Bangs

Sweet Revenge

Kill Rock Stars

Die programmatisch »Fast Easy Love« betitelte Eröffnungsnummer dieser Platte dauert 47 atemberaubende Sekunden, die in ihrer verdichteten und auf den Punk(t) gebrachten Form aber genügen, um Anliegen, Wesen und Qualität des dynamischen US-Trios zu verdeutlichen. Schnell, laut, knallig und catchy muss es sein; der Nachvollziehbarkeit wegen simpel gehalten, dabei aber immer druckvoll und gewitzt gespielt. Sarah Utter und Maggie Vail haben mit Kyle Ermatinger einen neuen Schlagzeuger gefunden und lösen mit ihrer bisher besten Veröffentlichung jetzt das Versprechen ein, das sie auf ihrem ersten Album „Tiger Beat“ und einigen Singles gegeben hatten: »Let’s go, let’s go, let’s got!«. Begriffsstutzigen helfen die Bangs dabei übrigens gerne auf die Sprünge: »Bangs is a power pop/punk/rock’n’roll type of band. Idiots compare them to Sleater-Kinney based on a couple of similarities, but they are more like a classic power trio.« An die Runaways, die Ramones oder Bikini Kill (allesamt keine Trios …) darf aber dennoch reinen Gewissens gedacht werden; und nach einer knappen halben Stunde ist der Spaß mit der Cheap-Trick-Coverversion »Southern Girl« dann auch schon wieder vorbei.