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Enos erstes Album für Warp führt ihn mit Langzeitkollegen wie John Hopkins und Leo Abrahams zusammen. Eher Klanglandschaften als Songs werden hier geboten. Es erinnert in dieser Hinsicht an seine Filmmusikarbeiten. Die meiste Musik hier entstand aus der Improvisation, nicht mit dem Ziel einen Song zu komponieren, es gibt keine Sänger, keine Texte. Es sind Miniatursoundtracks zu imaginären Filmen. Im Bearbeitungsprozess spielte der Zufall wieder eine spannende Rolle. Eno zeigte auf zu spielende Akkorde nach dem Zufallsprinzip und Leo und John spielten darauf korrespondierende Parts. Das ganze Album hat aber keineswegs etwas mit Ambientmusik zu tun, nach dem ersten Track geht’s gleich in verstörende Passagen über, perkussiver Drive kommt dazu und irgendwann kulminiert alles mit Distortion in einer Art No-Wave-Rock bis zum mutierten Funk, also kein leises Album, wie vielleicht zu erwarten wäre. Die stilleren Passagen und die Details tragen wesentlich zum psychologischen Stimulus bei. Ohne Worte wird hier Dramatik vermittelt.

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