Hubbub

Ub/Abu

For4Ears Records

Französische Impromusik, die weite Spannungsbögen aufbaut. In Österreich ist das Quintett Hubbub eine unbekannte Größe, doch sollte sich dies mit diesem Album ändern. Die Musiker selbst gehen dem Ursprung ihres Bandnamens gründlich nach. Zahlreichen Quellen, vom Onlinedienst bis zur Enzyklopädie, ist zu entnehmen, dass das gälisch-schottische Wort Hubbub ein lautes Geräusch, Tumult und Konfusion beschreibt. Nun denn, bis es so weit ist, fließt doch einiges Wasser die Seine hinunter. Geschult in einem Improtreffen mit Otomo Yoshihide, Bob Ostertag oder Pascal Battus, knüpfen Frédéric Blondy (pi), Bertrand Denzler (tenorsax), Jean-Luc Guionnet (alt/sopransax), Jean-Sébastien Mariage (e-g) und Edward Perrraud (perc) zunächst einen zartbesaiteten Soundteppich. Doch gegen Ende kommt das bisschen Ekstase auf, das dem Namen des Quintetts doch ziemlich gerecht wird. Die im Albumtitel genannten beinahe dreißigminütigen Improvisationen sind eben kunstvoll verzwirbelte Arbeiten, die allmählich in dosierten Aufruhr übergehen.