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Schade. Zehn Jahre sind seit »All Samples cleared« vergangen und der unschlagbare Biz klingt mittlerweile leider wirklich als würde er nur mehr am Wochenende die Rap-Kiste öffnen. Sicherlich rockt er mit der Plattentasche noch immer sein Publikum, seine Live-Entertainer-Qualitäten dürfen allerdings seit seinem katastrophalen Auftritt beim Splash 2001 angezweifelt werden. Und auch auf seinem neuen Studio-Album kommt B-I-wit’daZ über weite Strecken so lustlos daher, dass man ihn sich bildlich in Schweiß zerfließend dem Kollaps nah auf einem Klappstuhl sitzend vorstellen kann. Wie beim Splash eben.
Natürlich gibt es auch gute Nummern zwischen Tracks wie dem furchtbaren »Do ur thang« (ein WildStyle-Ausflug mit P.Diddy, der mächtig in die Hose geht), der trendigen Singleauskopplung »Let Me See You Bounce«, »Games« oder »Get Down«.
Da wären z.B.: »Used To Be Da Man« (wo Biz sich in seiner altbekannten Manier über Lionel Ritchie her macht), »Friends«, der legitime Nachfolger zu »Just A Friend« oder auch »Turn Back The Hands Of Time«. Doch drei gute Tracks machen eben noch nicht einmal ein halbwegs passables Album, zu müde und konfus wirkt die einstige Spaß-Ikone. Und wenn er dann »Chinese Food«, eine Hommage an eben jenes, Left Eye Lopez und Alliyah (Aaliyah???) widmet, kann man sich nur an den Kopf greifen.

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Text
Kamp

Veröffentlichung
30.01.2004

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