Serph

»Heartstrings«

Noble Records

Als hätte Winnie Puuh seine Finger für zehn Minuten vom Honigtopf gelassen und stattdessen Christopher Robins Synthesizer entdeckt. Mit dem Unterschied, dass der junge Bär ein junger Japaner ist, der sich »a male Tokyoite« nennt und seit fünf Jahren erst mit Piano und Keyboard herumspielt – und trotzdem in zwei Jahren bereits drei CDs veröffentlicht hat. Ein Naturtalent? So klingt es zumindest. »Heartstrings« ist purer, instrumentaler Elektropop, mit zuckersü&szligem Elan, enthusiastisch, verspielt, jubilierend. So eine Musik kann nur aus Japan kommen, wäre man fast versucht zu sagen, aber Disney oder die Synthie-Symphonics von Owen Pallett (aka Final Fantasy) sind auch keine schlechten Referenzpunkte. Nur dass hier wirklich Einhörner und verzauberte Königreiche buchstäblich durch den Kopfhörer rauschen. Irgendwie Irrsinn, diese Musik. Aber sü&szlig.