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Schon ihr Album »Beautiful Yesterday« (2004) war ein guter Wurf, jetzt legt Kurtz noch einen drauf: Wieder kommen die Einflüsse aus Blues, Gospel, Folk und Singer-Songwriting. Im dritten Track »Venezuela« wendet sie sich musikalisch in Richtung Mittelamerika, denn das ist ein schlurfender Ranchero-Blues, in dem Venezuela und der besungene Fernando zum Phantasma werden. Ähnliches gilt für das Stück »Nola«, in dem es im Refrain heißt: »New Orleans, I’m coming for more«. Kurtz hängt vergangenen, besseren Zeiten nach und sorgt für ungewöhnliche Arrangements. Ihre sonore Stimme hat genügend Nuancen der Sentimentalität und trägt das Album. Johnny Cashs »All Over Again« aus dem Jahr 1958 taucht hier – fast nicht mehr erkennbar – aus den Tiefen der Stimme und der Seele in einer Barroom-Version auf. Das Schlussstück »The Miracle« gibt mit den Zeilen »We’ll never know/ We are« bei aller Düsternis doch Hoffnung mit auf den Weg. Hurra, wir leben noch!

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Text
Jürgen Plank

Veröffentlichung
04.06.2006

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