Ernst Molden

»Schdrom«

Monkey Music

»Schdrom« ist das mittlerweile dreizehnte Album von Ernst Molden und nach Jahren einer wahren Veröffentlichungsflut nahm sich Ernst Molden erstmals viel Zeit. Seine Rastlosigkeit war schon fast sprichwörtlich, aber all diese Songs auf der langen Laufbahn vom Einzelgänger mit Gitarre mitten in der elektronischen Musiklandschaft zum anerkannten Songwriter waren ein Weg, um sich und seine Sprache zu finden. »Unser Österreich«, seine Zusammenarbeit mit Nino aus Wien, die vor allem dem Liedgut heimischer Liedermacher von Maron bis Danzer gewidmet war, deutete eine Pause auf dieser Reise an. Mit »Schdrom« setzt Molden diese nun auf einem Seitenarm fort. Kernthema ist seine Lebenslandschaft, die Donauauen, die er leidenschaftlich durchstreift und genauso leidenschaftlich  liebt. Die zwölf Lieder sind Kniefälle vor seinem Lebenselexier, aber natürlich vermeidet er das Beschreiben einer Idylle und nur so wird er der Au auch gerecht, denn natürlich gibt es auch »dausend göösn«, die nur unser Blut wollen.
Musikalisch versammelt Molden langjährige Begleiter wie Walter Soyka, Hannes Wirth oder Sybille Kefer um sich. Als Neuzugang wird der Sopransaxophonist Andrej Prozorov präsentiert. Seine Beiträge versetzen den immer rauen und puren Sound der Molden Band mit einer Spur Zuckerwatte. Dass Molden immer noch spannend klingt verdankt er seiner künstlerischen Substanz, und dass dieses Wunder prolongiert wird, ist ein Glücksfall, der sicher nicht der letzte bleiben wird.