Neue Jiddische Musik
Alan Bern ist ein Mann mittleren Alters. Mit Vollbart, grau- gelocktem Haar und blitzenden Augen sitzt er mir in einer Hotellobby im zweiten Wiener Gemeindebezirk gegenüber.
Jürgen Plank
05.07.2005
Alan Bern ist ein Mann mittleren Alters. Mit Vollbart, grau- gelocktem Haar und blitzenden Augen sitzt er mir in einer Hotellobby im zweiten Wiener Gemeindebezirk gegenüber.
05.07.2005
Vorwiegend westafrikanische Rhythmen verbunden mit einer Vielfalt an Klängen und Grooves von Ambient über Jazz und Soul zu Drum’n’Bass. Eine der wirklich mutigen Bands Wiens, weil erstens mit Überzeugung und Können fernab von Kommerz angesiedelt und zweitens, weil sie mit der selben Hingabe auf eigenwillige Art und Weise unterschiedliche Rhythmen zusammenfließen lässt.
29.06.2005
»… zum Inhalt: Das Stück zeigt die Szene der Schuldner und Schuldnerberater. Die Figuren fragen sich, was Menschen, die in Finanznot geraten, erleben, wie sich ihre Not auf ihre Familien und ihr soziales Umfeld auswirkt.«
21.06.2005
Der Vergleich zum »Müllhaufen der Geschichte« ist kein schlechter. Von Spar sind retrodiskursive Poprocker, die Disco in Punk, Kopf in Bein und Schmelztiegel in Arschtritt überführen, ohne auch nur eine dieser Ingredienzien in ihrer ursprünglichen, »gesunden« Verfassung zu lassen. Krank ist die Welt ja sowieso. Und Geschichte wird nun mal gemacht.
20.06.2005
Trent Reznor als kleiner großer Showmaster, Druckkochtopf, Rebell des schlechten Geschmacks und ausgeruhter Seelensucher dirigierte seine Nine Inch Nails vor einer ausverkauften Arena in kontrollierten Wahnsinn. Sollte man mal erlebt haben.
20.06.2005
Der Titel lockt. Die Autorin auch. Schließlich geht es hier um die Inszenierung von Jelineks »Der Tod und das Mädchen I-V«. 2002 in Hamburg uraufgeführt und 2003 als Buch erschienen, wird das Stück zurzeit erstmals in Wien gespielt: im Volkstheater.
13.06.2005
Vertauschte Fälle, wirrer Satzbau, elektronische Hymnen und viel Gefühl prägen David Lipps Debüt über den einen, immerwährenden Topos der Popmusik: Liebe. Ein paar Ideen zum Thema, warum es doch gelingen kann, ein ganzes Album dazu aufzunehmen, ohne im Kitsch-Sumpf umzufallen, und warum Sylvester Stallone tolle Filme macht.
06.06.2005
Nach zwei EPs hat Sofa Surfer Markus Kienzl nun auch Soloarbeit in Albumlänge geleistet. Obwohl seine Musik mehrheitsfähiger denn je ist, wird er trotzdem nicht als Vorgruppe von The Prodigy auftreten.
06.06.2005
Von der Musikmesse in Frankfurt ist diesmal nicht wirklich Revolutionäres zu vermelden.
06.06.2005
… »im brühheißen Sommer Nulldrei bin ich mit meinen Leuten am grünen Wasser gesessen und habe jeden Tag einen Song geschrieben. Waren über hundert Songs.Während es kälter wurde, habe ich die Songs so lange angestarrt, bis sich neun von zehn wieder aufgelöst haben. Bleiben elf Songs. Mit ihnen bin ich im feuchten Jahr Nullvier in…
06.06.2005
Rumoren im Binnengewässer – Bombastrock-Improv-wall of sound
06.06.2005
2005 lautet das Motto »radikal lokal«, fokussiert auf die Wiener Kunst- und Kulturszene. »In bewusster Brechung des normalerweise akklamierten Internationalen« konzpierten Wiener Kunst- und Kulturinstitutionen Wiens ein Programm, das Einblick in eine vitale Szene gibt.
06.06.2005
MICHEL WAISVISZ, Leiter des Amsterdamer STEIM-Instituts und Weggefährte von Laurie Anderson und Steve Lacy, legt sein erstes Album seit 1978 vor. Die sorgfältig editierten Live-Mitschnitte von »In Tune« (Sonig/Roughtrade) sind erstaunlich vielseitig, von Blasmusik bis Dub reichen die Einflüsse. Und darin liegt wohl auch das größte Problem des Albums: Bewusst beiläufige Sound-Fragmente vermögen streckenweise zwar…
06.06.2005
Benjamin Heisenbergs Film Schläfer thematisiert heikle Themen im Kontext mit dem 11. September 2001: Sicherheit und Überwachung in unserer Gesellschaft, in der auch soziale Beziehungen kaum Sicherheit mehr geben.
03.06.2005
Der Country kommt in kleinen und großen Schritten zu uns. Klein war an diesem Abend nur der Rahmen. Groß hingegen die Songs.
31.05.2005
Der rockistische Overkill im Kleinen, die Eskapade einer ausfälligen Nacht, die man lieber nicht vergisst, machte klar, dass The Kills eine der besten Live-Rockbands sind, die es zur Zeit gibt. Dass das »No Wow«, vor dem ihr aktuelles Album so eindrücklich warnt, hier nicht eingetreten ist, ist selbstverständlich.
31.05.2005
»Oceans Apart« heißt das neueste Werk von Forster und McLennan, und nach einem wieder einmal tollen Gig von Paul Armfield wurde es nun auch Wien live präsentiert.
31.05.2005
Du fühlst es kommen. Du weißt es aber nicht. Eine unbestimmte Ahnung, ein sechster Sinn bereitet dich vor. Du merkst es aber kaum. Nichts wird damit vergleichbar sein. Die Relationen werden neu definiert. Der Verlust wird groß sein. Doch ebenso der Gewinn, irgendwann. Begreifen wirst du es nie. Nur fühlen. Und plötzlich ist es da…
31.05.2005
Im ausverkauften Wiener Konzerthaus gab Mariza eine stimmungsvolle Gala der portugiesischen Musik, bei der vor allem Fado zu hören war.
25.05.2005
Glück im Spiel, Pech in der Liebe, heißt ein weit verbreiteter Sinnspruch. Dass dem nicht unbedingt so sein muss, beweist der Debütfilm des Belgiers Yann Samuell: Liebe mich, wenn du dich traust.
24.05.2005
Zart und selbstbewusst lieferten The Album Leaf ein wunderbares Konzert ab, diesmal mit Band, Streichern und somit etwas mehr Druck hinter der Sache. Zu spüren war aber trotz allem dieser tolle, feine elektronische Indie-Minimalismus.
21.05.2005
Nach einem ruhigen, diskursiven Jahr, startet Soho in Ottakring heuer wieder voll durch: Konzerte, Performances, Workshops und Ausstellungen ergeben ein buntes Programm, das zwischen 22. Mai und 4. Juni zu sehen ist.
21.05.2005
Das Konzertwochenende hat dieses Mal schon am Donnerstag im Wiener Chelsea begonnen, mit Les Hommes Sauvages aus Berlin. Am Samstag folgt Mariza im Wiener Konzerthaus.
20.05.2005
Das Künstlerhaus steht zwischen dem 20. und 22. Mai ganz im Zeichen des Kulturtransfers zwischen Indien, Deutschland und Österreich.
19.05.2005
Es gibt Berufsgruppen, die niemand mag: Die Kontrolleure in öffentlichen Verkehrsmitteln stehen in dieser Liste weltweit ganz oben. Auch in Budapest. Dort spielt Kontroll, der sehenswerte erste abendfüllende Spielfilm des US-ungarischen Regisseurs Nimród Antal.
19.05.2005
Wer sich vom Hot Hot Heat-Konzert einen besinnlichen Abend im Kreise engster Freunde erwartet hatte, wurde vielleicht enttäuscht. Aber diejenigen, die auf schweißgebadete Leiber und Massenhysterie hofften, bekamen ein Spektakel in ihrem Sinne geboten.
18.05.2005
I Am Kloot, mit langem »uuuuuuh«. Drei Herren aus Manchester machen sich auf, wunderschöne Popsongs zu schreiben, und lassen den aktuellen Brit-Rock-Retro-Hype außen vor, da es viel kleiner und ruhiger auch geht.
18.05.2005
Das queere Filmfestival »Identities« wird vom 2. bis 10. Juni 2005 mit allerlei filmischen Gustostückerln aufwarten.
18.05.2005
Ein zum Wolf gewordener (wolfs)blutjunger irischstämmiger Multiinstrumentalist musiziert auf allerlei ungewöhnlichen Instrumenten. Die soundtechnische Unterstützung »ex machina« blieb diesmal daheim, ein leidenschaftlich-verspielter Abend wurde es trotzdem.
17.05.2005
Dass mich diese norwegische Band auch live nicht nur bei oberflächlich guter Laune halten würde, war mir seit dem ersten Hineinhören in EP und Album klar. Helldorado – ein Name, der wie Donner grollt und durch seinen Klang allein das Unwetter ankündigt, dass über die miss/handelnden Personen der Lieder unausweichlich hereinbricht.
17.05.2005