1 Giant Leap

1 Giant Leap

Zomba

Hauptsächlich wegen Showbusinesskasperl Robbie Williams kommt dieses absolut innovative Popalbum fast ein halbes Jahr nach seiner Veröffentlichung nun zu gebührenden Ehren. »Innovativ« ist hier nicht bloß plattes Promo-Attribut, weil 1 Giant Leap einen Popentwurf liefert, der Musik aus aller Welt und Mainstream-Radiokompatibilität mithilfe aller verfügbaren technischen Möglichkeiten verbindet. Dahinter stehen Jamie Catto von Faithless und Duncan Bridgeman. Die beiden trafen sich zufällig und verstanden sich gut genug, um um die Welt zu bereisen und Musik zu sammeln. Track, Song, HipHop, Gitarre, afrikanische Rhythmen, indische Gesänge, alles wird eins. Der Popappeal wird durch Stars aus verschiedensten Kulturkreisen verstärkt -die Bollywood-Sängerin Asha Bhosle, Horace Andy und neben anderen eben Robbie Williams, der auf der aktuellen Single mit Maxi Jazz (auch Faithless) zu hören ist. Was dem ganzen wiederum jede Menge Aufmerksamkeit beschert. Es klingt schon fast absurd, dass die Sache noch mit einem Filmprojekt verbunden ist und auch Autoren und Denker einzubinden versucht – so was endet normalerweise in etwas überladenem Output, aber zumindest musikalisch haben Catto und Bridgeman ganze Arbeit geleistet und eine ausgezeichnet funktionierende Popplatte fürs globale Dorf arrangiert.