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Zeit für ein Versprechen: Sollte ich je Einblick in alle Projekte Emil Nikolaisens gewonnen und die dazu gehörenden Tonträger zusammengetragen haben, werde ich von jenem Tage an dem Musikkauf abstinent bleiben. Die Schwere des Einsatzes lässt ahnen, dass dieses Gelöbnis leicht und gefahrlos abzulegen ist – selbst wenn guest appearances seinerseits hierfür unbeachtet gelassen und seine Produzententätigkeit weitestgehenst negiert wird. Auf »Fixxations« entzieht er sich der bei Silver erwiesene Beeinflussung durch den Geiste Turbonegros und harmonisiert ebenso wenig weiter in den Fußspuren der Beach Boys wie bei Loch Ness Mouse. Deutlichste Bezugsquelle der Songschreiberinspiration zu den vier Titeln der EP liegt im Shoegazermilieu. Emils Vorliebe für Bands wie My Bloody Valentine oder Velvet Underground braucht nicht erst lange nachgefragt und -forscht zu werden, denn sie liegt im Kern der von ihm skizzierten Songs, deren Ausformung gleichberechtigt in einem Kollektiv von u.a. bei St. Thomas, Madrugada und Jaga Jazzist entlehnten Musikern geschieht. Die stimmliche Anlehnung an Lou Reed ist hervorragend zugeschnitten als Kontrapart zu Lina Holmströms engelhaft sphärischem Vokal. »Fixxations« als Silberscheibe ist bei HoneyMilk erschienen. Es empfiehlt sich, die mit einem Bonustitel versehene Vinylversion bei www.hypecity.no zu ordern. Eines wird nämlich bei wiederholtem Durchlauf deutlich: eine EP ist Serena Maneeshs Format nicht, Albumlänge in Zukunft zu bevorzugen.

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