Mum

The Szabotnik 15 Mission

Klein Records

Betitelt nach dem fast unmöglichen Versuch der Tennisspielerin Szabotnik, 15 Punkte wettzumachen, funkt dieses Album des Wiener Duos MUM sehr flott drauf los. Übung ist vorhanden, denn das ist der zweite Longplayer zweier ursprünglicher Jazzimprovisateure. Sortiert man die einzelnen Sounds mit dem Ohr, merkt man, dass bloß die halben Komponenten wirklich elektronisch klingen – da dies aber die markantere Hälfte ist, entsteht ein smarter Electronic-Eindruck, während die andere, nur unterschwellig wahrgenommene Hälfte für funkige Erdung sorgt. Sehr markant sind zum Beispiel die live eingesungenen und dann im Sampler elektrifizierten Beiträge verschiedenster Vokalisten, die trotz Effektbelegung oft bluesig und manchmal französisch kommen, während jazziges Georgel der Hauptbestandteil der zweiten Hälfte ist. Highlight hat diese Platte nur scheinbar keines, weil erstaunlicherweise alle Tracks gleich catchy sind – beim Durchhören verdrängt ein guter Eindruck den nächsten.