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Comebacks sind eine zwiespältige Angelegenheit. Einerseits ist die Freude gro&szlig, dass alte Helden Lebenszeichen von sich geben, andererseits können Comebacks auch viele Schatten auf die lange vergangene Hochblüte der Künstler werfen. JJ Cale war vor 35 Jahren der Inbegriff der Coolness und schuf sich mit seinem trockenem Sound und Songs wie »After Midnight, »Carry On«, »Thirteen Days« oder »Cocaine« den Ruf des genialen Einzelgängers. Seinen Repräsentanten Eric Clapton schickte er in die Welt hinaus, damit die Tantiemen nicht versiegten und er verkroch sich zuhause. Auf »Roll On« ist nun von der alten Magie kaum mehr etwas zu spüren. Cale ergeht sich in formelhaftem Altherrenblues und lässt sich von Weggefährten wie Steve Winwood und Eric Clapton begleiten, aber seinem Werk kann er, der für ein grandioses Altersalbum wie geschaffen wäre, nichts hinzufügen. Schade drum.

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Text
G. Bus Schweiger

Veröffentlichung
14.08.2009

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