The Books

»Lost & Safe«

Tomlab

Im neuen Album der Books, dem sozusagen dritten Band ihres musikalischen work in progress, gibt es wieder die irrsten Sounds zu hören, etwa einen mit Subwoofern ausgerüsteten Aktenschrank aus Metall oder ein Hohner Clavinette aus Altwarenbestand. Faszinierend auch die Sprechsamples: ein strenger Lehrer diszipliniert einen Schüler, ein wie fassungslos wirkender Reporter kommentiert eine Mondlandung, ein alter Mann berichtet von einem rätselhaften Unglück. Wo Paul De Jong und Nick Zammuto im unsagbar guten Vorgänger »The Lemon of Pink« aufhörten, da machen sie auf »Lost and Safe« weiter. Etwas folkiger vielleicht, sicher auch songorientierter sind sie als bisher. Auf jeden Fall aber makellos schön. »Lost & Safe« ist eine dieser CDs, an deren Ende man gleich wieder auf Play drückt, weil die Musik viel zu schön ist, um nach 42 Minuten einfach nur aufzuhören. Aber Achtung – es gibt auch was zu bemängeln: Bei einer derart schönen Platte kann man als Käufer ein besseres Cover verlangen. Das fade weiße Spinnennetz vor grünem Hintergrund ist völlig inakzeptabel. Dies bitte ich hiermit ausdrücklich für das nächste Album zu berücksichtigen!