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On The Trail Of Dr. Brain – Kool Ade Acid Test

Diese Platte entzieht sich nicht unbedingt allen Kategorien – denn die darauf verwendeten Idiome sind durchaus bekannt und vertraut – spottet aber jeder Beschreibung. Pop, eigentlich recht traditionell ausgerichteter Jazz, Funk, Anklänge von HipHop und Rock werden durch den Fleischwolf gedreht und kommen als irgendwie Unbenennbares wieder heraus. Das Cover (Schnee) und der Plattentitel wollen…

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Bruno Jaschke
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26.11.2001

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De Todas Partes – Kirlian

Abe Duque versteht sein Handwerk. Als Kirlian hat er in seinem Werkzeugkoffer alles, was zum Auf- und Verschrauben von Techno, House und HipHop benötigt wird (illegale Panzerknackerutensilien miteingeschlossen). Dazu kommt eine hinterfotzige Doppelbödigkeit sowie jene Kombination aus Humor & Witz, die sich nicht als platte »Witzigkeit« manifestiert, sondern eher als Slow Burner im Sinn von…

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Didi Neidhart
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23.11.2001

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Ultramarine – Jetone

Neben dem famosen Frisco Homey Twerk die momentane Meisterklasse des neueren Intelligent Techno. Während andere Bigtimer sich gelegentlich wie Kid 606 und Kit Clayton in zu versponnenen Soundskulpturen verlieren, spielen diese beiden die Beats relativ straight als abstrahierten Vierer aus. Im fixen Klopfgerüst entfalten sich weitläufige Kratzbauten und Glitchsymphonien. Experimental goes Boom. Da steht das…

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Paul Poet
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22.11.2001

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The Braille Night – Ida

Eierkartonpop. Die »neue Sensitivität« kann ja bisweilen ganz mächtig nerven, mit ihrem Big Brother-Voyeurismus auslösendem Seelenschauen, dem demonstrativen Kuschelwahn, dem zelebrierten Menscheln. Gesten, für die die konservativeren Hippiehorden jede Menge Hass, gerade von der Generation Punk, geerntet haben. All Love? My Ass! IDA reiten genau die Ätherwellen penetrant sanft gurrender College-Sender. Spartanisch instrumentierter New Folk…

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Paul Poet
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21.11.2001

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Secrets – Human League

Ganz anständiger Low-Budget-Techno-Pop. Human League’s nicht selbst verschuldetes Problem ist ja, dass sie, ähnlich wie Echo & The Bunnymen eigentlich in den 90er Jahren nicht wirklich weg waren, jetzt aber von unbedarften Hirnödeln unter »80ies Revival« und »spekulatives Comeback« subsumiert werden. In Wirklichkeit klingen sie nicht nach 1982, sondern führen anknüpfend an die 95er-LP »Octopus«…

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Bruno Jaschke
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21.11.2001

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Meets Kitano Films – Joe Hisaishi

It somehow starts wrong: you’ll find this record under »soundtracks«, but it doesn’t have any film dialogues. Music without voices, sounds and, what’s most important to me, editing, I do not call a soundtrack, (but rather music composed for, used in, laid to a corresponding movie.) Apart from Godard, some musicals and other rare exceptions,…

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Noël Akchoté
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20.11.2001

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Original – Steev Hise

Ist alles ein Original oder gibt es nur Kopien? Im musikalischen Kontext gestellt, ist diese Frage und ihre Diskussion für viele eine brisante Angelegenheit. Nicht so für Steev Hise, der sich gar nicht erst den Kopf zerbricht und auf einem der vielen Zettelchen und Kärtchen, die dem hübsch in ein mit dunkelblauen Lettern spärlich bedrucktes,…

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Alexander Wallner
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20.11.2001

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Popfälschungen

Popfakes nennt sich eine neue Bookingagentur aus Linz, die außergewöhnlich guten Geschmack beweisst.

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Patrick Sabbagh
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17.11.2001

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B-A-C-H A Chromatic Universe – Peter Herbert

Mit dieser Platte nimmt Peter Herbert Bezug auf Bachs Musik, das viel verwendete B-A-C-H-Motiv, und knüpft an die damals in ernster Musik noch gekonnte und gebräuchliche Improvisation an. Keines der unzähligen »Play Bach«-Alben, sondern Eigenkompositionen, die unter anderem durch ihre Titel an Bachs Leben anknüpfen. Mit Carol Robinson (bcl), Ingrid Jensen (tr, qutr), Marc Copland…

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Veronika Mayer
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15.11.2001

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Scar – Joe Henry

Lyrisch versunken in Gedanken und seelischen Abgründen der Menschen, hängengeblieben in Erinnerungen und emporgezogen in der Fortspinnerei von Erlebnissen; Joe Henry spricht für uns alles aus und denkt das Leben weiter. Perfekt abgestimmte Musik durch Brad Mehldaus pianistische Goldhände, Marc Ribots verwegenes Gitarrespiel und Ornette Colemans freien Fall von Poesie in Free Jazz. Eine Lobeshymne?!…

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Veronika Mayer
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13.11.2001

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DE9: Closer To The Edit – Richie Hawtin

Richie Hawtins neuestes Mix-Album eilte schon der Ruf eines revolutionären Dinges voraus, und die Art und Weise der Produktion ist für eine Mix-CD ungewöhnlich aufwendig. Aus ca.100 Tracks bastelte Hawtin über 300 Loops, die nach seiner Ansicht die Essenz der jeweiligen Tracks repräsentieren. Anschließend mixte er sie mit Hilfe geringen Einsatzes von Effektgeräten neu zusammen….

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Christian König
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12.11.2001

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Infinite Love Songs – Maximilian Hecker

Dieser Mann hat wahrscheinlich Angst. Vor einer grausamen, kalten Welt, vor der Liebe oder wovor auch immer. Das würde zumindest erklären, warum er gar so mitleiderregend ins Mikrofon wimmert. Man möchte ihm helfen, ihn trösten oder vielleicht doch besser einfach nur die CD aus dem Fenster werfen. Nein, ernsthaft, hier handelt es sich um das…

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Patrick Sabbagh
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12.11.2001

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Hymns – Godflesh

Godflesh are back! Gut zu wissen, dass der Weltuntergang weitergeht. CNN-Bilder und Kommentare muss man ja nicht glauben, aber das hier ist so real wie die gerade beginnenden Winterdepressionen an verregneten, kalten Herbsttagen. »Everything I feel, I destroy, everything I love, always hurts« (»Defeated«). Hymnen auf die Destruktion und das Ganze im Metal-Format. Neuer apokalyptischer…

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Stefan Parnreiter
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08.11.2001

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Twelve Inches – Frankie Goes To Hollywood

Wenn ich mich recht erinnere gab es Anfang der 80er drei Pop-Acts, die alle Möglichkeiten dessen, was so eine 12-Inch- Maxi-Single hergeben konnte, wirklich ausschöpften (New Order mal ebenso ausgenommen wie alles, was damals in Sachen Funk, HipHop etc. unterwegs war): ABC, Soft Cell und FGTH. Letztere haben es dann wie keine zweite Band der…

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Didi Neidhart
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07.11.2001

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For The Birds – The Frames

Das bestgehütete Geheimnis Irlands holte sich nach nur bedingt gelungenen Versuchen mit Trevor Horn nun den immer verlässlichen Steve Albini als Produzenten ins Studio. Und diese Entscheidung zahlte sich aus, da Albini die Songs von Sänger Glen Hansard nicht zuschüttet, und wenn (selten aber doch) Lärm angesagt ist, dann kniet man beinahe schon vor dem…

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G. Bus Schweiger
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07.11.2001

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Kékéland – Brigitte Fontaine

Brigitte Fontaine, Fontaine! Brigitte … It is more than high time to realize that she did record far more than »Comme à la Radio« (with the Art Ensemble of Chicago in Paris) and the more or less recent single »Calimèro« with Stéréolab. Kékéland is a pure dazzling treasure, an inimitable jewel, rare and precious, and…

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Noël Akchoté
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05.11.2001

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Disco Volante – Filippo Naughty Moscatello

Tja, auf diese CD wurde nun wohl wirklich lange gewartet. Immerhin ist Filippo Naughty Moscatello ja nicht irgendein Italiener, der in Ulm wohnt. Da reicht alleinig der Besitz einiger »International DeeJay Gigolo«-Sampler, um von einem Ober-Gigolo zu sprechen (ganz abgesehen von seiner Mitarbeit an DJ Hells »Munich Machine«-CD). Jedenfalls waren bisherige Tracks wie »Gigolo Style«,…

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Didi Neidhart
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05.11.2001

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Demotape – Fettes Brot

Nachdem die drei Norddeutschen letztes Jahr mit »Da Draußen« ihre Bereitschaft für das neue Jahrtausend bekundeten, legen sie nun ihr Demo für den Sound desselben vor. Mehr eine Weiterentwicklung als eine Revolution, wurde dabei Altbewährtes nicht unbedingt aufgegeben, wird aber neu Aufgearbeitet ohne dabei an Wirkung zu verlieren. Eine Tendenz zu mehr Up-tempo-Tracks ist spürbar,…

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Oliver Stummer
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04.11.2001

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Iag Bari – Fanfare Ciocarlia

»First they took Berlin, then Manhattan, then Bucharest.« Südosteuropa-Kennerin Grit Friedrich wandelt zu recht das Leonard-Cohen-Zitat ab. »The Gypsy Horns From The Mountains Beyond« (so der CD-Untertitel) sind schon dermaßen bekannt, dass sich allerlei Umwegrentabilität ergibt. Auch für Rumänien selbst ist die hart an der Grenze zu Moldawien lebende Fanfare, so sie nicht schon wieder…

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Alfred Pranzl
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04.11.2001

Home / Musik / Artikel

The Ex – from Duo to Big Band, from Saalfelden to Wels

Seit über 20 Jahren sind The Ex nun aktiv und spätestens seit ihrem 1991 erschienenen Meisterwerk »State Of Shock« (mit Tom Cora) allseits bekannt wie geschätzt. Was also bleibt nach so langer Zeit noch zu sagen?
Vielleicht, dass The Ex weit tiefer in improvisierter Musik stecken, als man beim ersten Hören ihrer rockigeren Aufnahmen denken mag – und dass sie das heurige »music unlimited« in Wels kuratieren.

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Stefan Parnreiter
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04.11.2001

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Romantik – Element of Crime

Es wird eine Zeit geben, da werden an germanistischen Fakultäten Diplomarbeiten über Sven Regener (z.B: Liebeslyrik zur Jahrtausendwende unter besonderer Berücksichtigung von Sven Regener bzw. Element of Crime) verfasst werden und zumindest der dünngedruckte Teil von Literaturgeschichten wird sich Regeners annehmen. Hier und jetzt dürfen wir uns noch freiwillig diesen Liebesliedern widmen, die ich kaum…

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G. Bus Schweiger
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30.10.2001

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Love And Theft – Bob Dylan

Wenn man Dylan-Biograph Clinton Heylin glauben darf, verlief der Aufnahmeprozess mit Daniel Lanois zum Vorgänger »Time Out Of Mind« nicht gerade harmonisch. Nun holte sich Dylan endlich einmal seine Never-Ending-Tour-Musiker ins Studio, denen die Eigenheiten des Chefs schon selbst ins Blut übergegangen sind. Und mit seinen täglichen Mitstreitern konnte Dylan auch so aufnehmen wie er…

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G. Bus Schweiger
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29.10.2001

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Rain On Lens – (Smog)

Bill Callahan hat ebenso fehlerlos seine verregneten Linsen mit einem Superstar-Ensemble aufgemotzt und einen Fokus auf Rhythmus gelegt. Trotzdem nichts für Disco DJ\’s, denn es regiert ein Art-Tripp-Beat (ca. ?72er Beefheart), der leider noch immer dancefloorlos bislang nur Herzen zum Tanzen bringt. Umgesetzt hat diesen Beat Pat Samson, der vom High-Concept-Artrock-Drumming bei U.S. Maple eine…

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David Krispel
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27.10.2001

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Tramps Traitors & Little Devils – Drag City Supersession

Es ist ein Kreuz mit den Künstlern. Neues Album, neues Meisterwerk. Diese Routine kann auf die Nerven gehen, auch wenn noch so viel Talent im Spiel ist. Die bei Drag City beheimateten Sänger und Interpreten holen sich ihre Inspirationen jetzt vom Gemeinschaftsgeist der Hippies und haben eine Supergroup gebildet: Bill Callahan, Edith Frost, Neil Hagerty…

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David Krispel
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27.10.2001

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She Saw Me Coming EP – Brain Donor

Rocking is a must! Es passt wieder alles zusammen. Julian Cope haben seine guten Geister nicht verlassen und katapultieren ihn als mit allen heiligen Wassern gewaschenen Proto-Punk in ein weiteres verheißungsvolles Jahrzehnt. Gitarren auf 11, monotoner Beat und vokales Inferno ist in etwa die Stooges-Formel; sie funktioniert noch immer bestens! Copes vokaler Gaga setzt wieder…

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David Krispel
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25.10.2001

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Numero Deux – The Dining Rooms

Man kann ja eines machen: wenn’s gefällt, redet man von Downbeat, wenn’s missfällt nennt man es Triphop und stimmt in den Reigen der darüber Schimpfenden ein. Vorliegendes Album macht’s mir da aber nicht leicht, macht es doch eine Gratwanderung dazwischen. Gemütliche Musik zum Chillen oder eben Muzak für den Dining Room findet der Hörer auf…

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Oliver Stummer
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24.10.2001

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Fool Bwoy – Digital / Alpha V& Hellen

Mit dieser 12″ feiert das SheeBeen-Label aus Mailand seinen Einstand. SheeBeen ist eine Kollaboration zwischen Royality Rec. und GiudanceKru, die sich beide seit Langem um italienische D’n’B-/ HipHop- und Reggae-Releases kümmern. Für die kommende Platte ist Total Science und Royalize vorgesehen. Der Track »Fool Bwoy« des englischen Producers Digital kann wahlweise als feine, zeitausreizende Dubnummer…

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Heinrich Deisl
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24.10.2001

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Funk All Y’all – Detroit Grand Pubahs

Electrofunk in Oldskool-Manier: wenn man es auf einen Punkt bringen sollte, würde man damit zumindest in die nähere Umgebung treffen. Die Grand Pubahs haben ihre Roland Synthies, die in Detroit zum Grundinventar jedes Studios gehören, angeworfen, denen die Sounds des 80er-Jahre-Futurismus entlockt und diese häufiger in Electro-, immer wieder aber auch in Oldschool-HipHop-Formen gepresst. Erstes…

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Oliver Stummer
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23.10.2001

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Vergency – Jim Denley / Martin NG

Jim Denley gehört als Saxophonist und Flötist seit langem zur Improvisationsszene Melbournes und wurde in seinem Spiel nachaltig von Evan Parker beeinflusst. Martin NG bedient Plattenspieler und CD-Player in der Art und Weise, wie sie uns schon von Christian Marclay oder Otomo Yoshihide gezeigt wurde. Im Duo bewegen sich beide allerdings in einem gemeinsamen Soundkosmos,…

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Christian König
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23.10.2001

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Quatro-Erogenic-Occupy-Theme’s – De Fabriek

Die holländische Band De Fabriek ist nun seit mehreren Jahren darin tätig, analoge Soundstrukturen mit allerhand f/x zusammenzubringen. Daraus wird teils ein rhythmus-betonter Track, der seine Anleihen in den Post-Industrial-Säurebädern genommen hat, teils eine fließende Einheit, die sich ständig gegeneinander verschiebt. Die in Holland und Japan aufgenommene Scheibe setzt die 1995 begonnenen »Save The Planet«-Sessions…

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Heinrich Deisl
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22.10.2001

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