Salam.Orient 2011: Souad Massi & Band im WienerKonzerthaus, 23. 10. 2011
Die als Blockbuster der World Music geltende Sängerin und Komponistin Souad Massi gastierte im großen Saal des Wiener Konzerthauses.
25.10.2011
Die als Blockbuster der World Music geltende Sängerin und Komponistin Souad Massi gastierte im großen Saal des Wiener Konzerthauses.
25.10.2011
Auch wenn obskure Horrorfilm-Soundtracks ja schon lange zu den begehrten Sampling-Quellen gehören (und last year’s model Witchhouse ist da nur ein Beispiel), gab es doch bis jetzt so gut wie keine genaueren Untersuchungen dazu, welche genauen Funktionen dem Sonischen der Tonspur bei Horrorfilmen eigentlich zugeteilt sind.
20.10.2011
Electrifying Mojo – das wäre die wohl kürzeste Umschreibung der Verdienste von Bo Diddley, der nicht nur als Beat Creator einen elektrifizierten Doppelgänger aus afro-kubanischen Santeria-Rhyhtmen erschaffen hat.
17.10.2011
17.10.2011
Der Mann läuft über die Vorrangstraße, bleibt einen Schritt vor der jungen Frau stehen, die am Gehsteig kniend den verstreuten Inhalt ihrer Umhängetasche aufsammelt. Der Rock ist zerrissen, an der Bluse fehlt ein Knopf. Wenn man genau hinschaut, könnte man sie sehen, die verräterischen Details ihrer halb entblößten Weiblichkeit, die kleinen Wölbungen, die verführerischen Schatten…
10.10.2011
feat. »Raw Sound of Burkina Faso«, »Luso Noir«, Wendo Kolosoy, Mamady Keita, Fatoumata Diawara ??
Foto: Wendo Kolosoy © unknown
09.10.2011
Mark E. Smith, Gründer und alleiniger Vorstand des losen Moll-Punk-Konsortiums The Fall, gilt gemeinhin als einer der letzten Überlebenden des Punk. Während seine Fans zu wissen glauben, Smith hätte das erfunden, was wir heute retrospektiv gern als »Independent« bezeichnen, behaupten böse Zungen, er hätte nie etwas anderes erfunden als sich selbst. Wie dem auch sei: The Fall klangen immer nach The Fall. Ihre Live-Gigs sind seit jeher Pflicht, und sei es nur, um nachzuprüfen, ob der ältesten Punk-Qualle dieses Planeten zwischenzeitlich Tentakel gewachsen sind.
09.10.2011
Die Verkörperung von Differenzen bildet Geschlechterkörper aus – eine Zusammenschau von Tanztheorie und bewegten Körpern im Wiener Odeon. Schwer zu empfehlen.
04.10.2011
Zum heutigen Welttierschutztag das neueste Video von Kreisky sowie der Artikel aus skug #87 samt Oktober-Tourdaten.
Jetzt mal im Ernst: Sind Kreisky tatsächlich so wütend, wie mindestens jeder zweite Medienbericht glauben machen will? Sind sie wirklich nur das allerneuste Betriebssystem für die uralte Selbstaussprache-Idee des Rock? Spielen Kreisky denn überhaupt Rock? Oder ist das alles nur Theaterdonner? Und warum machen sie dann nicht gleich Kabarett, wenn sie nicht mehr zu sagen haben als das, was alle eh schon wissen: Wie scheiße sich Spätkapitalismus anfühlt, und so ??
04.10.2011
R.E.M. also. Die haben sich aufgelöst. Sollten uns da die Tränen in den Augen stehen? Ist das überhaupt eine Erwähnung wert? Kann man die popkulturelle Bedeutung von R.E.M. irgendwie aufschlüsseln, verhandeln oder in barer Kolumnenmünze auszahlen?
03.10.2011
Seit Wochen ist mir nach purem, amerikanischem Songwriting live. Doch kein Konzert weit und breit in der Stadt. Schließlich John Vanderslice in der Kranhalle des Feierwerk. Vanderclice ist nicht hundertprozentig was ich will. Aber annähernd. Also gehe ich hin. Vanderslice befindet sich bereits auf der Bühne als ich reinkomme. Kleine Besetzung. Nur er mit Gitarre…
30.09.2011
Er läuft ja derzeit wieder im Kino, dieser 1932 von Robert E. Howard erfundene Barbar, der durch eine prähistorische Fantasywelt dümpelt und es mit bösen Zaubern, Gnomen, Monstern und sonstigem Schnickschnack aufnehmen muss. Eine verkitschte Burschentraumwelt, in der noch dazu ein frauenfeindlicher Brutalo der strahlende Held ist, gilt uns heutzutage eher als reaktionärer Unfug –…
27.09.2011
Am 27. November 2011 kommen die Progrock-Pioniere Yes nach Wien, mit brandneuer CD »Fly from here« im Gepäck, und die unbelehrbare Musikfreundin steht vor zwei gravierenden Fragen: Soll man sich diese alten Querköpfe wirklich zu Gemüte führen? Und zweitens: Progrock? Ernsthaft? Heute noch?
Fotos: www.yesworld.com
24.09.2011
Monsieur Akchoté schenkte unserem Magazin bereits viel Denkwürdiges. Im Interview gewährt er Einblick in seine universellen Aktivitäten.
19.09.2011
Gibt es den Blues in Israel? Ja, den gibt es! Das dynamische Duo TV Buddhas bestätigt das mit voller Wucht. (Erschienen in skug#81/12.2009.)
15.09.2011
In der Wiedereinführung des historischen Bandmodells um 2000 wurde der alte Wunschort Band meist nur einfältig zitiert. Wie lässt sich das alte Versprechen »Band« heute noch füllen? Auf »Life Through The V« zeigen dis*ka, dass Bands nur so gut sein können wie ihr Kontext.
14.09.2011
In den Straßen von Havanna gibt es viele Kritiker des kubanischen Regimes, doch nur wenige erheben ihre Stimme so laut wie die Rapper, deren Songs vom Kampf für Meinungsfreiheit und soziale Gerechtigkeit erzählen. Für sie ist HipHop nicht nur Musik, Tanz und Kunst, sondern Widerstand oder wie manche es nennen: ein Untergrundkrieg.
10.09.2011
Dreißig Jahre üben sich nun schon Ted Miltons Blurt in einer Art erhabener No-Wave-in-Resistance. Wie man mit dieser Haltung das Feld von Kunst und Kommerz souverän düpiert, zeigt nicht nur die alljährlich stattfindende Abschiedstour, sondern auch die erste Studioplatte seit langem.
29.08.2011
Die britischen Postpunk-Traditionalisten And Also The Trees (AATT) machen nach 22 langen Jahren endlich Station in Wien. Am 4. Oktober eröffnen sie die Programmreihe »Autumn Nights« in der fluc_Wanne. Wir machen vorab einen kleinen Spaziergang durch ihren dichten Legendenwald.
22.08.2011
Für Hüsker Dü, die Band von Grant Hart und Bob Mould, prägte der große Werner Geier den Slogan von der rasenden Gescheitheit. Grant Hart war lange verschollen, nun beehrt er überraschend im Spätherbst Europa. Er darf jetzt von einer neuen Generation entdeckt werden und an die alten Fans ergeht ein Aufruf: Lasst die Nostalgie zuhause.
Foto: © Manfred Rahs
20.08.2011
Rückblick auf 2010 anlässlich der bevorstehenden, infolge des fantastischen Line-ups (alle dabei von Benga über Falty DL bis Zed Bias) bereits ausverkauften, Ausgabe von Europas größtem Bassmusic & Soundsystem Culture Festival (1.-4. 9. 2011).
Fotos: © Ashley Taylor
Crowd: © unknown
17.08.2011
Vieles an der Band führt erst einmal in die Irre. Schon allein der Name: Parenthetical Girls: Mädchen, okay, da gibt es eins, Rachael Jensen, aber der Rest? Lauter Jungs, und vor allem Gründer und Mastermind der Band: Zac Pennington, definitiv kein Mädchen. Manchmal, allerdings, steht er im Blümchenkleid auf der Bühne: gender trouble als Farce?
Foto: © Manfred Rahs
14.08.2011
Ambivalenz war lange Zeit ein Begriff, an dem (pop-)theoretische Erlösungshoffnung klebte und damit der uralte bürgerliche Wunsch, sich mit den richtigen Medien endlich auch die Revolution ersparen zu können. Wenn erst die Uneindeutigkeit an die Macht geputscht wäre, würde alles gut. Verdammt noch mal! Nicht nur die Queer Studies redeten manchmal derart protestantisch daher. Dabei ist die Ambivalenz selbst ein ambivalenter Zustand. Davon erzählen seit Langem die Platten, die Kai Althoff in wechselnden Konstellationen aufnimmt, zuletzt und äußerst eindringlich seine dritte LP als Fanal.
Bilder: Kai Althoff
14.08.2011
Die slowenische Ausnahmemusikerin Maja Osojnik und ihre Band legen mit ihrem prachtvollen neuen Werk »?rne Vode« (»Schwarze Wasser«) ein Album im wahrsten Sinne des Wortes vor: Man kann darin tatsächlich blättern, denn es ist eine CD und ein Bildband.
14.08.2011
Einmal mehr lotet Francisco López auf der CD/DVD »köllt/kulu« die Naheverhältnisse zwischen Konkret und Abstrakt, zwischen Fieldrecordings und Processing aus. »kulu« ist praktisch paradigmatisch für den spanischen Klangforscher: Eine gut 40-minütige Exkursion, bei der man das Sirren des Regenwaldes, das Rauschen von Insekten und maschinengenerierte Musik vernimmt, diese Audiohalluzinationen sich gegenseitig auslöschen, Zuordnungen obsolet machen…
06.08.2011
Es gibt nicht allzu viele globale Musikstile und Rhythmen, die sich in die genetischen Codes der populären westlichen Musikgeschichte eingeschrieben haben. Letztlich sind es wohl nur zwei, drei Dutzend, die, wie auch Reggae oder die kubanische Rumba, weltweit aufgegriffen wurden. Mit der Bossa Nova schrieb sich zu Anfang der sechziger Jahre ein brasilianischer Musikstil so…
06.08.2011
Mit ihrem in langjähriger Recherchearbeit zusammengestellten Dokumentarfilm »Monks – The Transatlantic Feedback« haben die Filmemacher Dietmar Post und Lucia Palacios (beide waren zuvor u.a. schon bei »The Nomi Song« beteiligt) eine Band, die vor 40 Jahren eine einzige LP herausgebracht hat, wieder ins Rampenlicht geholt. Die Rede ist von den Monks, die mit ihrer Musik gleichsam im Alleingang den Sixties-Beat überwanden und dabei ohne psychedelische Umwege von heute aus gesehen (obwohl damals über Deutschland nicht hinausgekommen) sowohl Punk wie auch Techno vorwegnahmen.
02.08.2011
Improvisation als hochdifferenzierte Gratwanderung zwischen Kammermusik und Jazz über Wasseroberfläche
27.07.2011