F.S.K.

X

Sub Up

Zum 20. Geburtstag die zehnte reguläre Veröffentlichung. F.S.K. hätten es sich nicht besser ausdenken können. Dazu das kryptisch, mehrdeutige »X« als geheimnisvolle Einladung, diese Leerstelle/Chiffre mit was auch immer zu füllen. Dass das Cover an einen typischen »Akte-X«-Ufo-Landeplatz erinnert kann aber auch mit den diesmaligen Kraut & Western-Aspekten bzw. einer allgemein an Weltenraum & Wüstenraum-Exotica orientierten, aber eben auch zweckentfremdeten Soundästhetik quergeschlossen werden. Oder eben auch nicht. F.S.K. waren ja immer schon gut für Verwirrungen, abrupte Brüche, irritierende Wechsel und bestens funktionierende De/Re-Kontextualisierungen popmusikalischer Phänomene und Geschichtsschreibungen. Gesang gibt es fast nicht mehr. Und wenn, dann radikalst zerstückelt. Stattdessen werden die mannigfaltigen Wechselwirkungen zwischen Kraut-Electronica (Kraftwerk, Neu!) und »Techno« auf eine Art und Weise erforscht, die das bekannte F.S.K.-Konzept der produktiven Kräfte transatlantischer Missverständnisse unter neuen Vorzeichen und Gesichtspunkten auslotet. Etwa wenn im grenzgenialen »The Charlston Machine« mit den Mitteln des klassischen Bandformats minimalistischer Detroit-Techno und Chicago-House miteinander kurzgeschlossen werden. In den schönsten Momenten die idealste Musik für urbane Zwischen/Nichträume. Ansonsten die vielleicht schönste F.S.K. ever. Auch weil hier alles ohne kontextuelle Eselsbrücken funktioniert! Happy Birthday!