Dynamoe

Jump Start

Apollo

Shantel in Big Beats und technoidem Stampffunk. Dass das von TripHop geschaffene Popgebäude nur in zart ziselierten Rhythmen aufgegossen werden darf, ist Grundklischee des Grooveschnösels, für den Fatboy und die Chemical Bros. miese Proletenmucke darstellen. Beim dänischen Duo Dynamoe aber haben Armani-Träger schon mehr intus als den Mittags-Perignon und die Nachmittagsline, lehnen mit heraushängenden Geschlechtsteilen über den Tisch der Straßenbar und locken zärtlich mit der Handschelle zum Spielchen. »Jump Start« ist vor allem Single-Compilation, deren bereits bekannte Titel wie »TNT@bitch« und »Hang On« die brachial laute, blöd blökende Breakbeatgurke geben. Dazwischen schmuggelt man wie der eingangs verglichene Herr Stefan Hantel ein paar Pop-Vocaliser wie Adrian Wilding, der den Noveau-Rich-Bowie als Callboy-Dinner-Surprise gibt, um das Gesamtwerk zu edeln. Was Dynamoe aber wirklich bewegt, ist niederster Triebinstinkt. Und der bricht mit Genuss, OK und viel Naturschweiß durch die sauteuren Designerklamotten.