Mozo Mozo

»Mozo Mozo«

Epileptic Media

Frischer Lärm aus Wien! Das Ende 2018 gegründete Quartett Mozo Mozo legt sein selbstbetiteltes Full-Length-Debüt als Tape (inkl. Download) mit fünf Tracks auf Epileptic Media vor. Dieses DIY-Tape-Label hat es mit dem schönen Slogan »Losing nice bands to bigger labels since 2009« auf über 60 Releases gebracht. Letztes Jahr eröffneten Mozo Mozo auf dem »4way Split 2019«-Tape mit dem viertelstündigen »12« einen Reigen sonischen Wahnsinns mit Walser, Nadeshda und den werten Herren Kern & Quehenberger. Mozo Mozo sind Friedmeister (Bass), Moritz Morast (Gitarre), Sir Saxalot (Alt- und Tenorsaxofon) und yungtoyboy28 (Drums). Ihre personellen Verflechtungen reichen zu den ähnlich intensiv agierenden FS Massaker und Mary-Ann Kiefer. »Monte Mozo«, der Opener des vorliegenden Tapes, beginnt mit wackelkontaktfreudigen, disruptiven Sounds. Diese verdichten sich mit brachial brötzendem Saxofon zu einem veritablen Full-Blast-Powerplay mit John-Zornigem Painkiller-Punch. skug präsentiert zum Track die Videopremiere! In »Epic Mess« fräst sich eines der wenigen, eher angedeuteten Riffs Hardcore-punkig schrill ins Gehirn und Gebein. Und in »Banning the Unspeakable« lassen unheilschwangere, gutturale Growls – nein, es handelt sich nicht um Covid-19-Gurgeltestlaute – viszerale Erinnerungen an Autopsys »Acts of the Unspeakable« hochkommen. Mozo Mozo wissen einschlägige Death- und Black-Metal-Sounds als Inspirationsquellen ebenso zu schätzen wie Free Jazz und Improv-Noise. Morast, der auch ein Solo-Tape mit dem schönen Titel »Drawing figures into negative space« am Start hat, kann auch Lee Ranaldo und Nels Cline einiges abgewinnen. Vieles ist bei Mozo Mozo noch undefiniert, improvisiert, frisch im Fluss. Genau dieses Noch-nicht-Festgelegte, der undogmatische DIY-Zugang zu Intensität versprechenden Genres sorgt beim Zuhören für großen Spaß. Verfolge den Prozess! Aktuell auch wieder live: am 29. August 2020 in der fluc_wanne, Wien.