Bovine Life

Social Electrics

Bip-Hop

Kollege Stummer machte sich schon im letzten skug Sorgen um den Gesundheitszustand von Chris Dooks aka Bovine Life. Der war tatsächlich krank – allerdings litt er trotz gegenteiliger Vermutungen wohl nicht an BSE – und konnte daher nicht wie sonst als Dokumentarfilmer arbeiten, fing also aus Langeweile an Musik zu machen. Und da er schon Filme über Scanner und obskure elektronische Kleinstlabels gedreht hatte, lag es für Dooks nahe, Artverwandtes zu produzieren. Entstanden ist das ganze Ding bei ausgedehnten Exkursionen ins Internet, deswegen durften auch einige andere Nerds ihren Senf dazu gegeben, zum Beispiel Köhn oder Matt Elliot aka The Third Eye Foundation.
So ist »Social Electrics« auch eine reizende Studie über Festplatten-Wahnsinn geworden: fröhlich-irrsinniger Minimal-Elektro trifft hier auf Breakbeats von der Hobelbank, gemütlich im leeren Raum treibende Störgeräusche unterhalten sich mit autistisch brabbelnden Computerstimmen, Bleeps und Clicks wuseln ausgelassen herum und giftige Sound-Wölkchen legen sich flauschig über alles drüber.
Macht blöd, aber glücklich!