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Gut so: Von Osteuropäern unterwandert, auch WMF Berlin! Nikakoi (russ: Niemand) aus Georgien schiebt nach »Sestrichka« den noch sentimentaleren Zweitling nach. Obwohl einige Tracks wie die Opener auf etwas unruhigem (wildgewordene Bassdrum, auf sich aufmerksam machende Melodien) Terrain gebaut sind, lullt das Album nach einiger Zeit mit sanfteren Gemütlichkeiten ein. Allein die weibliche Stimme auf »Krasnagorsky« verbreitet sentimental moods pur. Lazy Russian afternoon! Nikakoi ist ein Meister unaufdringlich-drögen Soundgewölks. Es gehen nämlich unschuldig gebrochene Beats und zerhäckselt- bzw. verfremdetes russisches bzw. georgisches Liedgut eine gesunde Liaison ein. Und fürwahr, verbrämt mit Houseschnörkseln und Electronicazutaten ergibt das eine salooneske Mischung.
Nikakois Werk ist wie geschaffen zum Sich-mit- Freunden-unterhalten in Cafés oder doch auch für Abende allein zu Hause oder als Chillout-Soundtrack? Zuvor verheißt Maxivinyl aus der WMF-»Nighteffect«-Reihe verschwitzte Tanzschaffe. Polens Clubtrack-König Jacek Sienkiewicz versieht Kotais »Sucker DJ« mit einem für ihn untypischen funky & zugleich sexy den Tanzboden techrockenden Style. Weniger sleazy, und verhaltener gesungen: Khans »DJ Khanspiracy«, das sich nichtsdestrotrotz zu einem rassig-housigen Discoknaller aufschwingt.

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Text
Alfred Pranzl

Veröffentlichung
22.10.2003

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