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»It seems to be a Lunapark«: Afrika Shoah Memory Festival-Rückblick

Krar, elektronische Oud und äthiopische Leier in Erinnerung an die Shoah – drei interessante, für Viele bisher unbekannte Istrumente. Heftig und wild am ersten Festivaltag, nachdenklich und »frejlech« am zweiten: Das Afrika Shoah Memory Festival im fluc am 3. und 4. November. Eine Rückschau.

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Kerstin Kellermann
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30.11.2015

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Tanz den Mussolini – Wider die destruktiven Todesanbeter in Paris

Musik erzeugt eine lebendige, antidestruktive Kraft, die »Reinheitsfanatiker« und destruktive Spielverderber fürchten. Sogar wenn die Band Eagles of Death Metal heißt. Das musste in Paris in einer Konzerthalle bestraft werden.

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Kerstin Kellermann
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14.11.2015

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Afrika Shoah Memory Festival, 3. und 4.11., fluc

skug thematisierte im Oktober 2014 mit dem Festival Polska skug A radikal Vol. 1 zum ersten Mal in Österreich die Musik der zweiten und dritten Generation nach der Shoah (abgesehen von Klezmer). Nun wird bei einem zweiten Festival der Shoah-Schwerpunkt in Richtung afrikanischer Diaspora erweitert.

Live am 3. und 4. November, jeweils ab 20 Uhr
fluc, Praterstern 5, 1020 Wien

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Kerstin Kellermann
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23.10.2015

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In Szene gesetzt: Phonofemme 2015

Gesten gegen die »Militärischheit«, Hitler vor dem Spiegel und Jimi Hendrix-Revival. Der erste Tag des PhonoFemme-Festivals 2015 im Wiener Konzerthaus. Mit Favorisierung der Schlagzeugerin Olga Nosova.

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Kerstin Kellermann
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09.10.2015

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»Sing, sing!«, schrien die Zuschauer: Amy Winehouse im Kino

Der Doku-Film »Amy. The Girl behind the Name« des britischen Regisseurs Asif Kapadia nimmt der frechen und großartigen Sängerin die Verantwortung für ihr Schicksal. Jugendliche Rebellion ist eben auch eine Art Blockade, vor allen Dingen, wenn einen der eigene Vater auf Tour treibt.

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Kerstin Kellermann
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07.08.2015

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»Diese Nacht hat mich zerbrochen«: Eduard Freudmann

Wie geht die dritte Generation nach der Shoah, die Enkel der im KZ Ermordeten und der Ûberlebenden, mit den schrecklichen Ereignissen um? Endlich tauchen auch Ambivalenzen und Dialektiken aus dem Dunkel auf und man wird genauer. Einer, der sich in einer Performance damit auseinandersetzt, ist der Wiener Künstler Eduard Freudmann.

Stattgefunden hatte »The White Elephant Archive« Mitte Juni Im Rahmen von »Hotel Métropole. Der Erinnerung eine Zukunft geben«, der diesjährigen Veranstaltungsserie des Festivals Into the City/Wiener Festwochen.

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Kerstin Kellermann
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12.07.2015

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»Ein anständiger Mensch hatte Widerstand zu leisten«

Sandleiten-Chronik
Erinnerungen an zwei Widerstandskämpferinnen

»Das waren keine englischen Fallschirmspringer, das waren Österreicher«, protestiert Peter Schwarz am Telefon. Frau Roubicek, die Schulfreundin seiner Mutter, hatte sich nicht ganz richtig erinnert (vgl. »Man kann es nicht gut machen«).
Anna und Jutta Vitek gerieten ins Gestapo-Verhör – im ehemaligen Hotel Métropole am Morzinplatz, das heuer Erinnerungsschauplatz des Festivals Into The City war -, weil sie Fallschirmspringer im Sandleitenhof versteckt hatten. Peter Schwarz, der Sohn beziehungsweise Enkel der beiden, erzählt vom Widerstand zweier mutiger Frauen.

Peter Schwarz ist Geschäftsführer von ESRA, dem 1994 in Wien eingerichteten psychosozialen Zentrum für NS-Ûberlebende, jüdische Migranten und die jüdische Bevölkerung Wiens. Darüber hinaus ist ESRA Anlaufstelle traumatisierter Flüchtlinge aller Konfessionen.

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Kerstin Kellermann
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12.07.2015

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Lydia Lunch »Kunst als Selbstentgiftung«

Spoken Word-Ikone Lydia Lunch bekämpft Kriege, das Patriarchat, den Tod und sexualisierte Gewalt mit ihrer Lyrik, Musik und (Selbst-)Liebe. Im Interview erzählt die ›Königin der Selbstermächtigung‹ von den Gründen ihrer Wut und anderen Quellen für schöpferische Arbeit. Das Gespräch wurde anläßlich des skug #100-Festivals im Oktober 2014 geführt.

Aktuelle CD/LP: Lydia Lunch Retrovirus: »Urge To Kill (Rustblade/Hoanzl).

Ûbersetzung: Friederike Kulcsar
»english version

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Kerstin Kellermann, Nina Prader
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15.06.2015

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Die Talking Drum des Komödianten

Let the Drum do the Talking. 10. Juni 2015, Taktlos Wien: Mamadou Diabate, Wolfgang Puschnig, Jon Sass. Eine sehr subjektive Prolo-Schlagzeug Kolumne.

Fotos: Christof Moderbacher

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Kerstin Kellermann
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13.06.2015

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Susan Sontag: The Genius Shmok in War Times

Beim Wiener identities – Queer Film Festival wird der Dokumentarfilm »Regarding Susan Sontag« von Nancy Kates gezeigt. Außer um verschiedene Lover geht es um Hanoi, Sarajevo und die Shoah – mit etwas viel Geigengedudel.

 

 

Fotos: »Regarding Susan Sontag«.
Regie: Nancy Kates. Filmstills

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Kerstin Kellermann
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06.06.2015

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Louises Destinations: Spiral Woman und Drehtüren

Hängende oder schwebende Skulpturen drücken Ambivalenzen und Zweifel aus, sagte die New Yorker Bildhauerin Louise Bourgeois einmal. Im Haus der Kunst in München und bei der Destination Wien sind einige solcher Ambivalenzen zu sehen.

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Kerstin Kellermann
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06.05.2015

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Punktierte Schläge, Glamour, Störprogramm: Sheila E.

8. 4., Porgy & Bess Wien. Als der Schlagzeuger sein Solo zu lang anlegt und nicht mehr aufhört, beschmeißt Sheila E. ihn mit Sachen. Sie singt süß, schlägt punktgenau zu und hüpft auf der Stelle. Die subjektive Prolo-Schlagzeugkolumne.

Fotos: Alfred Pranzl

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Kerstin Kellermann
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17.04.2015

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»Mein Drama findet nicht mehr statt«: Emel Heinreich

Lange nicht so anstrengend wie das echte Leben: Das Theaterstück »InBetween« in der Regie von Emel Heinreich über das schreckliche Schicksal von türkischen Transsexuellen wandert tapfer am Rande des Schmerzes entlang und sucht nach Ursachen und Erklärungen. Zur Erinnerung an Hande, eine im Jänner 2015 in Wien ermordete Asylwerberin aus der Türkei.

Alle Fotos (c) Francisco Peralta Torrejón

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Kerstin Kellermann
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23.03.2015

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Bild- und Sounderzeugung statt Theorie: Biennale Venezia

Prisoner Songs, Factory Songs, Performances, neu entstandene Opern: Okwui Enwezor, Direktor des Hauses der Kunst in München, wird dieses Jahr die Art Biennale Venezia sehr lebendig ausrichten. Ein Vorab-Bericht.

Alle Fotos (c) Heiko Kilian Kupries

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Kerstin Kellermann
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17.03.2015

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We are all drying, Caroline: Tricky Women Filmfestival

In der Vorschau auf das Tricky Women Filmfestival stach »Half Wet« hervor, mit roten, nackten Männern vor rosa Himmeln auf leerer Erde. Wir trocknen aus, Leute! Feuer- wassernachschub gibt es Mitte März im Metro Kino.

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Kerstin Kellermann
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03.03.2015

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Freigeist zwischen den Tönen: Mia Zabelka

Die E-Violonistin Mia Zabelka, die schon als Kind Yehudi Menuhin oder Stephane Grapelli liebte, erzählt im skug- Interview exklusiv von ihrer Familiengeschichte – reisenden jüdischen Musikern über Generationen, von denen einige während der Shoah ermordet wurden.
Original in skug #100, 10-12/2014 

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Kerstin Kellermann
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15.02.2015

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Alisa Yoffe: Russische Punks als Abdruck des Universums

»Every bullet you shoot at us becomes a letter« steht über Bleikugeln und Bleilettern. Punks sind als Imagination auf einen Thoravorhang mit dicken, schwarzen Pinselstrichen an die Wand gezeichnet. In »Tales of Two Cities« im Museum am Judenplatz assoziieren KünstlerInnen zu Objekten aus zwei Sammlungen in Moskau bzw. Wien.

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Kerstin Kellermann
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24.01.2015

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Tuba or not Tuba

 Es muss schön sein, einen Vater zu haben, der einen auf der Tuba unterstützt.

Im Taktlos (Wien), 30. 12. 2014, Jon und Jonny Sass und die Calypso Band. Eine subjektive Prolo-Kolumne auf Abwegen.

Fotos: Florian Fusco

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Kerstin Kellermann
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01.01.2015

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Lydia Lunch: A Truce with the Terrorists

»Because of death, I am desperate to live« – Lydia Lunch battles war, daddy, death, and sex with music, spoken word and self-love. »We live shorter than sea turtles«, she said in a Spoken Word Interview.

»german version

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Kerstin Kellermann, Nina Prader
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03.12.2014

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Realitätnahes Xylophon zwischen Punk und Liturgie

Beim Polska skug A Radikal Festival im Wiener Fluc, 7. November 2014, zeigte sich beim Auftritt von Barbez aus New York Fragmentarisierung als künstlerische Strategie der zweiten und dritten Generation nach der Shoah. Eine subjektive Prolo-Schlagzeug-Kolumne über das neue Rhythmus-Instrument Xylophon.

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Kerstin Kellermann
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13.11.2014

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Polska skug A radikal

Zwei miteinander historisch verwickelte, sich großteils musikalisch überlappende Schwerpunkte kennzeichnen das in Kooperation mit dem Polnischen Institut Wien stattfindende skug #100-Festival im Wiener Fluc: Subkulturelle Sounds aus Polen sowie Konzerte von MusikerInnen der zweiten bzw. dritten Generation nach der Shoah.

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Alfred Pranzl, Curt Cuisine, Kerstin Kellermann
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02.10.2014

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»Wir ham verloooooren« – Trommelwirbel, yeah

DeValira im Venster am 22. 8. 2014.
Ihre Musik nennen sie »Wiena njukor« (Wiener Newcore).
Eine Prolo-Schlagzeugkolumne.

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Kerstin Kellermann
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20.09.2014

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Astma – Rettet die Russen vor ihnen selber

Alexei Borisov/Olga Nosova aka Astma + Special Guest NOID (Arnold Haberl) gastierten am 14. 8. 2014 im Salon skug im Wiener rhiz.
Ist das jetzt der russische, rebellische Mädchen-Style? Olga zuckt aus am Schlagzeug, schreit rum, mit Hall, Nachhall hinterher. Eine subjektive Prolo Schlagzeug Kolumne.

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Kerstin Kellermann
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21.08.2014

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»Sie verteidigte ihre Kinder mit dem Küchenmesser«

Die Sandleitnerin Ingrid Garnitschnig* erinnert sich an die Geschichte ihrer Familie in Kärnten. Ihre Tante wurde von den Nazis verschleppt und in Auschwitz vergast. Garnitschnig lebt sehr gerne in Sandleiten, weil es »ein Widerstandsnest« war, sagt sie im Gespräch mit skug/ SOHO IN OTTAKRING.

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Kerstin Kellermann
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12.08.2014

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Die Antibalas und Felas Timekeeper

Sharon Jones, Charles Bradley und die Antibalas in der Daptone Soul Revue, Jazzfest Wien, Staatsoper, 2. 7. 2014. Die subjektive Prolo Schlagzeug Kolumne

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Kerstin Kellermann
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04.07.2014

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Prince’s hard worker on the drums

»We could play this song or that,« Prince proposes to a singing, dancing and emotionally captured audience. »Vienna!« June 7, 2014, Vienna City Hall, Prince & 3rdEyeGirl. A subjective proletarian drum column on American astray.

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Kerstin Kellermann
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26.06.2014

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Vollgas muss klingen wie Vollgas

Mazen Kerbaj/Franz Hautzinger, Dieb 13 im rhiz am 18. Juni sowie Mazen Kerbaj/Didi Kern im MÖE am 10. Juni 2014.

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Kerstin Kellermann
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21.06.2014

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»I Onda Je Sve Pocelo« – }EN

Alle drei Musikerinnen singen: die eine Wörter, eine andere gezogene Töne, die dritte Nachhall, aber mit Stimme. Dadurch entsteht eine Art dreidimensionaler Musik-Raum. Gitarre. Altmodischer Synthie-Klang. Auf dieser vom österreichischen Label Unrecords produzierten (Danke!) CD der Zagreber Frauenband ŽEN kommt die Schlagzeugzentrierung nicht so stark heraus wie beim Konzert im Wiener OstKlub, bei dem die…

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Kerstin Kellermann
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17.06.2014

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Prince’s hard drum worker

»We could play this song or that«, schlägt Prince dem Publikum vor, das extrem viel selber singt und tanzt und sich emotional einfangen lässt. »Vienna!« 7. Juni 2014, Wiener Stadthalle, Prince & 3rdEyeGirl. Die subjektive Prolo-Schlagzeugkolumne auf amerikanischen Abwegen.

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Kerstin Kellermann
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09.06.2014

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»Jura Soyfer – Lieder Von Der Erde Und Von Den Menschen« – Maren Rahmann

»Wandere Schwester und such‘ dir eine andere Zeit«. Ein sprechender, nachdenklicher Kontrabass sorgt für bassige Einleitungsmelodien auf dieser Jura Soyfer-Würdigung. Sängerin Maren Rahmann legt das »Lied Vom Einfachen Menschen« viel kämpferischer an als die zarte, weiche, sanfte Version der Schmetterlinge. Rahmanns Vertonungen intonieren keinen 1970er Jahre-Sound mehr, immerhin schreiben wir das Jahr 2014. Klingt ein…

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Kerstin Kellermann
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08.06.2014

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