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5000m New WR – AS 11

Das zweite, auf Antifrost erschiene Album eines in Griechenland lebenden Konzeptkünstlers und Langstreckenläufers mit dem Pseudonym AS 11 ist eine Mini-CD, auf der der 5000-Meter-Wettlauf eines Einzelnen simuliert werden soll. Die audiophone Umsetzung des »Mensch gegen Zeit-Themas« also. Ein durchgehender pulsierender Rhythmus, angesiedelt zwischen Ruhepuls und Herzkasperl, muss da natürlich das durchgehende Grundmuster bilden. Alle…

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Jürgen Berlakovich
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12.07.2012

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Kaffee und Kuchen – UGS

Sehr gemütlich jazzig gehen es Mace Ventura, Radio P. und DJ GQ auf »Kaffee und Kuchen« an. Und auch wenn der Titel beinahe wienerisch klingt, die Jungs sind aus Düsseldorf, von wo aus sie schon seit einigen Jahren in der deutschen HipHop-Szene mitmischen. Mace fällt zwischendurch durch double-time-Rapsauf, jongliert geschickt mit Silben und auch Radio…

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Oliver Stummer
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27.09.2001

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Salad Days

Diese Platte ist eine Art Abschied von Phil Bonnet, dem ursprünglichen Gitarristen der Band, der Ende ?99 tragischerweise verstarb. Thymme Jones und Dylan Posa entschieden sich nach langem Abwägen nun doch für eine Veröffentlichung der letzten gemeinsamen Aufnahmen sowie für die Weiterführung der Band mit neuem Gitarristen. Auf »Salad Days« gibt es einen Mix aus…

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David Krispel
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18.09.2001

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p.s. you love me – Kid 606

Mit dem 1999 erschienen Album »p.s. i love you« zeigte sich Kid 606 für seine Verhältnisse als fast schon sanfter und einfühlsamer Elektroniker von hohem Niveau. Minimalste Klangpartikel wurden auf »p.s. i love you« zu durchgängigen Melodien generiert, einfache, nahezu liebliche Wohlklänge kurz und gezielt mit aggressiver Elektronik und immer wieder ausbrechenden Störgeräuschen konterkariert. »p.s….

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Jürgen Berlakovich
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16.09.2001

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Shojo Toshi – Noriko Tujiko

Kurz vor dem für Mego – Releases ungewöhnlichen, weil als zumindest tendenziell melodiös zu bezeichnenden aktuellen Album »Endless Summer« von Christian Fennesz erschien im Mai die für Mego als wirklich sehr ungewöhnlich, weil als echt melodiös einzustufende Veröffentlichung »Shojo Toshi« der in Tokio lebenden Komponistin und Sängerin Noriko Tujiko. Billige Standardheimorgelsounds treffen auf seltsam durchscheinende…

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Jürgen Berlakovich
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15.09.2001

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Between Or Beyond The Iron Curtain – Various Artists

Wieder mal gräbt Crippled in Archiven, diesmal in polnischen und tschechischen. Und belegt, dass die Jazzer aus dem Osten keineswegs Grooveleugner waren und recht partytaugliche funky Arrangements (Wojciech Karolak, Gustav Brom, Big Band Katowice, Zbigniew Namyslowsky) zustandebrachten. Die Jazzrockseuche, die sich auf vorliegenden Aufnahmen vorwiegend per Keyboard äußerst, war in diesen Ländern sicherlich auch akut,…

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Alfred Pranzl
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14.09.2001

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Sad Sappy Sucker – Modest Mouse

K ist nie um Wiederauflagen verlegen, wenn es einer »ihrer« Acts geschafft hat. So gibt es jetzt das Debüt der nunmehrigen Majordarlings samt Zeug von Singles und Compilations als ausladende CD-Version in einem absolut ätzendem Cover neuverpackt zum ins-Regal-Dazustellen. Ich würde meinen: bei Modest Mouse sind die späteren Sachen interessanter, der unverbesserliche Indierock-Komplettist wird dennoch…

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David Krispel
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12.09.2001

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Saul Williams – »I say nigga more than I say meta!!!«

Preacher. Poet. Kanonenfresse und Karma-Quatscher. Das straßengeerdete US-Reinheitsgebot vom Ghettokünstler, Rap und Nietzsche im Schulterhalfter: Saul Stacey Williams entzückt als Slam Poetry-Landesmeister, Independent Schauspieler, Buchautor und MC mehr als nur schwarzweiss liberale Mittelschichten.

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Paul Poet
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12.09.2001

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Here’s Luck – Honeydogs

Das Leben eines echten Honeydogs muss man sich so vorstellen: Aus dem Radiowecker tönt Tag für Tag «Strawberry Fields Forever«, zum Frühstück wird dann eine selbstgebrannte Big-Star-CD konsumiert und auf dem Weg zum Studio wird die Autoanlage wahlweise mit dem Frühwerk von Elvis Costello oder den letzten Platten von Wilco gefüttert. An Sonntagen huldigen die…

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G. Bus Schweiger
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11.09.2001

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Korvaklapid – Pastacas

Das Debütalbum mit Titel »Korvaklapit« (estnisch für Kopfhörer) des Herrn Pastacas (estnisch für Kugelschreiber), seinerseits bildender Künstler und Musiker, liegt hier vor. Weinerlich und doch lebensfroh klingt’s, wenn Herr Pastacas zu lieblichem Elektronikgefrickel, veträumten Flöten und wohltemperierten Elektro- und Akustikgitarren in estnischer Sprache singt. Eiernder, bruzzelnder Ambient-Techno wird mit Bossa-Nova-Rhythmen und verschämter Synthesizermelodieführung vermischt und…

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Jürgen Berlakovich
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10.09.2001

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Reslab – Various Artists

Bedrohlich grummeln Subdubbässe, Pianosounds tausendfach verhallt, ebenso Drumschläge. Andreas Tillianders »Downer« ist nicht so abstrakt wie Tracks von Pole gehalten und zwingt forsch die Beine gen Tanzboden. Andere sagen auch hypnotic Dub-Tech-Groove dazu. Absolut großartig. Schweden, bislang eher Neuland in Sachen futuristischer Electronica, wird spätestens mit »reslab« kein weißer Fleck mehr auf der Landkarte sein….

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Alfred Pranzl
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10.09.2001

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Tonto

Marke Eigenbau, homegrown in Graz

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Heinrich Deisl
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10.09.2001

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Ub/Abu – Hubbub

Französische Impromusik, die weite Spannungsbögen aufbaut. In Österreich ist das Quintett Hubbub eine unbekannte Größe, doch sollte sich dies mit diesem Album ändern. Die Musiker selbst gehen dem Ursprung ihres Bandnamens gründlich nach. Zahlreichen Quellen, vom Onlinedienst bis zur Enzyklopädie, ist zu entnehmen, dass das gälisch-schottische Wort Hubbub ein lautes Geräusch, Tumult und Konfusion beschreibt….

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Alfred Pranzl
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08.09.2001

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Wichita Lineman – Friends Of Dean Martinez

Von wegen Easy Listening! Die rocken, was das Zeug hält! Live war das mir (dem es eigentlich nie genug rocken kann) schon fast zuviel des Guten. Auf »Wichita Lineman« nehmen sie das Tempo im Kern der Platte dann doch heraus und schwelgen in Morricone-mäßigen Soundsphären und üben sich in kleinen bongounterstützten Ausflügen auch gerne am…

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David Krispel
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06.09.2001

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Dachte Musik – Dachte Musik

Absolut bewusstseinserweiternd. Wo nicht Virtuosität, sondern Reduktion und Abstraktion bestimmend sind, wird das Überflüssige, das Übermaß zugunsten einer transparenten Akustik ad acta gelegt. Auch heißen die Kompositionen von Radu Malfatti (Trombone) und Franz Hautzinger (Quartertone Trumpet) schlicht »Dachte Musik 01« und »02«. Üppig ist einzig die Dauer: je CD über eine Stunde! Viel Zeit wird…

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Alfred Pranzl
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05.09.2001

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Studio One Soul – Various Artists

Eine weitere Goldgrube aus dem Kingstoner Studio One versammelt 18 umwerfende Interpretationen amerikanischer Soulklassiker, die in ihrer jamaikanischen Adaption ein kaum mehr zu entwirrendes Stilgeflecht auffächern. Hör dir nur die Sound-Dimension-Version des im Booker T.-&-The-MGs-Original ursprünglich rasiermesserscharfen »Time Is Tight« an, und du hast eine ungefähre Vorstellung der Mutationen, die auf diesem Sampler allgegenwärtig sind….

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David Krispel
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04.09.2001

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AlterMEDIUM Moskau

Das Theremin Center packte zeitgenössische Musik raffiniert in ein denkwürdiges Festival.

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Alfred Pranzl
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31.08.2001

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Substrata – Biosphere

»Als die Sonne den Horizont küsste«: Was für ein schwermütiger Auftakt, was für ein Cover, das einmal mehr Jon Wozencroft designt hat. Bläuliches Licht dämmert entlang eines engen, bewohnten und von Verkehrssträngen durchzogenen Küstenstreifens, der sich in Südamerika befinden dürfte. Schlieren von keyboardabgeleiteten Sounds schwären, ziehen wie ein Nebel den Steilhang hoch. Dunkel drohen Bässe…

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Alfred Pranzl
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31.08.2001

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Flow – Foetus

Den alten Teufel aus dem Sack geholt. Was macht der Star des misogynen 80s-Stomp, des überdramatisierten Glamdustrial, des Breitwand-Hatepop, des »Alles muss schnell sterben! Wir machen freudig mit!« heute? Wenn die großen US-Feindbilder wie Russland und China Kartellbrüder sind. Wenn Heroin und Waffensex als Schulstandards keine Straßenexotik mehr versprühen. Wenn Satanspapas Kinderchen, die seinen Stil…

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Paul Poet
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29.08.2001

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Jump Start – Dynamoe

Shantel in Big Beats und technoidem Stampffunk. Dass das von TripHop geschaffene Popgebäude nur in zart ziselierten Rhythmen aufgegossen werden darf, ist Grundklischee des Grooveschnösels, für den Fatboy und die Chemical Bros. miese Proletenmucke darstellen. Beim dänischen Duo Dynamoe aber haben Armani-Träger schon mehr intus als den Mittags-Perignon und die Nachmittagsline, lehnen mit heraushängenden Geschlechtsteilen…

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Paul Poet
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29.08.2001

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Survivor – Destinys Child

DIE Glückskindchen des R’n’B. Und trotzdem: Calculation kills creativity. Fein, dass all das Riot Grrrlen, die zornigen Grunge-Zicken, der Popkultur-Feminismus nicht nur Punkfrauen in die Frühpension brachte, sondern so was Ähnliches wie Emanzipation im Mainstream. Die Spice Girls wurden schon als verblödungsfreudige Teletubbies-Version identifiziert. Was aber heute die Wegscheide R’n’B, die Hochkommerzinstanz des Massenbilds von…

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Paul Poet
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28.08.2001

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With Russia From Love – Leonid Soybelman

»Gewidmet dem russischen Enfant Terrible und Komponisten Sergej Kurjochin (1954 – 1996)«. Erst jetzt erscheinen die dekonstruktivistischen Erinnerungen an den russischen Performancemusiker, der immerhin auch einen Österreich-Auftritt beim»Töne & Gegentöne«-Festival in Wien zu verbuchen hatte. Die Aufnahmen, mitgeschnitten beim »Merge Festival 1997« in Tokyo, dokumentieren ein Rockfeuerwerk, das einerseits bombastisch herniederprasselt, aber in seiner Codierung…

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Alfred Pranzl
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28.08.2001

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Deep Down And Dirty – Stereo MC’s

»Deep Down And Dirty«: Schnell klingt ein Titel wie dieser ein wenig anmaßend, aufgesetzt. Bei den Stereo MCs bedeutet er: raus aus den schicken Clubs, die sie mit »Connected» erobert hatten, rein in etwas weniger mondäne, dafür vitalere Ambiente. Diese Platte scheint den Gesetzen der Zeit zu spotten: Um die fast zehn Jahre, die es…

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Bruno Jaschke
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27.08.2001

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Grinning Cat – Susumu Yokota

Sein letztjähriges Album »Sakura« brachte Susumu Yokota die Huldigung »Electronica-album of the year« im englischen »The Wire« ein. Damit liegt die Messlatte also ganz schön hoch. Glücklicherweise gibt es im skug keine Rankings und man kann die Platte ohne den ganzen Ballast hören. Yokotas Referenzen liegen irgendwo zwischen (neo-)klassischer Musik und den Entwürfen eines Steve…

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Heinrich Deisl
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26.08.2001

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Master of Brutality – Church of Misery

Der in Scheiße gebadete Kretin atmet tief durch. Aus dem Bündel in seiner Hand rutschen geschabtes feuchtes Fleisch und ein angequetschter Augenball. Splitter von Rasierklingen im Haar. Mund auf. Augen zu. »We Hate Trend! We Hate Corporate Attitude! We Hate The Word (Röchelndes Durchatmen) ! Death to False Stoners! L-E-T-T-H-E-R-E-B-E-D-O-O-M!« Ich mein, was erwartet man…

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Paul Poet
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25.08.2001

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Jazzfest Saalfelden

Eine Jazz-Institution lädt zur 23. Vollversammlung

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Stefan Parnreiter
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22.08.2001

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Beat – Brückner Beat + The Lone World Trio

His Masters Voice war ja wärmende Begleitung durch ausnahmsweise unpeinliche Tage der Filmsynchronisation. Der »Taxi Driver« inmitten der Regenstrassen New Yorks. Der kreuz wie quer junkende und hurende Oberbulle Harvey Keitel. Christian Brückners Stimme untermalte irgendwie immer diese verlausten Amis in der nach dreckigem Jazz schreienden Nachtstadt. Sie hatte was von ebenbürtiger cineastischer Energie, brach…

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Paul Poet
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21.08.2001

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Endless Summer – Christian Fennesz

Was für eine Platte, was für ein Cover, was für ein Titel! Dabei, den letzteren müssten eigentlich alle als Drohung verstehen, die mit »Sommer« endlos Sonne, endlos Strand, endlos Meer, endlos Surfen, endlos Eisschlecken, endlos neueste Bademode, endlos Donauinsel verbinden. Dieser Sommer steht im Zeichen der Festplatte, der Stromwellen und Passagen tiefer Kontemplation – das…

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Bruno Jaschke
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20.08.2001

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Creative Cookery – Balduin

Fett und sämig. Maitre Balduin zwirbelt ein breites Areal jazzblubbernden Allerleis zu einem zünftigen Sößchen, das man eher bei K7!, Ninja Tune oder Pork oder von Ian Simmonds oder Funki Porcini vermutet hätte. Den Plattenflohmarkt plündern und in gleichgroße Stücke wechselhaft pulsenden Downbeats zu schneiden mag heute nicht das originellste Handwerk sein. Aber Schweizer erfreuen…

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Paul Poet
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19.08.2001

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Time Of The Ancient Astronaut – Spaceheads and Max Eastley

Zufallstreffen des Trompeten/Drum-Duos mit Max Eastley, der sein selbstgebasteltes Instrument The Arc (»an electro acoustic monochord«) spielt. Beim Versuch, im Studio die Atmosphäre des ersten Clashes bei einer Multi-Media-Extravaganza nachzustellen sind sie gescheitert, und haben sich einfach für die Veröffentlichung der Liveaufnahme entschieden. Das Wort sphärisch ist zwar abgenudelt, trifft hier aber wirklich zu. Andy…

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David Krispel
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18.08.2001

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