Gold Chains & Sue Cie

»When The World Was Our Friend«

Kitty Yo

Unter dem Namen Gold Chains hat Topher LaFata in den vergangenen drei, vier Jahren mit seinen Veröffentlichungen auf dem Radaumacher-Label Tigerbeat6, etlichen Remixen, der Produktion der verdrehten Girl-Group Dynasty und durch gepflegtes Abhängen mit Kumpel und Brachial-Elektroniker Kit Clayton in San Franciscos Underground ordentlich Staub aufgewirbelt. Clayton war es auch, der den Kontakt zwischen LaFata und Sue Cie herstellte. Mittlerweile sehen sich die beiden als »Seelen-Verwandte« und »Art-Punks«. Böse Worte, gute Musik. Musik nämlich, die entsteht, wenn der derzeit so beliebte Eklektizismus-Mixer angeworfen wird, um die Zutaten HipHop, Punk, Techno und House amtlich durchzurühren und mit einer Prise Bewusstsein für Postmoderne und Ironie zu würzen. Referenz-Overkill und zwölf Stücke, die durchwegs mit meist als Duett vorgetragenem Gesang versehen gekonnt die Genres umschiffen, stets leicht mit Trash kokettieren und letztlich gut gemachter Pop zwischen allen Stühlen sind. Jetzt »Wow! « zu rufen, wäre wohl etwas vermessen, dezent super finden muss man die Platte aber dürfen.