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Zwei an sich höchst unterschiedliche Releases, die sich durch die personellen Überschneidungen dieser Salzburger Formationen ergeben. Mario »Mucho« Kolb und Thom Kienberger, so etwas wie Urgesteine der hiesigen Doom-Metal-Szenerie, haben zusammen mit ein paar Brothers in Crime mit »Jumping« und »Righteous« Platten rausgebracht, bei denen Einflüsse von Neurosis, My Dying Bride und Tribes Of Neurot klar zu erkennen sind. »Jumping« kommt als ein Amalgam aus sich ständig wechselnden Rhythmen und Klangfarben daher, zusammengehalten vom an sich knappen Einsatz der Instrumente. Keine unnötigen Melodien, soweit entschlackt, bis nur noch ein paar im Raum stehen gelassene Riffs überbleiben, um gleich darauf wieder einen energetischen, zeitverzögerten Ausbruch zu unternehmen. Als logische Konsequenz werden die verhaltenen Parts bei OSDOU für Magdalena zu zwei bis ins Mark schlingernde Tracks destilliert. Elektronischer Ambient trifft auf irgendwie an Psychedelic-Folk-Bands der 60er erinnernde Entwürfe. Diese nur angedeuteten Fragmente beackern ein Feld, das sich bei der OSDOU-Mini-CD »Breath« (2000) bereits angekündigt hatte. Wie schamanistisch inspirierte Mantras mäandern die Tracks dieser beiden Platten ins Hirn, um sich dort als akustische Sprengfallen festzusetzen. Doom am Stand der Dinge, der mit Metal praktisch nichts mehr zu schaffen hat.

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