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Bridget Hayden and the Apparitions – »Cold Blows the Rain« – Basin Rock

In Irland und England gibt es eine reiche Folk-/Psych-Folk-/Folk-Rock-Tradition, angefangen bei Shirley Collins (später auch zusammen mit der Albion Country Band), Pentangle, The Incredible String Band und Fairport Convention über Steeleye Span und Clannad bis hin zu jüngeren Formationen wie Lankum, The Shoveldance Collective oder Landless. Seit über zwanzig Jahren treiben auch The United Bible…

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Holger Adam
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24.03.2025

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Chuck Roth – »watergh0st songs« – Palilalia

Ich war ziemlich überrascht, als ich »watergh0st songs« von Chuck Roth das erste Mal aufgelegt und angehört habe. Erschienen ist das zweite Album des wohl männlich zu lesenden Musikers aus New York auf Bill Orcutts Palilalia Label, und aus dem Katalog des Labels sticht »watergh0st songs« heraus, denn das Album ist ausgesprochen sanft und ruhig….

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Holger Adam
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19.03.2025

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Paysage d’Hiver – »Die Berge« – Kunsthall Produktionen

Das neue Album des Schweizers, der sich Wintherr nennt, ist bereits im letzten November erschienen, und der Black Metal des Ein-Mann-Projektes ist so kalt, wie der Winter – Klimawandel hin oder her – in den titelgebenden Bergen noch immer ist. Der musikalische Schneesturm tobt über eine Spielzeit von fast zwei Stunden durch die Rillen von…

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Holger Adam
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19.03.2025

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Havukruunu – »Tavastland« – Svart Records

Metal als Genre stirbt nicht auf dem Schlachtfeld, sondern im Bierzelt. Das gilt besonders für Genres wie Viking und Pagan Metal, wo im schlimmsten Fall Bands wie Feuerschwanz lauern, die höchstens am Beckenrand eines Bällebades Fünfjährige bespaßen sollten, und am anderen Ende des Spektrums die Halunken von Havukruunu zum Erfolg verdammt sind, wenn sie so…

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Holger Adam
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19.03.2025

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Gunn-Truscinski Duo – »Flam« – Three Lobed

»Flam« ist das fünfte Album des Gunn-Truscinski Duos, und wer alle oder eines der Vorgängeralben kennt, der kann hier schon aufhören zu lesen und bedenkenlos zugreifen. Allen anderen sei mit dem Hinweis auf das neue Album von Steve Gunn und John Truscinski dieses ebenfalls wärmstens empfohlen. Warum? Nun, das Duo hat sich einer Art akustischer…

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Holger Adam
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14.03.2025

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Sophia Djebel Rose – »Sécheresse« – WV Sorcerer Productions/Oracle Records/Ramble Records

»Here she comes / You better watch your step / She’s going to break your heart in two / It’s true…« Ich leihe mir die einleitenden Worte von Lou Reed bzw. The Velvet Underground & Nico, um die Erscheinung von Sophia Djebel Rose und den Eindruck, den sie – offensichtlich, vermutlich – hinterlassen will, etwas…

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Holger Adam
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13.03.2025

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Ailbhe Nic Oireachtaigh – »Lux Gratis« – Kraak

Ailbhe Nic Oireachtaigh ist eine irische Musikerin, die ich eigentlich schon hätten kennen müssen, denn ich habe Platten und Kassetten von Cian Nugent & The Comos, Three Eyed Makara oder Woven Skull im Regal stehen, und dort ist sie mit ihrer Viola zu hören. Auch mit Alastair Roberts oder Haley Fohr (Circuit des Yeux) und vielen anderen hat sie schon zusammengearbeitet, und sie spielt auch nicht immer oder ausschließlich Viola. Auf »Lux Gratis« ist sie außerdem mit Gitarre, Keyboards, Orgel und diversem (nicht-)elektronisch unterstütztem Kleinzeug zugange. Ebenfalls am Album beteiligt: Sam Comerford mit Flöten, Tenor- und Basssaxophon sowie Bassklarinette. Mit […]

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12.03.2025

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Universal Light – »Universal Light« – Self-release

Abseits der weiten Verbreitung im popkulturellen Mainstream findet Americana als musikalisches Genre nicht selten ihre Umsetzung im Format der Hausmusik. Menschen spielen zusammen auf vorwiegend akustischen Instrumenten und mit geringem technischem Aufwand vor kleinem Publikum an nicht klassisch konzertanten Orten; auf der Veranda, in Stuben, Galerien und Off-Spaces. Da kann im Prinzip jede*r mitmachen. Aus…

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12.03.2025

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De Vlaamse Primitieven – »Lucht van een andere planeet« – Pang Pang Records/Carbon Records

»Lucht van een andere planeet« ist das Debütalbum des belgischen Gitarren-Duos De Vlaamse Primitieven. Der Name des Duos beleiht historische Bezüge. Künstler der sogenannten altniederländischen Malerei werden seit dem 19. Jahrhundert unter dieser Bezeichnung zusammengefasst. Ferner spielt »Primitieven« auf die musikalische Tradition des American Primitive an. Es geht also doppelt kodiert zur Sache, mindestens. Die…

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Holger Adam
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11.03.2025

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Organic Pulse Ensemble – »Zither Suite« – Ultraääni Records

Was ist Jazz? Mein innerer Joachim-Ernst Berendt ruft: »kollektive soziale Praxis der musikalischen Improvisation«, »gemeinsamer musikalischer Austausch und die Fähigkeit, sensibel aufeinander zu hören und spontan auf Impulse des Gegenübers zu reagieren«. Also ungefähr so. Auf jeden Fall irgendwas, das man zusammen macht. Nicht so Gustav Horneij. Ein Schwede, der in Göteborg vor sich hin…

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Holger Adam
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06.03.2025

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Pretty Lightning – »Night Wobble« – Fuzz Club

In Szenen eingebettet und so nebenher über Musik schreibend erfüllt die Rezension, die, so darf befürchtet werden, kaum mehr jemand liest, nicht selten die Funktion des offenen Briefes an Freund*innen oder, um es etwas sachlicher auszudrücken, eines Gefälligkeitsgutachtens. Nachvollziehbare Einwände gegen diese Art des Feedbacks gibt es viele, die Forderung »Kein Schulterklopfen« (Kolossale Jugend) ist…

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Holger Adam
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04.03.2025

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Edgar Wappenhalter – »IJsschots Veenlaag Mist« – Morc Records

Dieses Album ist bereits im Oktober des letzten Jahres veröffentlicht worden und es gab im Vorfeld bei skug ein Interview mit Steve Marreyt, der als Edgar Wappenhalter Musik macht. Man kann Sachen aber ruhig zweimal sagen, das schadet nicht und gegenüber der vermeintlichen Flüchtigkeit der Moderne und der Aufmerksamkeitsspanne des gewöhnlichen TikTok-Users ist es ohnehin eine Tugend, antizyklisch, langsam und wiederholend durch die Gegenwart zu bummeln. Passend dazu klingt die Musik von Edgar Wappenhalter aus der Zeit gefallen, man könnte auch selten genutzte Adjektive wie »traumverhangen« applizieren, denn historisch steht die Musik in der Tradition neuseeländischer Schlafzimmer-Astronauten wie Alastair Galbraith […]

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Holger Adam
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04.03.2025

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Pino Nuvola – »A Fronte Praecipitium, A Tergo Lupi« – Pipapop Records

Nach Daniel Bachman und Liam Grant hier ein drittes Album mit instrumentaler Gitarrenmusik à la Fingerstyle. Wenn Bachman zumindest in der Wahrnehmung und qua umfangreicher Diskografie etabliert ist und Grant in Zukunft immer mehr Aufmerksamkeit zukommen kann, so fällt der Italiener Stefano Durighel, der unter dem Namen Pino Nuvola veröffentlicht, bisher kaum oder gar nicht…

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27.02.2025

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Liam Grant – »Prodigal Son« – VHF Records

Der denkbar blödeste Einstieg in dieses Review geht ungefähr so: Liam Grant ist der neue Daniel Bachman, der aufgehende Stern im Fingerstyle-Guitar-Genre (formerly known as American Primitive). Das ist einerseits unfair, andererseits stimmt es irgendwie auch, aber so kommen wir ja nicht weiter. Liam Grant weiß ohnehin um die Ahnenreihe des Genres, von frühen Pre-War-Folk-Blues-Gitarrist*innen wie Mississippi John Hurt oder Elisabeth Cotton über die einschlägig bekannten John Fahey und Robbie Basho bis hin zu Jack Rose und all den noch eher jungen Musiker*innen, zu denen eben auch Liam Grant zählt. Der hat mit »Prodigal Son« sein zweites Album veröffentlicht, es […]

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26.02.2025

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Daniel Bachman – »Moving Through Light« – Self-release

Daniel Bachman ist ein amerikanischer Musiker, der in der Nachfolge von Jack Rose im lange American Primitive genannten Genre instrumentaler Gitarrenmusik in den letzten 15 Jahren zu internationaler Bekanntheit gelangte. Seitdem ist einiges passiert. In der Wahrnehmung von u. a. post-kolonialen Perspektiven hadern manche Vertreter*innen des Genres seit einigen Jahren mit dessen tradierter Bezeichnung, und…

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25.02.2025

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Alvarius B – »Frankfurters with Love« – El Burro’s Inscrutable Intentions / Unrock

Die Veröffentlichung eines Tonträgers in Kleinstauflage kann aus sehr unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und bewertet werden. Ist die Verknappung eine Rückzugsgeste mit Selbstmarginalisierungseffekt, ist sie Ausdruck elitärer Gesinnung oder die bedarfsgerechte Reaktion auf die zu erwartende Reichweite und den zahlenmäßigen Absatz einer Veröffentlichung in physikalischer Form? 30 Kassetten, 300 Schallplatten oder 3.000 CDs müssen erstmal ihre…

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Holger Adam
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12.02.2025

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Das Jahr 2024 in Listen

»Brain rot« ist laut Oxford University Press das Wort des Jahres. Es beschreibt das geistlose Scrollen in Sozialen Medien. skug liefert zum Jahresende traditionell seine lange Liste zum Endlosblättern, allerdings ist die wie immer geistreich und belebend. The scroll is on!

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Adrian Malliga, Alfred Pranzl, Ania Gleich, Ariana Koochi, Chris Hessle, Christian Egger, Didi Neidhart, Florian Rieder, Frank Jödicke, Georg Schneider, Holger Adam, Jannik Eder, Jenny Legenstein, Lisa Wallerstein, Lutz Vössing, Michael Zangerl, Mio Michaela Obernosterer, Peter Kaiser, Redaktion, Sepp Wejwar, Ulrich Musa-Rois, Walter Pontis
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27.12.2024

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Sun Worship – »Upon the Hills of Divination« – Vendetta Records

»Upon the Hills of Divination« ist das zweite Album der Berliner Black-Metal-Band Sun Worship, seit diese vor ein paar Jahren vom Trio zum Duo geschrumpft ist. Das hat der Durchschlagskraft der Musik keinen Abbruch getan. Apropos Abbruch: Szeneintern spricht man gern von Abriss, wenn live ordentlich die Fetzen fliegen, und damit kommen wir zum Kern…

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04.12.2024

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Venediktos Tempelboom – »Syne Vuyle Hoeck« – Kraak

Das eingebildete Mittelalter als Genre erfreut sich großer Beliebtheit. Ob zu Fuß beim Besuch einer Burg im Rheintal, zu Pferd als Geralt von Riva durch Velen oder auf der Couch mit »Game of Thrones«: Fantasy, Zusammenfantasiertes, Fantastisches boomt. Angesichts der Weltlage kein Wunder bzw. so spiegelt sich im Eskapismus die dunkler werdende Gegenwart. So weit, so kryptisch. »Syne Vuyle Hoeck«, das neue Album des Belgiers Benoît Monsieurs, passt da wie die Faust aufs Auge. 12-saitige Gitarre spielt er überwiegend, und schnell könnte ich Schutzheilige instrumentaler Gitarrenmusik herbeizitieren (Robbie Basho zum Beispiel) und wäre fein raus. Aber im Grunde falsche Fährte. […]

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Holger Adam
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27.11.2024

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Various Artists – »Musik vom Nebengleis« – Quirlschlängle

Das Leipziger Label Quirlschlängle ist die operative Basis von Brannten Schnüre. In den vergangenen zehn Jahren hat das ursprünglich in Würzburg beheimatete Duo einige Wellen geschlagen. Innerhalb kurzer Zeit wurden die ersten, nur auf Kassette veröffentlichten Aufnahmen als Vinyl-Auflagen wieder zugänglich gemacht, neue Alben erschienen und alles verkaufte sich international wie geschnitten Brot. Woran lag…

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22.10.2024

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Frieder Butzmann – »juHrop – Szenen und Arien aus einer Oper in klingonischer Sprache« – Youdonthavetocallitmusic

Szenen und Arien aus einer Oper in klingonischer Sprache – hört hier der Spaß auf oder fängt er da erst an? Letzteres natürlich, denn »Space Is The Place«, unendliche Weiten, da ist viel Platz neben Sun Ra, Kosmischen Kurieren, Blood Incantation oder Karlheinz Stockhausen. Also Bühne frei für Frieder Butzmann und seine klingonische Oper. Die…

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Holger Adam
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21.10.2024

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Ansgar Wilken – »The Last We Can Do Is Wave To Each Other« – Econore

Ansgar Wilken ist ein in Berlin ansässiger Musiker, der seit langer Zeit in vielen musikalischen Nischen zuhause ist. Früher, mit der Band Ilse Lau, spielte er quicklebendigen Post-Punk, seit einigen Jahren aber experimentiert er als Solo-Künstler und in wechselnden Kollaborationen an der Schnittstelle von Sound-Art, Noise und Minimal Music. Seine Veröffentlichungen unter dem Projektnamen They…

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Holger Adam
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17.10.2024

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Feedbackorchester – »Live at Zwingli-Kirche« – Edition Telemark

Was haben so unterschiedliche Musiker verschiedener Generationen wie Krautrocker Günter Schickert, Kerl Fieser (ex Mutter), Dirk Dresselhaus (ehemals u. a. bei den Indie-Rockern von Sharon Stoned und solo als SchneiderTM unterwegs) oder Hermann Herrmann (u. a. ex Lassie Singers) gemeinsam? Sie spielen alle Gitarre im Feedbackorchester. Genauer gesagt, sie neigen sich, die Gitarren um den Hals, in ihre Verstärkertürme hinein, um eben das Feedback zu erzeugen, das die musikalische Grundlage der hier dokumentierten Live-Aufnahme bildet. Berlin ist ein Dorf. Man kennt sich, und Genre-Grenzen bestehen eh nur für Edgelords und andere Kleingeister, und so kommt es, dass (auf den ersten […]

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17.10.2024

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Blood Incantation – »Absolute Elsewhere« – Century Media

Da ist sie, die Platte des Jahres. 11 von 10 Punkten auf der nach oben um eins erweiterten Spinal-Tap-Skala. Und nicht nur Platte des Jahres, sondern auch musikalisches Ereignis des Jahres. Mag sein, dass in München und anderswo Menschen sich auf Wiesen und Hügeln in der Gemeinschaft gleichgesinnter Swifties versammeln, aber was kümmert mich das? Ich bin kein Swiftie, ich bin ein Riedlchen. Ich habe ungeduldig auf den Tag gewartet, an dem nach dem sehr guten »Timewave Zero« Ambient-Album und der auch sehr guten aber eher kurzen »Luminescent Bridge« EP endlich das neue Album von Paul Riedl, Isaac Faulk, Morris […]

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27.09.2024

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Titanoboa – »Seth« – a-musik

Mit »Porphyr« erschien 2021 das Debütalbum der Kölnerin Melani Wratil, die unter dem Projektnamen Titanoboa elektronische Musik macht, die, nach Sub-Genres sortiert, vor allem Anleihen an (Post-)Industrial, Dark-Ambient, Noise und Kosmischer Musik nimmt, und mit »Seth« liegt jetzt nach drei Jahren das Nachfolgealbum vor. Die Schlange hat sich gehäutet und ich verspreche, das bleibt für den Text die einzige Metapher in Hinsicht auf das namensgebende Urzeitviech. Was hat sich geändert am Sound von Titanoboa? Ich würde sagen, grundsätzlich nichts, und das ist auch gar nicht zu bedauern. Es ist im Gegenteil nicht hoch genug zu bewerten, wenn Leute stoisch (und […]

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Holger Adam
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20.09.2024

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Bear Bones Lay Low – »Ideas Flotantes« – Kraak

Übersetzt bedeutet der Titel »Ideas Flotantes« etwa »schwebende Ideen«. Es ist das ich weiß nicht wievielte Album von Ernesto González’ Soloprojekt Bear Bones Lay Low, dessen Vinyldebüt bereits 2007 erschien. In den seither fast zwanzig Jahren hat Ernesto González eine Reihe musikalischer Projekte verfolgt, Dutzende von Alben in unterschiedlichen Formaten in eher kleinen Auflagen veröffentlicht,…

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20.09.2024

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Various Artists – »(c​)​ovid’s metamorphoses« – Meakusma

Das multimediale und interdisziplinäre Großprojekt »(c​)​ovid’s metamorphoses«, das über den Zeitraum von zwei Jahren entstand, nämlich 2020–2022, setzt sich mit dem Pandemiegeschehen dieser Jahre auseinander und, allgemein gesprochen, den damit verbundenen Effekten. Wie umgehen mit dem infektiösen Virus und dem damit sich verändernden Alltag bzw. Weltgeschehen? Angeregt wurden diese Auseinandersetzungen von Bernd Herzogenrath, Professor am…

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29.08.2024

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Günter Schlienz – »Hundstage« – Blue Marble 1972

Beim Titel »Hundstage« fällt einem gleich der Film von Ulrich Seidl ein, und schon ist sie da, die schlechte Laune, weil Seidl nicht unbedingt Garant für gute Laune. Ganz anders aber Günter Schlienz. Dessen »Hundstage« sind von Walter Kempowski inspiriert, dessen collagierte Literatur weitaus weniger pessimistisch grundiert ist als das filmische Werk Ulrich Seidls. Das passt auch besser zur Musik von Günter Schlienz, die sich der Technik der Collage ebenfalls bedient. Schlienz wie Kempowski arbeiten an der Montage von (vermeintlich) persönlichen Erinnerungen und historischem Material unterschiedlicher Herkunft zur Organisation von Archiven und Biografien mit dem Zweck, Ordnungen zu stiften, Narrative […]

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Holger Adam
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26.02.2024

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Sir Richard Bishop – »Saginaw Racket« – Unrock

»Saginaw Racket« ist das erste Album von Sir Richard Bishop, dem legendären Gitarristen der Sun City Girls, nach einer längeren Pause, in der die Gitarre ein paar Jahre lang in der Ecke verstaubte. Müde getourt, müde gespielt, müde generell, hatte Rick keinen Bock mehr. Weil, wozu überhaupt noch Musik machen und für wen? Legende hin, Kult her. Aber dann hat es ihn wieder gepackt. Gut so. Für ihn, für uns. Und dem Titel nach zu urteilen, geht es »back to the roots«: Saginaw, eine Stadt im US-Bundesstaat Michigan, ist Bishops Geburtsort, und aus dem Englischen lässt sich »racket« sowohl mit […]

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Holger Adam
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23.02.2024

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Marcus Schmickler & Jaki Liebezeit & Hayden Chisholm – »Timekeepers II« – a-musik

Wo anfangen? Vorne vielleicht, historisch betrachtet. Jaki Liebezeits Schlagzeugspiel ist legendär. Einen Beat zu halten, ohne sich gehen zu lassen. Stoisch dranzubleiben, ohne enthusiastisch reinzuhauen. Jeder Versuchung zu widerstehen, die Band – Can – vor sich herzutreiben, sondern stattdessen, einem Metronom gleich, unbeirrbar als Orientierung zu dienen, als Auge des Orkans. Fast schon absurd – um nicht zu sagen unmenschlich – mutet diese Unbeirrbarkeit von Liebezeits Schlagzeugspiel auch auf der A-Seite von »Timekeepers II« an, wo Marcus Schmicklers elektronische Signale gewissermaßen aufgekratzt und quengelig an Liebezeits Beinen hochspringen und gleichzeitig an den Nerven der Zuhörenden zerren. Aber – nix zu […]

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Holger Adam
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20.02.2024

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