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Hirsch Fisch

»123456 Hirsch Fisch«

Early Morning Melody 

Jetzt röhrt er wieder, der Hirsch, während sich sein Mitstreiter, der Fisch, auffällig unauffällig verhält. Das ist natürlich Blödsinn, der originelle Bandname bezieht sich auf eine Figur aus dem Roman »Hotel Savoy« von Joseph Roth. Den Nukleus dieser Unternehmung bilden Klaus Tschabitzer und Norbert Trummer, die einander schon ewig kennen und ungefähr so lange gemeinsam Musik machen. Hervorgegangen sind dabei kultig verehrte Combos wie Scheffenbichler (bekanntlich nach einem Apfelstrudel benannt) oder auch die famosen Tangoboys. Trummer und Tschabitzer haben schon lange ein Faible für randständige Musiken bzw. randständige Kunst im Allgemeinen, wie dem aufschlussreichen Interview auf der mica-Website zu entnehmen ist. Wenn Sie sich jetzt fragen, wie das klingt, kann es nur eine Antwort geben: maximaler Minimalismus! Unplugged ist da bestenfalls ein Hilfsausdruck. Gesungen wird im charmanten obersteirischen Dialekt, der sicher nicht für alle leicht zu entziffern sein wird. Den Großteil des Gesangs übernimmt Norbert Trummer, einige Tracks werden zusammen bestritten. Wie meistens ist es nicht einfach, einzelne Songs herauszuheben. Ein echter Burner ist auf jeden Fall »Da Lokfiara (von da Liliputbauhn im Donaupark)«, zu dem es auch ein launiges Movie zu bestaunen gibt (siehe unten). Überhaupt drehen sich die bestechenden Kleinode um die vielleicht gar nicht sooo banalen Dinge des Alltags wie den »Opflpuzn« oder auch das »Zaunbiaschtl«. Zwischendurch wird mit den mehr oder minder verstärkten Gitarren oder dem Banjo gejammt, dass es nur reine Freude macht. Originell ist auch das Cover, gestaltet von Norbert Trummer, ebenfalls der Mix und das Mastering von Patrick Pulsinger.

 

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