Various Artists

Faust - O.S.T

Roadrunner/Musica

Careful: Brash sex and excessive violence ahead! 80s Exploitation Starproducer (Reanimator) und Regisseur (Return of the Living Dead 3, Society) Brian Yuznas »Faust: Love of the Damned« ist dummer wie brutalst spassiger Stoff nach David Quinns (Story) und Tim Vigils (Art) dummer wie brutalst spaßiger Comic-Serie: Ein durch Freundinnenmord dem Weltschmerz verfallener Künstler bekommt vom satanischen Herrn M ein Angebot zu Mord und Totschlag und antwortet mit Gegenliebe: Der negative Superheld im Grand Guignol-Schlachtverfahren. »Faust-der Soundtrack« hat damit natürlich einen Schmarr?n zu tun (außer die wieder passend typische Allianz aus Härtlingsrock und Splattermovie), spielt er doch das alte »Music from and inspired by… «-Lied. Was man tatsächlich bekommt ist aber kein Augenauswischpaket, sondern 19 mal brachialsten, begnadet kompilierten Crossover- und High Tech Extrem-Metal, der die zweite Hälfte der Neunziger so dominiert hat. Roadrunner, der unabhängige Fast-Major, ist zwar momentan schon am Mainstream Ausloten mit Pensionistenpop (Human League), Rockmumien (Ian Hunter) oder Advanced Böllerdance (Utah Saints) – alles okaye Platten by the way -, mit »Faust« aber gibt man sich eine schweißtreibend wüste Referenz an die letzte Dekade, die keine Wünsche offen lässt. Featuring das mitunter tatsächlich Label-Beste of 94-01 mit uva Fear Factory, Post-Max Sepultura, Machine Head, meinen Darlings Nailbomb oder Brujeria. Einen besseren Überblick gibt es nicht. Wie heisst es so schön: If you can?t eat it or fuck it, then kill it!