Seth

Happy Sparetime

Eigenverlag, hurra@work.at

»Sinnlose Freizeitbeschäftigung ist heute wichtiger denn je. Unsere Interessensvertretung hat es sich daher zum Ziel gemacht, jungen Leuten dabei unter die Arme zu greifen.« Was soll man zu solch einem Intro des Pressetextes sagen außer: ja! Natürlich. Ein paar freakige Spaßanarchisten, die sich nicht einmal selbst an diese Vorgaben halten sondern eine CD aufnehmen, die zu allem Überfluss auch noch halbwegs gut ist und die uns etwas erzählen wollen über »südpolemische Freiwildgehege«? Tom Henge (v/g), Schruns Tschagguns (b) und Zan (d) lassen es sich nicht nehmen, eine Platte zu machen, die unsäglich nach Proberaum klingt, sich spielmäßig an improvisierte Jamsessions anlehnt, wo bis zum Abwinken falsch gesungen wird und man gelegentlich sinnvolle/-lose Parolen deklamiert. Während sich das Trommelspiel wenig rhythmusförderlich gibt, macht der Bass Avancen an vermeintlichen Groove. Die Gitarre wird mit sämtlichen Effektgerät-Konstellationen gepiesackt. Handelt es sich bei Seth (BulBul-Sideproject) um Könner die auf Spaßettln machen oder um Dilettanten, die was zustande gebracht haben? – Eh egal. Lo-Fi-Rock at its maximum.