Home / Rezensionen

Matthias Grassow – Himyavat – Staalplaat

Grassow lies sich für sein »paganistisches« Synth-Amalgam von Alan Watts und der »Singing Bowl«-Musik Klaus Wieses beeinflussen, der ihn musikmäßig unterstützte. Angelegt an nordindische Raga-Musik, versucht er sich in einer Vermessung und Neubestimmung der menschlichen Psyche, die anhand von Obertonreihen operieren. Dass die Beat-Sequenzen ziemlich nah am Herzrhythmus angelegt sind, dürfte nicht weiter verwundern. Um…

TEXT
Heinrich Deisl
VERÖFFENTLICHUNG

02.04.1999

Home / Rezensionen

Fuckhead – Live at Posthof, Juli 1993 – Posthof Rec

Soviel zum Thema Vergangenheitsbewältigung. Oder: Gelebter Anachronismus, bei dem schon damals Bruckmayers süffisant-ernstgemeintes »Danke« mehr war als Freudenbekundung, Ungläubigkeit und beschwichtigendes »Is eh guat«. Fuckhead bei der Einübung ihrer grindigen Beuschl- und Eiterbatzen-Feedback-Hardcore-Querelen, bei denen Pungent Stench-Fans vor Freude in ihr Bier flennen: »Du siehst gut aus. Heute schon gekotzt?« Noch mit skeletthaftem elektrifizierten Rückenmark…

TEXT
Heinrich Deisl
VERÖFFENTLICHUNG

02.04.1999

Home / Rezensionen

Ryoji Ikeda – Time And Space – Staalplaat

Für seine vierte Full-time-Release (nach »1000 Fragments«, »+/-« und »0 Degree«) wurde das (angeblich weltweit zum ersten Mal verwendete) Format einer Doppel-MCD gewählt, sodass »Time« und »Space« getrennt oder zusammen gehört werden können; Bruce Gilbert lässt grüßen. »Time« schnappt nach sämtlichen Cut-up-Verwertungen des Informations-Junks, über den radarähnliche Signale und nervende Elektro-Bleeps gelegt sind. Für »Space« werden dunkel rollende Ambient-Sounds ausgebreitet, man kann sich in dem 17 minütigen Stück in Zeitlupentempo durch das »Meer der Stille« schleusen lassen, um auf der anderen Seite des Wurmlochs wieder herauszufallen. Da kommt jede kleinste Veränderung dem Anflug eines Meteoritenhagels gleich. Natürlich bleibt Ikeda seinem […]

TEXT
Heinrich Deisl
VERÖFFENTLICHUNG

02.04.1999

Home / Rezensionen

Opus 3.1 / Ghost Stories – Z’EV

Diese beiden Releases stellen Z’EVs Arbeiten für ein amerikanischen Label seit mehr als 15 Jahren dar. Bei dem fünfaktigen »Opus« handelt es sich um eine Re-Release von 1990, die er für das Helmholtz-Theater in der legendären De Duif-Kathedrale in Amsterdam gemeinsam mit Van Lagestein produzierte. Für seine mystischen, in der kabbalistischen Rhythmus-Tradition stehenden Stahl-Percussions wurde…

TEXT
Heinrich Deisl
VERÖFFENTLICHUNG

02.04.1999

Home / Rezensionen

3.rd Base>Sacrifice – Various Artists

Für die zweite Complilation des in Linz beheimateten Base Rec.-Labels unter der Patronanz von Fadi Dorninger (Wipe Out, Monochrom Bleu) haben sich einige der profiliertesten Soundbastler der heimischen Szene ein Stelldichein geliefert: Didi Kern (The K., Dual 606), Michael Strohmann, Leute aus dem Farmers Manual-Umfeld und Dorningers Alternativprojekt Smiling Buddhas mit einem Gastauftritt von Manuela…

TEXT
Heinrich Deisl
VERÖFFENTLICHUNG

02.04.1999

Home / Rezensionen

Classic Chill Out Rhythms II – Column One

Das Berliner Projekt Column One hat nach einiger Zeit eine neue Scheibe auf Moloko+ (Legendary Pink Dots, Doc Wör Mirran,…) veröffentlicht, die, was Abstrusitäten anlangt, in den obersten Klassen spielt. Gesamplete Kinderstimmen, gemixt mit Vogelgezwitscher, Auszüge aus einem Edgar-Wallace-Film, Straßenszenen. Als wenn man mit dem Scanner durch das Radio oder den Film ginge; fragmentarisch, tendenziell…

TEXT
Heinrich Deisl
VERÖFFENTLICHUNG

02.04.1999

Home / Rezensionen

Happy Sparetime – Seth

»Sinnlose Freizeitbeschäftigung ist heute wichtiger denn je. Unsere Interessensvertretung hat es sich daher zum Ziel gemacht, jungen Leuten dabei unter die Arme zu greifen.« Was soll man zu solch einem Intro des Pressetextes sagen außer: ja! Natürlich. Ein paar freakige Spaßanarchisten, die sich nicht einmal selbst an diese Vorgaben halten sondern eine CD aufnehmen, die…

TEXT
Heinrich Deisl
VERÖFFENTLICHUNG

02.04.1999

Home / Rezensionen

A Perfect Pain – Merzbow & Genesis P. Orridge

Da ist etwas passiert, mit dem man eigentlich nie gerechnet hätte. Die zwei ungekrönten Industial-Vorzeige-Heroen, die Urväter, in deren Fahrwasser so viele soundmäßige Unzulänglichkeiten zu verantworten sind und die an sich ja überhaupt nichts miteinander zu tun haben (von ideologischen und entwicklungsgeschichtlichen Implikationen mal ganz abgesehen), haben zusammen eine CD aufgenommen. Die unterschiedlichen Synchrizitätseinheiten aus…

TEXT
Heinrich Deisl
VERÖFFENTLICHUNG

02.04.1999

Home / Rezensionen

Coup De Grace – The Stranglers

Wahrscheinlich gibt es wirklich nur wenige Bands, die sich so lange erfolgreich halten konnten, mehr als 30 Top-40-Hits ablieferten und noch immer über »Credibility« verfügen – willkommen im Jahr 23 der Stranglers-Historie. Auch die Tatsache, dass sich Jesus Jones und Britpopper wie Elastica (mehr oder weniger) um ihr Erbe bemühen, spricht für sie. Zwischen »Goodbye…

TEXT
Heinrich Deisl
VERÖFFENTLICHUNG

02.04.1999

Home / Rezensionen

s/t – n.a.q.o.b.

not a question of balance sind Bülent Kullukcu und Robert Merzdo, der auch als Gitarrist von Mass und als Produzent für Brith Gof und La Fura dels Baus aktiv ist. Für die vierte Release, eine Doppel-CD, hat Merzdo tief in den Ausschusslagerhallen der Minimal-, Electro- und Industrialmusic gekramt. Die Stilvielfalt ist allerdings gewöhnungsbedürftig; wirkt ein…

TEXT
Heinrich Deisl
VERÖFFENTLICHUNG

02.04.1999

Home / Rezensionen

The Blue Room – Edward Ka-Spel

Ka-Spels Soundtracks für das post-2000-Zeitalter gehen weiter. Das neue Solowerk des Legendary Pink Dots-Chefs ist diesmal etwas flächiger, atmosphärisch dichter. Bezugspunkte zu europäischen Folklines lassen sich zwar ausmachen, gehen aber meist in minimalistisch gehaltenen elektronischen Bearbeitungen auf. Daß Ka-Spel mittlerweile so einiges programmiertechnisch draufhat, lässt sich anhand von »Shall we share water« ganz gut verifizieren….

TEXT
Heinrich Deisl
VERÖFFENTLICHUNG

02.04.1999

Home / Musik / Artikel

»Wipe Out«

Die österreichsiche Electro/Rock-Formation Wipeout hat eine neue Mini-CD auf den Markt geworfen. Netterweise sind sie für ihr Publikum nächtelang in sämtlichen Discotheken schweißtreibend abgehangen um ein Stück Musik aufzunehmen, das sich nicht im mindesten um Vorschreibungen diverser Musikstil-Formate kümmert. Es besteht Hoffnung für die »Tops of the Pop«.

TEXT
Heinrich Deisl
VERÖFFENTLICHUNG

11.03.1999

Nach oben scrollen