Lesser

Suppressive Acts I-X

Matador

Sample-Terrorist. Eine Duftmarke, die theoretisch gut mundet, in Echtform leider zu vielen Ersatzstudenten Auslauf bietet. Found Sound-Fetzen vom Durchmachen vorm TV. Ein paar Bratzfetzen vom Computeraufdrehen und falschem Knöpferldrucken. Ein bisserl White Noise, weil man ist ja doch ganz schwer ein Punk. Zum Abschmecken ein gerüttelt Maß PinkiPloink-Melodei vom halbverschrottetenen Heim-Bontempi, den Onkel damals zum Birthday schenkte. Ein auf Dauer ziemlich lasch schmeckendes Rezept, wie der viel zu überreiche Output von DigiClown Kid606 immer wieder beweist. J.Lesser kommt immerhin aus gutem Frisco-Haus, schmierte mal in einer Metallica-Coverband, aus der die Band gewordene Schreiorgiastik Crash Worship und die begnadeten Post-Rocker A Minor Forest hervorgingen. Seine seit 90 hingesemmelten 8 Platten waren allerdings auch nur Bestandteil der gewollt debilen Spaßgesellschaft an ihrem ungewaschen universitären Ende, die wegen Digi mit Gitarre, subversiv und Sample, etc etc kurz fashionable war. Doch jetzt eine Kehrtwende: Suppressive Acts knallt mit purstem Hardcore (mit Band!) los und schlägt dann wild in alle Delay-Richtungen aus. Grandios kaputte Etronica-Landschaften, die kein PC unbeschadet übersteht. Der Virus ist unser!