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Perfume Genius – »Set My Heart On Fire Immediately

Mike Hadrias alias Perfume Genius bleibt mit seinem fünften Album »Set My Heart On Fire Immediately« (»SMHOFI«) spannend. Der in einem Vorort von Seattle aufgewachsene Sohn griechischer Einwanderer schafft es, sein Werk behutsam, aber doch entschieden auszudifferenzieren. Von den verhuschten Songskizzen am Klavier mit dezenter Knusperelektronik der ersten beiden Alben über das schon kräftiger anpackende…

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Stefan Koroschetz
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09.07.2020

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Kim Gordon – »No Home Record«

66 und kein bisschen leise. Kim Gordon, Ikone des Riot Grrrlism, bringt acht Jahre nach der Trennung von Thurston Moore mit »No Home Record« ihr erstes Soloalbum zur Welt. Sie ist nach Los Angeles zurückgekehrt und gleich zum Auftakt schildert Gordon in »Sketch Artist«, wie sie in L. A. an Obdachlosen vorbeifährt. Ein sehr traurig-traniges…

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Alfred Pranzl
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28.10.2019

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»Stuff Like That There« – Yo La Tengo

Es gibt selten Bands, die in einer jahrzehntelangen Karriere nicht mindestens einmal richtig ins künstlerische Abseits geraten. Yo La Tango ist eine von ihnen, als Erklärung kann hier wohl nur das eigene Fantum der Mitglieder und das Wissen um die eigenen Fähigkeiten angeboten werden. Auf »Stuff Like That There« greifen sie Ideen ihrer vor Urzeiten…

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G. Bus Schweiger
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22.10.2015

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»Too Bright« – Perfume Genius

Obwohl seine Musik dies bisher nicht erahnen ließ, scheint Mike Hadreas eine ziemliche Diva zu sein. Als Perfume Genius war der Singer/Songwriter bis zuletzt vor allem für seine da etwas eigen- brötlerischen, dort etwas weinerlichen Klavierballaden bekannt, die stets das Bild eines zittrigen Pop-Anachoreten vermittelten. Zwar verkriecht sich Hadreas auch auf »Too Bright« gelegentlich noch…

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Gabriel Mayr
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01.02.2015

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»…Like Clockwork« – Queens of the Stone Age

In der Rockmusik gibt es neben Dave Grohl wohl nur einen weiteren Herren im mittleren Alter der das weit verbreitete Bedürfnis nach hemdsärmeligem Arschkick-Rock bedient und den man trotzdem nicht peinlich finden muss. Es handelt sich um Josh Homme mit seiner Band Queens Of The Stone Age. Dass diese seit sechs Jahren kein Album veröffentlicht…

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Gabriel Mayr
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22.06.2013

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»Silence Yourself« – Savages

Wenn Genres in Farbtönen gedacht würden, dann könnte Post Punk schwarzweiß für sich beanspruchen. Die Introversion, die Kälte verfallender Industriestädte, das alles hat einfach keine bunten Farben verdient, woran sicher auch Anton Corbijn ein bisschen mit Schuld trägt. Das Cover von »Silence Yourself«, dem Debütalbum der von der Musikpresse hochgelobten Noise-Post-Punks Savages aus London, ist…

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Gabriel Mayr
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03.06.2013

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»Wash The Sins Not Only The Face« – Esben & The Witch

Im Herbst 2010 veröffentlichte das talentierte Damenkränzchen Warpaint, das mittlerweile zu viel Wert auf sein Aussehen legt, mit »The Fool« ein bemerkenswertes Debüt inklusive dem Dauerbrenner »Undertow« und ebnete damit im Nachhinein auch den Weg für dieses verschrobene Trio, das auf den Namen eines Brüder Grimm- oder 1001 Nacht-Märchens inklusive Happy End und ein paar…

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Daniel Roy
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09.05.2013

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»Fade« – Yo La Tengo

Was darf man von einem 13. Album verlangen? Im Normalfall die Wiederkehr des Immergleichen und hundert Beteuerungen, dass dem diesmal nicht so ist. Hier geht es aber um Yo La Tengo, einer Band die sich der Kraft von Sounds und Songs immer schon sehr bewusst war und dabei eigentlich noch nie enttäuscht hat. Ihr Spiel…

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G. Bus Schweiger
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13.01.2013

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»Between The Times And The Tides« – Lee Ranaldo

Jede Rockband hat ihre Zeit. Die Zukunft seiner Stammformation Sonic Youth ist nun ungewiss, da sich das Traumpaar, Kim Gordon (58) und Thurston Moore (53), nach siebenundzwanzig Ehejahren im vergangenen Oktober getrennt hat. Nun legt der sogenannte andere Gitarrist von Sonic Youth, Lee Ranaldo (sein avantgardistischer Ansatz inspirierte einst Kurt Cobain) mit seinem ersten Popalbum…

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Walter Pontis
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19.03.2012

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»Learning«

Das Album beginnt mit minimalistischen Akkorden auf einem alten Klavier (und diesem melancholischen Sound, der nicht nur auf vielen frühen Popalben zu hören ist, sondern unter anderem auch von Aphex Twin in seinen bekannten Solopiano-Meisterwerken eingesetzt wurde). Dann kommen die Stimmen, zwei, dünn, hoch und tief, nah und fern, verbinden sich wunderbar mit den Klavierlinien….

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Noël Akchoté
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03.09.2011

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Love Comes Close – Cold Cave

Wie haben wir gelacht und doch geweint. Gertrud Stein und ich, im Auto nach Wien-Schwechat, im CD-Player Cold Cave. Die Band wurde uns vorher schon angetragen, wir haben darüber gelesen, ließen unser Interesse wecken. »Love Comes Close« fängt gut an, ein statisch geladener Opener mit zerfranstem Synthloop und verzerrten weiblichen Flughafendurchsagevocals, viel tristes Vokabular. Gefolgt…

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Michael Giebl
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18.05.2010

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Suppressive Acts I-X – Lesser

Sample-Terrorist. Eine Duftmarke, die theoretisch gut mundet, in Echtform leider zu vielen Ersatzstudenten Auslauf bietet. Found Sound-Fetzen vom Durchmachen vorm TV. Ein paar Bratzfetzen vom Computeraufdrehen und falschem Knöpferldrucken. Ein bisserl White Noise, weil man ist ja doch ganz schwer ein Punk. Zum Abschmecken ein gerüttelt Maß PinkiPloink-Melodei vom halbverschrottetenen Heim-Bontempi, den Onkel damals zum…

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Paul Poet
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25.02.2004

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Happy Songs for Happy People – Mogwai

Leise und langsam schleicht sich der Sound an. Stellt sich vor und beginnt durch kathedrales Orgelspiel und Celloklänge systematisch sein Netz zu spannen, indem man sich spätestens ab »Kids Will Be Skeletons« verfangen hat – dafür sorgen schon mantraartige Gitarrenakkorde. Sanftes Schweben löst anmutiges Schreiten bei diesen Wanderungen durch nicht unbekannte Landschaften ab und weit…

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Karin Berndl
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09.02.2004

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Suppressive Acts I-X – Lesser

Dass Stilistiken des Metal, Punk oder Rock auch im Bereich der Elektronica Niederschlag gefunden haben, ist inzwischen dank KID606, bLevin bLectum und Co. allgemein bekannt. Dass sich dieser Umstand jedoch nicht immer in lärmigen Noise-Orgien manifestieren muss, offenbar nicht. Anders bei Lesser, denn hier ist alles irgendwie subtiler, geschliffener, überlegter – zumindest auf der vorliegenden…

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Harald Wiltsche
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02.01.2004

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Earthquake Glue – Guided by Voices

Robbie hat’s geschafft! Hurra! Mr. Pollard aus Bowling-Stadt Dayton, Ohio, macht den Michael Stipe so wie wir ihn wesentlich lieber haben: Schütterhaarig. Bierversoffen. Fleischbäuchig und grantelnd. Keine Spur Modebewusstsein oder Weltverbesserersnobismus. Seit 1986 knallt der Herr Grundschullehrer seine Paisley poppenden Popminiaturen auf das Garagentischchen. Liebdreiste Hymnen ohne Genierer und Verpackungssinn wie sie herzerwärmender nicht sein…

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Paul Poet
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30.12.2003

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The Civil War – Matmos

When one wants to call for a different electronic music he faces sort of a happy few catalogue. All through the years and the Björk experience, Matmos has became indeniably one of these rare bands to provide orchestral different music with a taste for »grandeur and decadence«. »The Civil War« is really an amazing album,…

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Noël Akchoté
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22.12.2003

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The Civil War – Matmos

Matmos sind nicht irgendwer. Nach vielbeachteten Alben und Kollaborationen mit KünstlerInnen wie Björk haben sie es eigentlich zu viel gebracht. Aber dann gibt es dieses klitzekleine Problem in Tagen wie diesen: Autechre – so meinen manche – haben mit ‚Amber‘ eigentlich alles gesagt und Aphex Twin hat es mit dann ‚Richard D. James‘ so weit…

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Harald Wiltsche
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18.10.2003

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Noise in the Echo Chamber: Techno Animal

Zur Einstimmung: ein Artikel aus dem skug-Archiv anlässlich ihrer Wordsound-Tour, die sie vor rund zwei Jahren zusammen mit Spectre und Sensational absolvierten. Ein Teaser auf das Interview im skug #41.

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Heinrich Deisl
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21.11.2001

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The International Playboy & Playgirl Record – Pizzicato Five

Wo »Pizza Margherit« draufsteht, sollte auch ebendiese drin sein. Ist sie das, erwartet man sich etwas Bestimmtes davon. Werden diese Erwartungen erfüllt, genügt das in raren Momenten schon zur Glückseligkeit. Pizzicato Five können einmal mehr vermerken: Plansoll und Erwartungshaltungen auch 1999 zur Gänze erfüllt. Aus guten Gründen speist man zumeist aber doch anderwertig.

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Gerhard Stöger
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02.04.1999

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Whitechocolatespaceegg – Liz Phair

Wir erinnern uns: Als Liz Phair Anfang der 90er mit ihrem Debüt »Exile in Guyville« für gehörigen Aufruhr im Männergesangsverein namens »Indie-Rock« sorgte und sich schnell zur feministischen Ikone entwickelte, waren Texte der Güteklasse »I’ll fuck you ‚til your dick is blue« nicht die Ausnahme, sondern der Standard ihres von radikaler Direktheit geprägten Idioms. Vier…

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Gerhard Stöger
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02.04.1999

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