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Natalie Beridze aka TBA ist eine junge Musikerin aus Georgien, die neben der Soundtüftelei in Mode macht. Ihren Status als monika-Artist verdankt sie der Teilnahme an der »Four Women No Cry«-Compilations- Serie. Die fünf Tracks von »WATLB« kommen zuerst mal ganz schön sperrig daher. Das Titelstück kredenzt untanzbare, kühle Maschinenflächen Marke »Gaststudentin mit Laurie-Anderson-Stipendium in Ambientville«, dazu verhallte Stimme. Spätestens beim dritten Stück lassen sich Melodiefragmente ausmachen, die hängen bleiben. Mit »Hurt« – bei dem ich erst nach mehreren Durchläufen am Text erkenne, dass es sich um eine Paraphrase des Trent-Reznor-Stückes handelt – ist Beridze bei bezirzendem Ambient-Pop angekommen. Bis auf den Text hat diese Version weder mit NIN, noch mit der inzwischen bekannteren Cash-Version etwas gemeinsam. Die bedeutungsschwangeren Lyrics werden stark verhallt, kaum mehr als gehaucht, in Kashmir-Ambient eingebettet (remember Uwe Schmidts »Pop Artificielle«-Projekt als LB), im Hintergrund rumpelt und rappelt es ein wenig. Eine Coverversion, die de- und rekontextualisiert, und deshalb mit Recht als solche bezeichnet werden kann. Das perfekte Traummännlein-Stück für DJs.

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