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»Takkebel! Take This!« – Mohammed »Jimmy« Mohammed

Eigentlich ist Jimmy Mohammed Geschichtenerzähler, und das im klassischen Sinn. Der 1958 geborene, äthiopische Sänger trägt Aberhunderte von Liedern mit sich herum, sie künden von Liebe, Hass, der furchtbaren Diktatur und der Schönheit seines Landes. Der große alte Mann der Asmari-Tradition ist auf die Lieder von Tlahoun Gessesse spezialisiert, dem größten Sänger Äthiopiens. Terrie Ex…

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Heinrich Deisl
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28.09.2006

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»Muskeln und Kraft = Überlegenheit« – Kein Zweiter

Jawoll, das Leder tanzt! Kein Zweiter (Gort Klüth/Klaus-Helene Ramp) haben ihr 2003 aufgenommenes Debüt-Album endlich auf 90% Wasser veröffentlicht. Schelm, wer bei »Muskeln und Kraft« nicht an DAF oder Laibach denkt. Obwohl die Richtung Dakar& Grinser – aus sozusagen offensichtlichen Gründen – ja auch nicht ganz verkehrt wäre. Kein Zweiter hatten bereits 1989 ein paar…

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Heinrich Deisl
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28.09.2006

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»stabil« – Kangding Ray

Mit »stabil« setzt das deutsche Aushängeschild-Label für (ultra-)minimalistischen Digital-Funk einen Schritt in eine neue Richtung. Auf dem Erstlingswerk des französischen, in Berlin lebenden Musikers David Letellier aka Kangding Ray sind vergleichsweise viele Melodien und Versatzstücke aus der Soundart auszumachen, avancierte Rhythmusverschiebungen à la Carsten Nikolai oder Frank Brettschneider bleiben außen vor. Letellier arbeitet sich hier…

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Heinrich Deisl
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28.09.2006

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»1978-1983« – Chen Yi

Chen Yi ist wahrscheinlich das beste aktuelle Beispiel für Geschichtskittung: Bei praktisch jedem Track drängt sich die Frage auf, ob das denn nun uralt oder total modern sei. Chen Yi war eine Londoner Kommune, die sich 1978 gründete, 1981 einige Demos veröffentlichte und ein Jahr später einen Vertag mit John Peel für eine »Session« genauso…

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Heinrich Deisl
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28.09.2006

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»Stereotype Heroin Hooker« – Bong-Ra

Drugs, Sex & Wreck’n’Roll: Jason Kohnen aka Bong-Ra reißt das D’n’B-/Breakcore-Beuschl bis zum Anschlag im dunkelroten VU-Bereich auf. Dort, wo sich Kid606 aus »Kunstgründen« nicht mehr hinverirren würde und vergleichsweise Warmduschern wie Wevie Stonder oder diversen Cockrockdisco-Releases die nötige Wuchtigkeit fehlt, fängt Bong-Ra erst an, sich warumzuspielen. Erinnert an Ilsa Gold, hochgepitchte Stimm-Samples und weirdo…

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Heinrich Deisl
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28.09.2006

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Coldcut, 15.7.2006, Arkadenhof/Rathaus

Die englischen Ninja-Master auf Premieren-Besuch beim Wiener Jazzfest.

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Heinrich Deisl
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18.07.2006

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»Righteousness is Immortal« | »Jumping Once Too Often Into The Ocean That Had Always Been Our Inspiration« – Magdalena | Our Survival Depends On Us

Zwei an sich höchst unterschiedliche Releases, die sich durch die personellen Überschneidungen dieser Salzburger Formationen ergeben. Mario »Mucho« Kolb und Thom Kienberger, so etwas wie Urgesteine der hiesigen Doom-Metal-Szenerie, haben zusammen mit ein paar Brothers in Crime mit »Jumping« und »Righteous« Platten rausgebracht, bei denen Einflüsse von Neurosis, My Dying Bride und Tribes Of Neurot…

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Heinrich Deisl
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03.06.2006

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»Streets All Amped« – Dälek

Auch wenn Dälek in der letzten Zeit ziemlich präsent waren: Nach dem Split mit dem grandiosen Turntableist Still war es etwas ruhig um diese Band geworden, die vor ein paar Jahren HipHop in ein neues Zeitalter gebeamt hatte. Dälek war mit Fantomas und The Bug unterwegs, kollaborierten mit Faust. Umso erfreulicher, dass mit vorliegender VÖ…

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Heinrich Deisl
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03.06.2006

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»Product« – Pawel Grabowski/The Beautiful Schizophonic/James Eck Rippie+Paulo Raposo

Mittlerweile ist das ambitionierte Label Cronica aus Portugal bei Teil 6 der »Product«-Serie angekommen. Und wieder mal eine sehr internationale Kollaboration mit Musikern zwischen Electronica und Turntableism. Der polnische Soundkünstler Grabowski hat als Ausgangsmaterial für die weiteren Ministücke eine Komposition zusammengestellt, die mit ihrem eingewobenen Flüstergespräch und sinistren Soundscapes eine geisterhafte Stimmung einfängt. Jorge Mantas,…

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Heinrich Deisl
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03.06.2006

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»Edelweiß« – Allerseelen

Der Wiener Kadmon aka Allerseelen veröffentlicht seit 1989 Material, das sich musikalisch an den Rändern von Post-Industrial-Distorsion und elektrifizierter Folklore abarbeitet. Dass eine Auseinandersetzung mit Nietzsche, frühem Ernst Jünger, Guido von List, der Thule-Gesellschaft und anderen esoterisch-heidnisch angehauchten Vereinigungen auch als protofaschistisches Liebäugeln im Dienste einer Simplifizierung und gleichzeitig »Mystisierung« des Lebens missinterpretiert werden kann,…

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Heinrich Deisl
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22.05.2006

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KulturmacherInnen – Das österreichische Kulturhandbuch

Nachschlagewerke gibt es ja viele: Aber genau dieses ist eines, das so gut wie alle brauchen, die im heimischen Kulturbetrieb tätig sind. Seit 1996 bringt der Innsbrucker Verlag Ablinger-Garber nun schon das Handbuch »KulturmacherInnen« heraus, das mittlerweile in der vierten Ausgabe aufliegt. Das von Thomas Lindtner, seines Zeichens Vorstand der IG Kultur Tirol, herausgegebene Buch…

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Heinrich Deisl
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19.05.2006

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Home / Musik / Artikel

Destroy America: 23 Reasons to Spare New York (Teil 1)/ How the West May Save Us Yet (Teil 2)

Samstag, 6. Mai, 21:00/ Sonntag, 7. Mai 19:00 (Wiederholung), Schikaneder-Kino, 1040, Margaretenstraße 24

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Heinrich Deisl
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24.04.2006

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Home / Musik / Konzert

Interferenz-Festival – 17./ 18.2.2006,Stadtwerkstatt Linz

Ein Samstag mit musikalischem Mayhem: Auf dem von Stefan Parnreiter und Wolfgang Ofner organisierten 2tägigen Festival war »extreme« Musik angesagt.

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Heinrich Deisl
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27.03.2006

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A propos de Drum’n’Bass: Ad Noiseam

Berlin Rocks! Und das nicht im überholten Electro-Irgendwas, sondern D’n’B, Beat-Core und sleazy Tunes, kredenzt vom umtriebigen und um keine Genre-Barrieren-Brechung verlegenen Label Ad Noiseam (AN). Geschichte wird hier gemacht, im Eilzugstempo geht’s voran, diesmal mit den12“s »Appropriate and Deface« von ENDUSER & SUBMERGED, »Exonian« von MOTHBOY und »The Way of The North«, der zweiten…

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Heinrich Deisl
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25.01.2006

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»Eleven Anticlerical Supersongs« | »With Her I Had Some Tropical Feelings« – Institution D.O.L.

Old-Skool-Industrial straight outta Stahlstadt Linz, veröffentlicht auf dem Salzburger Lärm-Label Steinklang: Für Krach-Fans ist damit eigentlich schon alles gesagt, nämlich: Her mit dem Zeug! Mister M. ist eine Art Urgestein wenn’s um deviante Kaskaden geht, die so auch schon vor 20 Jahren hätten entstehen können. Konzerte mit Allerseelen und Z’EV und Live-Terror in Aarhus, beim…

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Heinrich Deisl
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25.01.2006

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CULTURAL NOISE: Noise as a Musical Metaphor for Contemporary Aesthetics in Popular Culture

Cultural Noise: Noise as a Musical Metaphor for Contemporary Aesthetics in Popular Culture

Heinrich Deisl

Lecture text presented at the Conference »Fourth Biennial Conference on Twentieth-century Music«, University Sussex, Dept. of Music, August 2005

 

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Heinrich Deisl
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10.01.2006

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LATON – Labelreport

»Sonic Science« oder Die Architektur des Hörens: Ûber die hochgerüstete Audio-Archäologie des Labels Laton.

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Didi Neidhart, Heinrich Deisl
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10.01.2006

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Ohrensausen

Eine unvollständige und willkürliche Liste von Musik für den dunkelroten Bereich der Soundanlage. Verträgt sich sehr gut und ist sozusagen synergetisch zu hören mit dem Artikel »10 auf der nach oben offenen VU-Skala« im aktuellen skug #64, S. 24f. Dort gibt’s das theoretische Futter für die hier verbreiteten Musik-Wahnsinnigkeiten. Viele der angeführten Titel sind in limitierten Auflagen erschienen: Happy hunting!

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Heinrich Deisl
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23.09.2005

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»On Tape« – Stephan Matthieu

Im 32-minütigen Werk Mathieus geht es nach einem ziemlich drögen Intro Ambient-stylish mit viel heruntergepitchter Distortion zur Sache. Neben elektronischer Improvisation tauchen immer wieder vermeintlich von Bläsern herrührende Luftstöße auf, die »On Tape« eine eigenartige Gedehntheit mit nur vager Spannungsbereicherung verleihen. In relativ geschlossenen Clustern ziehen sich diese »Feedbacks« immer mehr in die Länge und…

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Heinrich Deisl
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10.06.2005

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»Presence« – John Duncan

»Presence« ist Präsenz potenziert. Mit teils bis zu sechs Jahren zurück liegenden Kurzwellen- und Fieldrecordingaufnahmen kartografieren John Duncan und Edvard Graham Lewis (Wire) psychogeografische Bewusstseinszustände jenseits bestimmbarer Geschwindigkeitswahrnehmungen. Aufnahmen aus Duncans Wohnort Scrutto (I), aus Uppsala, Oslo und aus dem Holiday Inn in Chicago gerinnen durch Duncans Processing zu einem zähflüssigen Maelstrom knapp über der…

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Heinrich Deisl
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10.06.2005

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SERIOUS POP

Strategien ästhetischer Appropriation in West-Ost-Europa-revisited.
Auftakt eines dreijährigen internationalen Forschungsprojekts zu
POP UND POLITIK IN OSTEUROPA von Montag 22.11. bis Samstag 27.11. 2004.
Dazu wird es Konzerte, ein Symposium mit namhaften Wissenschaftern und Workshops geben. Viele der osteuropäischen Musikgruppen spielen zum ERSTEN MAL in Wien.

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Heinrich Deisl
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16.11.2004

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»Skadha« – Daniel Menche

Der aus Portland, Oregon, stammende Daniel Menche ist einer, dessen Arbeiten irgendwie meist zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Einige seiner frühen Releases setzten auf Post-Industrial-Exzesse, waren existenzialistische Selbstzerfleischungen im digitalen Outfit. Menche ist wohl einer, der mindestens so viel Publicity einfahren könnte wie jeder andere Electronica-Noise-Act — und durchaus in der »Kategorie« Kid606…

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Heinrich Deisl
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13.10.2004

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David Toop

In Heft #60 war ein Artikel über David Toop und sein aktuelles Buch »Haunted Weather«. Auf skug.at nun das ganze Interview, praktisch ungekürzt. David Toop darüber, wie er Musikjournalist wurde, über seine Leidenschaft für japanische Gärten und wie Sixties-Soul mit John Cage kompatibel gemacht werden können.

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Benedetta Cucci, Heinrich Deisl
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28.09.2004

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»Maybe You Don’t Exist« – Catarina Pratter and the Rondies

Catarina Pratter kann vom Musikmachen einfach nicht genug bekommen. War erst kürzlich die neue Scheibe von den Wienern 550Rondy erschienen, so gibt die Sängerin der Rondies jetzt auf dem tschechischen Label Sue Mi ihren Einstand mit einer 5-Track-EP, bei der sie aber nicht ganz von ihren Rondies lassen konnte. Ob 550Rondy jemals »Pop« waren, sei…

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Heinrich Deisl
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20.09.2004

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Mouse on Mars – Funksignale aus dem Lande Pop

»Radical Connector« ist nach »Rost Pocks« (2003) die zehnte Veröffentlichung von Mouse On Mars (MoM), wenn man die CD für die Ausstellung »doku/fiction« dazunimmt. Andere Zeitrechnungen bezüglich der letzen Platte gehen zurück auf »Idiology« von 1999 …

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Heinrich Deisl
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15.09.2004

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In The Mix: Love Is The Message & The Message Means War

Oder: »Du hast die freie Wahl, unter der Bedingung, dass du die richtige Wahl triffst.« Terre Thaemlitz& Slavoj Žižek im imaginären Zwiegespräch.
Ein politisches (Sound-)Philosophicum.

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Didi Neidhart, Heinrich Deisl
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07.09.2004

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Ljubljana – Ausgrabungen aus der Gegenwart nach dem EU-Anschluss

Slowenien in der EU? Wozu? Nach 13 Jahren Unabhängigkeit gleich wieder hinein in die nächste Fremdverwaltung? Slowenischer Nationalismus war immer schon etwas Besonderes, vor allem dann, wenn er mit einer derart regen Kunst- und Kulturproduktion ins Gehege kommt. Kurz nach dem 1. Mai war vor Ort von Euphorie jedenfalls nicht viel zu spüren. Die Leute in Ljubljana lassen sich nichts vormachen: Mal abwarten, was die EU für uns tun kann …

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Heinrich Deisl
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07.09.2004

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Musikalische Netze des Nachmittags: Mira Calix

Als einziger weiblicher Warp-Act entzieht sich Mira Calix mit ihrer aktuellen Scheibe »Skimskitta« den von ihren männlichen Kollegen so gern produzierten Abstraktions-klängen und setzt stattdessen auf emotional-komplexe Sound- und Trackfragmente, zu denen sich immer wieder ihre Stimme hinzugesellt. Musik für die Seele(n).

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Heinrich Deisl
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15.08.2004

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Gelebte Unschärferelationen

Die Wiener Elektronikband Thilges3 verortet die Risse in der »Offenen Gesellschaft«

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Heinrich Deisl
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11.08.2004

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Bill Drummond, der Pate für die wildesten Träume

Der Autor, Musiker, Produzent, Kunstvermittler, Querulant und Saboteur Bill Drummond war vor einiger Zeit auf Einladung des Vereins Spoiler zum ersten Mal in Wien. Er hielt einen Vortrag über seine Aktivitäten als The KLF, Schreiber und Turmbesitzer. Trockener schottischer Humor, ein perfekt choreographiertes Referat und massenhaft Propaganda- vulgo praktisches Anschauungsmaterial waren jene Mittel, mit denen er seinem Ruf als »Prankster« voll gerecht wurde. Notizen, Standortpositionen, konsequente Kunst und Ûberschreibungen.

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Heinrich Deisl
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07.08.2004

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