Gschu

»Electricity«

Siluh Records

Zuerst ist man überrascht, dass statt deutschen Texten englische aus den Lautsprechern tönen, denn der Name des Künstlers lässt das nicht gleich vermuten, aber im Grunde passt dies viel besser ins Konzept von Gschu, denn auch musikalisch ist er der britannischen Insel nicht abgeneigt, möge man meinen. Auf der 7"-EP »Electricity« klingt der Herr aus einem kleinen Dorf in Niederösterreich so gar nicht mehr nach Punk, wie man es aus seiner Vergangenheit vermuten könnte, sondern orientiert sich (stimmlich) eher an den Weakerthans und (musikalisch) an Suede oder Teenage Fanclub. Das alles fabriziert er allerdings am Laptop und nicht mit Hilfe von Musikern, die bei Gschu eben erst bei Konzerten zum Einsatz kommen. Daher muss man den einschlägigen Orgel- oder Synthiesound nicht missen. Doch das Hauptaugenmerk liegt immer bei Gschus Stimme, die selten ihre ursprüngliche Form behält, sondern gerne durch diverse Programme gejagt wird. Ebenso gerne würde man mehr von Gschu hören, wozu man bei der 2-Track-EP nicht die Gelegenheit bekommt.