Jukebox 2012
Eine (vorwiegend musikalische) Retrospektive der skug-Autoren Curt Cuisine, Heinrich Deisl, Didi Neidhart und Simon Olipitz darüber, was 2012 für jeweilige Begeisterungsstürme gesorgt hat.
30.12.2012
Eine (vorwiegend musikalische) Retrospektive der skug-Autoren Curt Cuisine, Heinrich Deisl, Didi Neidhart und Simon Olipitz darüber, was 2012 für jeweilige Begeisterungsstürme gesorgt hat.
30.12.2012
Marc Richters in Hamburg ansässiges Label ist wieder mal schwer geschichtsmächtig: mit drei Releases zwischen Ambient, Soundart und Noise.
29.12.2012
Das französische Label Empreintes Digitales hat sich fast zur Gänze dem Aspekt der Werkschau verschrieben. In gediegenen Kartonboxen (die allerdings schnell knittern) werden zeitgenössische Komponisten mit meist starkem Hang zur Elektroakustik und musique Concrète vorgestellt. Stets mit ausführlichen englischen und französischen Liner-Notes und seit 2005 nur auf DVD, zwecks bestmöglichster Soundqualität.
25.12.2012
Mit den Konzertreihen »Fast Forward« oder »Jazz & beyond« hat sich die Jeunesse einen Platz an der Sonne riskanterer Musikveranstalter erspielt. Weitere Zyklen mit Welt und neuer Volksmusik sorgen für musikalische Vielfalt. Deswegen haben skug und die Jeunesse als Medienpartner zusammengefunden. Zeit für einen kleinen Ausblick.
16.12.2012
Der Dialekt im Pop ist nicht umzubringen. Und das ist gut so. Aktuelles von Arik Brauer, Hauk, Amerling, Wilfried Scheutz und Rotzpipn.
15.12.2012
Reise-Hommage aus skug #79 an den Sitarspieler und Komponisten der am 11. Dezember 2012 verstarb.
Ja, erkundige dich ?? über das, was ich mir selbst erzähle. Und das, was sich andere an einem anderen Ort erzählen. Es taucht beinahe auf. Und schlussendlich doch nicht mehr. Lieben Sie den Raga nicht? Erzählen Sie ein wenig aus Ihrer Sicht. Damit man es auch weiß ?? ein wenig ?? manchmal. Ich höre mehr und mehr der Sitar zu. Ist die Sitar auf Hindi eigentlich maskulin oder feminin? Ravi Shankar ?? ein Meister.
» #17 Je weniger ich bin, desto mehr bewirkt ihre Nettigkeit – das sagt alles über ihre Werthe!«
» #11 Bringe mir mein Vanhouten oder ich begehe eine Schokolade!«
Friedrich Nietzsche, Unveröffentlichtes aus »Tot weil dumm« (1889-1892/93)
14.12.2012
Vorgeschmack auf den 14. und 15.12. – dann macht die austroamerikanische Kombo in Graz und in Steyr Station.
upcoming shows:
Fri 14.12.2012 20:00: nowhere train & viech | postgarage | graz
Sat 15.12.2012 20:00: nowhere train »station« album release show | altes theater | steyr
13.12.2012
Zum Tod von Dave Brubeck (1910-2012)
12.12.2012
In »The Heebie-Jeebies at the CBGB’s« hat Steven Lee Beeber erstmals darauf hingewiesen, dass die Entstehung von Punk in New York eigentlich eine jüdische Angelegenheit war (vgl. skug 78). Die Dickies, Richard Hell, Suicide, Teile der Ramones und wichtige Anregerfiguren wie Lou Reed oder Jonathan Richman waren Juden. Der Sammelband »We are ugly but we have the music« geht nun Fragen nach, die sich aus diesem Befund ergeben und untersucht das besondere Verhältnis von Pop und Judentum. skug sprach mit Mitherausgeber Jonas Engelmann über Popkultur und Jewishness.
06.12.2012
In seinem Essay-Band »Judentum und Popkultur« untersucht der in Basel am Institut für Jüdische Studien lehrende Caspar Battegay die Potentiale von Pop für das »Spiel mit Figuren des Jüdischen«. Dabei geht es anhand von Filmen (von Ernst Lubitsch und Mel Brooks bis hin zu Joel & Ethan Coen und Quentin Tarantino), TV-Serien (»South Park«, »Seinfeld«), Comedy-Stars (Oliver Polak) und Songtexten nicht nur um »jüdische Popkultur«, sondern auch um gerade im deutschsprachigen Raum längst überfällige Denkanstösse und Auseinandersetzungen. Zeit für ein Gespräch.
05.12.2012
DJ Marcelle/Another Nice Mess beharrt des guten Klangs und der Tiefgründigkeit wegen auf Vinyl, kredenzt neben spektakulären DJ-Sets eklektische Internetradiosendungen sowie ihr drittes Album auf Klangbad, dessen Titel wiederum eine Würdigung von Dubschallplatten enthält.
04.12.2012
Wie Houztekk Records, Label für elektronische Musik, seine Visionen vom perfekten Klangbild aus dem Hausruckviertel in die weite Welt projiziert und sich am Brückenschlag zwischen Club und Hochkultur versucht – unterfüttert mit Aussagen vom Macher Max Meindl und Markus Weickinger aka MKID.
30.11.2012
Der Film »Oh yeah. She performs!« über die Musikerinnen Eva Jantschitsch (Gustav), Teresa Rotschopf (Bunny Lake), Vera Kropf (Louise Pop) und Clara Luzia Maria Humpel (Clara Luzia) zeigt eine ganz eigene rhythmische, basslastige Schnitttechnik. Vielleicht sollte Clara Luzia einmal eine Nummer ohne Gitarre riskieren, ein Mathilde Santing-Lied nachspielen, eine Jazzballade oder Schnulze riskieren?
30.11.2012
Mark Z. Danielewskis »Only Revolutions« entführt den Leser in ein Road-Movie der anderen Art, wo er in einer ewigen Kette von Verweisen – inhaltlicher und typographischer Natur – der Geschichte der Teenager Sam und Hailey folgt, die von zwei Seiten beginnt, um sich dann in der Mitte zu treffen.
25.11.2012
Eleni Mandell, die Pop-Chanteuse aus Los Angeles, veröffentlichte ihr achtes Album und konferiert darüber und über ihre Independent-Karriere mit skug.
21.11.2012
»Ich denke Oasis sind eines der scheußlichsten und widerlichsten Dinge, die der Musik jemals passiert sind«. Dieses Zitat beschreibt am ehesten, in welchen musikalischen Gewässern Michael Gira sein Flaggschiff Swans segeln lässt: weit, weit weg von jeglichen sich anschmiegenden Melodien für Millionen.
21.11.2012
Les Vagues ça va, ça vient, s’en retournent, puis repartent. C’est régulier, comme qui dirait: stable. J’aime beaucoup lesV agues.
»Toutefois, attention à ne pas se leurrer en pensant que quelque chose est supérieur uniquement parce que different.«
(Ted Greene: »Chord Chemistry«, 1971).
14.11.2012
Der aktuelle Mainstreamjazz scheint fest in der Hand deutscher Labels wie ACT oder ECM zu sein, das gilt insbesondere für Künstler aus Schweden und Norwegen. Das ist ja durchaus eines der Mysterien der Weltkultur, warum sich ausgerechnet in diesen beiden Ländern eine so gepflegte und hingebungsvolle Jazzkultur ausgebildet hat.
08.11.2012
Mit »Der größere Teil der Welt« liefert die US-amerikanische Autorin und Pulitzerpreisträgerin Jennifer Egan einen vielschichtigen Episodenroman in dreizehn Stimmen.
31.10.2012
Wohin führt es, Kunst zum Thema »Angst« zu machen? Christoph Schlingensief ging durch seine Furcht hindurch und erreichte Afrika. Ûber die Suche nach Schutzpersonen, Gottvater und Sohn, den Esel von Jesus und was das alles mit Kunst zu tun hat.
28.10.2012
Elke Krasny, Kuratorin der gerade zu Ende gegangenen Ausstellung »Hands-On Urbanism 1850-2012« im Az W (Architekturzentrum Wien) und Stadtforscherin, im Interview über Gartenparzellen als ideologisch zerfurchte Orte.
26.10.2012
Seit nunmehr fünf Jahren trifft sich in Wien eine kleine Gruppe von Leuten, um gemeinsam und sehr langsam Aristoteles und Pierre Klossowski zu lesen. Die Protokolle zur mittlerweile abgeschlossenen »Poetik«-Lektüre sind inzwischen auch als Buch erschienen bzw. im Druck; die Einsichten, die sich aus »In der »Metaphysik« lesen« ergeben, werden zeitgemäß am Weblog publiziert. Ein Auszug zur Ordnung natürlicher und grammatischer Geschlechter.
26.10.2012
Mit einem »Best of and more« geht das renommierte Wiener Festival für zeitgenössische Musik in die 25. Runde, vom 22. 10. bis 16. 11. 2012.
22.10.2012
Lange hat es gedauert, aber nun kennt man ihn. Richard Hawley spielte bei seinem ersten Üsterreich-Konzert vor einem fast ausverkauften Theater Akzent, das immerhin ein Fassungsvermögen von über 450 Plätzen hat. Den regen Publikumszuspruch hat der 45-jährige Kurzzeit-Gitarrist von Pulp unter anderem seinem aktuellen Studioalbum »Standing At The Sky’s Edge« zu verdanken, dessen Erscheinen auch in Üsterreich von hohem medialen Interesse begleitet war. Dem Lob der Kritiker schließt sich der Autor zwar nur bedingt an, dennoch gibt es auf der Platte den einen oder anderen Song, auf dessen Live-Umsetzung man gespannt sein durfte.
20.10.2012
On the German translation of the much-discussed tome by Simon Reynolds.
Translated into English by Friederike Kulcsar
»German version
20.10.2012
78plus haben einen unverkennbaren Sound, sie setzen digitalisierte Schellacks als Instrument ein. Dazu eine knackige Rhytmusgruppe, sodass sogar manchen in Korea der Rockzipfel um die Kniekehlen weht. Nebenbei bewegen sie sich leichtfüßig zwischen den Genrestühlen, fühlen sich wohl beim Popdiskursieren und Verfassen von Spam-Lyrik. »Wandelwelt« kommt frisch aus der Presse. Grund genug, um mit einem Teil der Viererbande über Knacksen und andere »materialtheoretische Implikationen« zu philosophieren.
18.10.2012
Jemand hat ihn einmal als den berühmtesten unbekannten Musiker Üsterreichs bezeichnet. Michael Mantler, der im Alter von 19 Jahren auszog, um Jazztrompeter werden, und, obwohl mittlerweile von renommierten Orchestern aufgeführter Komponist, immer noch nicht heimgekehrt ist, im Porträt. Inzwischen hat sich einiges geändert. So wird Mantlers »Chamber Music Eight« – ein Kompositionsauftrag des Landes Niederösterreich – bei den Tagen der Neuen Musik in NÜ vom 19.-21. Oktober 2012 in Krems uraufgeführt.»details
15.10.2012
Vor etwas mehr als 30 Jahren, am 10. Juni 1982, starb Rainer Werner Fassbinder. Der Kunst- und Filmkritiker Manfred Hermes hat in seinem dichten Essay »Deutschland hysterisieren. Fassbinder, Alexanderplatz« gezeigt, wie der zugleich umstrittene und abgefeierte Regisseur in dieser vierzehnteiligen TV-Produktion ein ganzes Land auf die Couch legte, ohne Erfolgsaussicht oder Lösungsangebot. skug sprach mit ihm darüber.
11.10.2012
Die Tage der Neuen Musik in Niederösterreich, 19.-21. Oktober 2012 in Krems, brillieren mit einer Michael-Mantler-Uraufführung, dem Gründungskonzert des Max Brand Ensembles u. v. m.
09.10.2012