archive-image-placeholder-v2

Sex auf Heroin. Er beim Cunnilingus als menschlicher Aschenbecher, während sie die Göttin, die Erhabene, Mr. President via TV-News anfaucht. Kaum eine Sweet Lady of Indie-Dom war jemals sinnlicher als Jennifer Charles, die US-jüdische Chanteuse fatale mit wallendem schwarzrotem Haar und samtrauchiger Stimme. Die Fleisch gewordene Alchimie von Eros und Thanatos. Ein göttlich croonendes Pin-Up mit Fleischermesser in der Hand. Ein Weltwunder deswegen, dass die Band nach über zehn Jahren Existenz noch immer in der Geheimtipp-Kiste verreckt. Von Foetus Jim Thirlwell beim Spritzentausch entdeckt, sollte es der große Universal-Hype werden. Der weibliche Tom Waits, griffig, blickecht. Zeitlupen-Indie-Rock in der Bar Noir. Das Major-Debüt blieb unveröffentlicht. Drei reguläre Alben Liebhaberei. Ein hebräisches Folk-Projekt für John Zorn (La Mar Enfortuna) schwer verkäufliche Tzadik-Zierade. Dabei ist dieses, ihr letztes, erst zwei Jahre nach Entstehung erhältliches Album ihr Meisterstück, Absynth-Balladen mit schwerer sinnlicher Zunge. Laszivzunder. Bewusst langatmige Songdekonstruktion. Sachte Hand macht gute Liebe. Lebensnotwendig!

favicon
Scroll to Top