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Eine Zither, zwei Bässe, einmal Drums und eine Trompete. Ja, darf man denn das? Der Linzer Trompeter Lorenz Raab sieht darin kein Problem, wie denn auch? Er steht auf klassisch geerdeten Jazz zwischen Lee Morgan und Miles Davis. Aber entstaubt bitte. Funkig also muss es sein, mit höllischem Drive am besten, dass die Spiellust nur so aus den Boxen quillt. Zwischendurch darf es auch ein wenig experimentell sein, vor allem in Richtung Loops und Drums’n‘ Bass (eh klar, sind ja zwei davon vorhanden). Das wird meist kompetent erledigt und man wei&szlig dann umso mehr, dass man es mit kreativen, hochbegabten Musikern zu tun hat, die selbst halsbrecherischste Rhythmuswechsel im kleinen linken Finger haben. Aber ganz im Vertrauen: wenn die :xy band richtig verquer loslegt, etwa auf »Mooning In Almaty« oder »Vogon Poetry«, dann stellt sich das wahre Glück ein. Eine Jazz-CD, die vor lauter Spielfreude platzt, und trotzdem frisch und unterbraucht klingt, das ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Gro&szligartig!

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Text
Curt Cuisine

Veröffentlichung
17.11.2011

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