wohl widerlegen, zu wenig Alkohol ist da für kreative, schaffende Menschen schon eher ein Problem. Und was ist wirklich guter Pop?…

TEXT
Stefan Parnreiter
VERÖFFENTLICHUNG

20.03.2002

Home / Rezensionen

Side Effects – Eardrum

Invocation of my demon Techno-Brother als Überschrift: Eardrum ist ein Percussion-Kollektiv, das für ihr zweites Full-Time-Album diverse Rhythmustechniken aus Improvisation, Free Jazz, Karnival-Straßenmusik und Afro-Beat aufnimmt und über die streng gezeichneten Drum-/Percussioneinheiten hinweg sich an den Studiomanipulationen von Dub abarbeitet. Lou Ciccotelli und Richard Baker haben sich bereits bei Laika und God/Ice abgemüht und laden…

TEXT
Heinrich Deisl
VERÖFFENTLICHUNG

20.03.2002

Home / Rezensionen

Detect – Dub Taylor

Das Liebkind der Berliner Tech-House Evolution. Perfektes Bindeglied aus Poles Urban-Dub-Familie, den späten hyperminimalen Basic-Channel-Folgen, in Clix+Cuts übersetzter Acidhappiness und glücklich gehetzter Popeuphorie. Herrn Alex Krügers »I can?t (?You know)« war ja schon verlässlicher Clubhit johlender gebrochener Herzen und Hinweis was da noch in seinem Labtop lauern würde. Fast die Hälfte der facettierten, treibenden Clickhouse-Hymnen…

TEXT
Paul Poet
VERÖFFENTLICHUNG

20.03.2002

Home / Rezensionen

Electric Sufi – Youssef Dhafer

Der Titel des Albums ist zwar etwas irreführend, aber »Electric Sufi« ist ein »Jazz-Album«. Ein Jazz-Album unter Anführungszeichen und mit Sufi-Vocals, wenn man das so vereinfacht sagen will; ein Album jedenfalls, mit dem der in Österreich lebende Tunesier internationale Beachtung findet. Völlig zu Recht. Die Musik des Albums wurzelt im ethnisch offenen, gelegentlich etwas esoterischen…

TEXT
Hans Grausgruber
VERÖFFENTLICHUNG

20.03.2002

Home / Rezensionen

Spielzeug – Dent

Die Inhaftierung von Mitgliedern der Wiener VolxtheaterKaravane anlässlich des G8-Gipfels in Genua und besonders das Verhalten der österreichischen Außenministerin in dieser Causa (der Vergleich mit der Spielzeugpistole) wurde von weiten Kreisen der Gesellschaft empört aufgenommen. Diverse Solidaritätsveranstaltungen folgten. Dent, umtriebiger Wiener Plattenverleger und Elektroniker im politikbewussten Trio DMN, hat sich für seine Solo-Veröffentlichung »Spielzeug« der…

TEXT
Heinrich Deisl
VERÖFFENTLICHUNG

20.03.2002

Home / Rezensionen

AOI: Bionix – De La Soul

AOI steht für Art Official Intelligence, quasi das Motto unter dem sich De La Soul vorgenommen haben, in drei Kalenderjahren drei LPs zu veröffentlichen. »Mosaic Thump«, voriges Jahr war die erste und Teil zwei schließt wunderbar an. Qualität ist eine Selbstverständlichkeit für De La Soul, und verliert auch nicht durch die Quantität des Materials: 18…

TEXT
Oliver Stummer
VERÖFFENTLICHUNG

20.03.2002

Home / Rezensionen

S/t – Defcon 5 Feat. Blue

Defcon 5 setzt sich aus den beiden Produzenten Cella und Stylee zusammen, die aus dem amerikanischen Provinznest Flint stammen und irgendwann nach Detroit kamen. Die Jazz-, R&B- und HipHop-geeichte Vokalistin Alicia Rene aka Blue lief Cella in Flint über den Weg und gab ihm ein Tape. Das Resultat ist eine Platte, vollgespickt mit verhatschten, schleppenden…

TEXT
Heinrich Deisl
VERÖFFENTLICHUNG

20.03.2002

Home / Rezensionen

Listen, Listen – Continental Drifters

Als Ersatz für die abgesagte Europatour veröffentlichen die Drifters, ihres Zeichens eine der besten erwachsenen Bands dieses Planeten, ihren Tribut an Richard Thompson und Sandy Denny. Mit anderen Worten die Band die in allen klassischen amerikanischen Stilen zu Hause ist (dafür sorgen vergangene Dienstgeber wie REM, die Bangles oder Dream Syndicate) versuchen sich an den…

TEXT
G. Bus Schweiger
VERÖFFENTLICHUNG

20.03.2002

Home / Rezensionen

The Golden Age – Bobby Conn

Aus Armageddon ins L?Age D?Or ist es doch ein Stückchen. »You?ve come a long way« singt Bobby dann auch auf seiner nun dritten LP, die eine nicht ganz so stringente Erzählung aufweist wie sein Apokalypse-Opus »Rise Up!«. Ein grundsätzliches Element verbindet die neun enthaltenen Songs jedoch lose: das, des jugendlichen Sehnens, rekapituliert aus der Perspektive…

TEXT
David Krispel
VERÖFFENTLICHUNG

20.03.2002

Home / Rezensionen

Clearing – Fred Frith

Eine wunderschöne Aufnahme, eines der zerbrechlichsten und feinfühligsten Solo-Alben der letzten Zeit. Ein eigenes Genre. So viele Themen, Materialien, Sounds, Landschaften, musikalische Bekenntnisse und Zeugnisse. Man möchte hier nicht von den Unterschieden, der Avantgarde oder der Gitarre sprechen (obwohl man das könnte), die Musik reicht aus. Ich habe Fred gespürt und gehört, als wäre ich…

TEXT
Noël Akchoté
VERÖFFENTLICHUNG

20.03.2002

Home / Rezensionen

Vietnam and China – Freeform. Audiotourism. Original Music

Nachhaltiger Tourismus? Doch! Simon Pyke hat Vietnam und China bereist und hinterlässt eine Landkarte, auf der die Ursprungsorte der Audio Samples, Fotografien und Musikstücke, die er aus ersteren bastelte, verzeichnet sind. Auch listet er alle Instrumente, die beim jeweiligen Track verwendet werden, bildlich auf. Hiermit entsteht ein visuell-akustischer Spannungsbogen, der musikalisch zu sehr nach westlichen…

TEXT
Alfred Pranzl
VERÖFFENTLICHUNG

20.03.2002

Home / Rezensionen

The Rumba Giant of Zaire – Franco

Nur wenige Musikstile des 20. Jahrhunderts blieben von den Major Labels unbeachtet. Warum Rumbas und Soukous aus dem Kongo (Zaire) außerhalb Afrikas kaum Interesse geweckt haben, ist ein Rätsel – und ein Fehler obendrein. Diese Musik ist einfach fantastisch, wunderbar, warm, wenn nicht sogar heiß. Franco (und sein l’Orchestre TP KO Jazz) war bis zu…

TEXT
Noël Akchoté
VERÖFFENTLICHUNG

20.03.2002

Home / Rezensionen

Muscle Machine – Terence Fixmer

Es muss ja nicht immer Electro sein. Auch DAF-Twist und Cabaret Voltaire-Boogie können noch genügend unbearbeitetes Rohmaterial für 20 Jahre später agierende Muskelmaschinen bereithalten. Wobei Terence Fixmer mit seiner Industrial-Schrottplatz-Leder-Sauna-Disco den für Gigolo-Verhältnisse wohl größten Annäherungswert zum Ex-Label-Maskottchen Arnold Schwarzenegger und dessen Terminatorikum aufweist. Das gute Brett sozusagen, dazu noch gespickt mit Nägeln.

TEXT
Didi Neidhart
VERÖFFENTLICHUNG

20.03.2002

Home / Rezensionen

The Drummers of the Nile Go South – Mahmoud Fadl

Musik aus Ägypten, wenn man von Staatsgrenzen ausgeht. Musik vom Nabel der Welt, wenn man etwas mystisch, aber nicht ganz unrichtig argumentiert. Diese Musik jedenfalls kann man in den Metropolen Kairo und Alexandria nicht so einfach kaufen. Es ist Musik von einer im Nasser-Sozialismus begrabenen Kultur, vom tiefen Grund des Assuan-Staudamms, die sich aber mit…

TEXT
Hans Grausgruber
VERÖFFENTLICHUNG

20.03.2002

Home / Rezensionen

Just Time – Exodus 77

Exodus 77, das ist Sean Reveron. Und Sean Reveron ist Punk, Rasta, Hippy, B-Boy, Skater, Poet. So vielfältig wie seine Vergangenheit, die von Led Zeppelin über Parliament, Punk, Dub (Sean lebte einige Zeit in Jamaika, unter anderem mit Augustus Pablo) bis zu HipHop reicht, hat er auch sein Debütalbum gestaltet. Größtenteils von den Stereo MCs…

TEXT
Oliver Stummer
VERÖFFENTLICHUNG

20.03.2002

Nach oben scrollen