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Die epischen Punk-Symphoniker zersetzen auf dieser Anti-Waffen-Suite ihre musikalischen Ansätze und liefern den bisher dunkelsten Höhepunkt ihrer ohnehin nicht allzu farbenprächtigen Darbietungen. Für ihre fünf zusammenhängenden Einheiten nehmen sich die neun KanadierInnen 75 Minuten Zeit, die Spannungskurve ist also ambitioniert angelegt. »Yanqui U.X.O.« ist ein gewaltiger instrumentaler Brocken, der seine Bahnen frei zieht und gehörig mit Echoeffekten und Elektro-Zauberkasten daherkommt. Das Getöse der Streicher, die elliptischen Gitarrenflächen und die vereinzelt wegziehenden Rhythmen ergeben Strudel wonniger Verlorenheit. Durch weite Strecken erklingen diesmal jedoch eher ruhigere Parts, in denen Gäste wie die Jazz-Profis Josh Abrams und Rob Mazurek kräftig mithelfen und die Abstraktionsschraube fester anziehen. Diese Teile sind auch am interessantesten und verhindern, dass die Musik zum fixen Trademark gerinnt.

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