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Eugene Carchesio

»Circle Music«

Staalplaat

Ringmodulator, Echos und Reverbs laufen hei&szlig, schlingern ins Unendliche. Der australische Künstler Carchesio ist hierzulande am ehesten für seine Installations- und visuellen Arbeiten bekannt. Dabei hat er mit seinen Formationen DME und The Deadnotes eine mehr als zwanzigjährige Musikeraktivität vorzuweisen. »Circle Music« ist nun genau das was der Name des Albums verspricht: eine profunde Auseinandersetzung mit Raum und Zeit vaporisierenden Loops, sozusagen ultraminimale Musik, in der es nicht darum geht, dass sich »etwas« tut sondern die mit Wahrnehmungen spielt. Würde man sich’s leicht machen, könnte man zu »Circle Music« Ambient sagen. Schlie&szliglich entstammen diese Soundzyklen ja auch dieser Tradition, die an gro&szlige kosmische Musik genauso denken lässt wie an Musique Concrète oder Experimente von AMM oder EAR. Stimulation durch Wiederholung ist das Gebot der Stunde. »Circle Music« ist wie ein ewig laufendes Filmloop, zu dessen Bilderstrom man sich nach Belieben ein- oder ausklinken kann. Warm pulsierend, heimelig gar, von der Soundästhetik sich in den »goldenen« Analogzeiten mit einer Brücke zur Vorwegnahme von Minimal Techno und unbekannten sonischen Territorien bewegend. Hat auch was von »Music For Astronauts and Cosmonauts« von H. Nói und Howie B. Präzises Timing für den mind trip.

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