Cold Cave

Love Comes Close

Matador

Wie haben wir gelacht und doch geweint. Gertrud Stein und ich, im Auto nach Wien-Schwechat, im CD-Player Cold Cave. Die Band wurde uns vorher schon angetragen, wir haben darüber gelesen, ließen unser Interesse wecken. »Love Comes Close« fängt gut an, ein statisch geladener Opener mit zerfranstem Synthloop und verzerrten weiblichen Flughafendurchsagevocals, viel tristes Vokabular. Gefolgt vom New-Order-Titeltrack, perfekt imitiert. Gratulation. Muss ja nicht originell sein, solange es gut ist. Dann aber, ab Track 4 dann der Grund unseres »Amüsements«: Irgendein Ibizatourist steht an diesen schmerzauslösenden Dancefloor-Synthies. Das bricht nicht, das verhunzt. Absturz auf halber Strecke – aber wir werden nicht nachtragend sein und geben Cold Cave in ein, zwei Jahren bestimmt eine neue Chance. Den Flug hat Frau Stein nicht verpasst.