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Márcio Faracos Stimme ist sanft und perfekt für das butterweiche Portugiesisch, in dem er die 11 Stücke seiner zweiten CD vorträgt. »Interior« ist so schlicht und gleichzeitig zart arrangiert, dass Wohlfühlatmosphäre angesagt ist, als musikalische Ansätze sind die Musica Popular Brasileira, Jazz und volksmusikalische Traditionen Brasiliens zu nennen: Samba, Bossa Nova, Baião, Ciranda oder die Musik der Tropicalistas. Die meisten Stücke hat Faraco selbst komponiert, einer von mehreren Anspieltipps könnte das wunderbar dahinschwebende »O Ceu E O Mar« sein.
Faraco spielt selbst das Charango, ein zehnsaitiges Instrument, das manchmal aus dem Panzer eines Gürteltiers gefertigt wird. Ansonsten herrschen Gitarren und Violinen vor, ergänzt durch Akkordeon, Cello und Piano.
Auf seiner musikalischen Reise durch Brasilien macht der heute in Paris lebende Faraco auch einen Abstecher in den Norden Brasiliens, »Pão Com Pão« nimmt Anleihen an Forro, kommt aber ganz ohne stampfendem Akkordeon und Rhythmus aus, sondern ist dem Gesamtklangbild entsprechend ruhig. Interior, nach innen gewandt eben. Schöne Winterplatte, ab unter die Tuchent und die Fernbedienung des CD-Players nicht vergessen!

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