Murcof

»Utopiá«

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Bevor im September der Nachfolger zu Fernando Coronas alias Murcof viel beachtetem Debüt »Martes« erscheint, kompiliert vorliegendes Album die zwei Stücke der Ulysses-12«, zwei noch nicht veröffentlichte Tracks sowie eine ganze Reihe Remixes seines bisherigen Schaffens zu einem durchaus sinnvollen Ganzen. Während Corona erneut mit seiner klassischen Melange aus wohlklingenden, düsteren Streichinstrumenten und avancierten Knister-Beats überzeugen kann, tauscht beispielsweise Colleen in ihrem Mix Rhythmuselemente gegen Atmosphäre und lässt zerbrechliche Soundschleifen zum schönsten Stück des Albums gerinnen. Auch Supersilent-Produzent Deathprod konzentriert sich vorrangig auf die dunklen, ruhigen Komponenten des Ausgangsmaterials, während bei Leuten wie Jan Jelinek oder – wie immer ganz großartig – Sutekh naturgemäß der Groove in den Vordergrund rückt. Weiters sind noch Icarus, Fax und Geoff White anwesend, wobei sich – letztgenannter vielleicht ausgenommen – keiner der Beteiligten wirklich weit aus dem Fenster lehnt, was aber angesichts der konstant hohen Qualität der Ergebnisse nicht weiter von Bedeutung ist.