The Raveonettes

»Pretty In Black«

Columbia/Sony

Wie ein warmer Sommerregen … Die Scheibe klingt wie eine schwarz-rosèfarbene Remineszenz an die 50ies, die 60ies, die 80ies, und von all dem streift sie nur die guten Tage. Klingt wie ein Tag, wo man durch die Straßen schlendert, den Kopf zurückgeworfen, Blick zum Himmel, durchtränkt von süßem, warmen Sommerregen, auf dem Weg nach Hause, vom letzten Date.
Elvis, Bobby Vinton, die Ronettes, Jesus and the Mary Chain … lang ist die Liste derer, die es vorgemacht haben, wie es klingen soll und lang ist auch die Liste derer, die an diesem Album mitgewirkt haben: für »Pretty In Black« und dessen musikalischer Umsetzung sind die Raveonettes – also die Rock’n’Roll-Frau/Mann-Combo Wagner und Foo – sogar zu einem Live-Quintett angewachsen.
Ab und an kracht es natürlich auch: das ist sich das Kopenhagener Duo schließlich schuldig und das war nach »Chain Gang Of Love« (2003) auf ihrem zweiten Longplayer auch nicht anders zu erwarten. Und schließlich hat ja neben Maureen Tucker von Velvet Underground auch Martin Rev von Suicide mitgewirkt. Aber selbst die »lauten« Nummern sind nur leises Donnergrollen, also mach dir keine Sorgen: Bis es richtig knallt, bist du längst zu Haus.