Acid Mothers Temple & The Melting Paraiso UFO + Escapade

»A Thousand Shades Of Grey«

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Was wollen wir dazu sagen? Dass die japanischen Acid-Mothers die beste »pre-post-avant-prog-rock«-Band unserer Zeit ist? Für das glückliche Publikum der jüngsten Acid Mothers Gong Tour erübrigt sich diese Frage wohl. Dieses Album besteht aus zwei langen »Escapade«-Tracks und einem 28-minütigen »Mothers & Paraiso«-Stück inmitten des Sandwiches. Ich glaube, ich genieße dieses Album wirklich. Irgendwie ist es eigenartig, einfühlsam, vage und präzise, besser gesagt etwas oberflächlich, was den Reim zur Notwendigkeit macht. Escapades »Because Because Because« ist wie eine Erfrischung des Dröhnens. Gedröhnt wird jedoch nicht bloß um die Stille zu eliminieren, die Idee wird durch Gitarren, Trommelwirbel und alle möglichen Arten von »Ozzy Osbournesken Cookies« gefüttert. Und ist somit eine wunderbare Einstimmung auf den zweiten Mothers- Track. Der ist genau das, was wir wirklich hören wollen. Tief, wie eine einzelne japanische Zeichenlinie konstruiert aus Wiederholungen und Bewegung. Ein Gebet oder ein Aufruf? Wohl beides. Zappa trifft auf Steve Reich könnte als halbe Beschreibung durchgehen, den Rest sollten Sie beim Hören selber zusammenreimen. Ich bin mit der CD jedenfalls sehr glücklich.