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Ich hatte mir diesen Tonträger geschnappt, weil er aufwändig in Karton eingepackt war, in dem sich eine Keramikkachel befand. Darauf, in seltsamer Frakturschrift, der Bandschriftzug und die CD. Sammler von Obskuritäten, der ich immer wieder bin, musste Kacheltisch also sein. Die Frankfurter Band (Lars Becker, Peter Pawlicki; myspace.com/kacheltisch) hat sich mit Niko Tzoukmanis auf ein Pack’l geworfen und munter drauflos improvisiert. Sinistre Soundscapes drängen an die Oberfläche, Dub- und Industrialtaktiken stehen hier in verlangsamtem Tempo zur Disposition. Die acht Tracks dieser Kollaboration halten sich im ruhigen bis sehr ruhigen Drittel des Hörspektrums auf, es geht beschaulich zu. Das Meiste des auf dieser CD Gehörten gab es auf die eine oder andere Art bereits, oftmals besser, aber auch oftmals viel schlechter. Vielleicht gefällt das den Kacheltisch-Herren so gar nicht, indes ich finde »30072009« eine richtig feine und, ja, schöne Ambient-Entspannungsplatte ohne einen Funken Kitsch. Lässiges Teil. Sehr limitiert, daher: happy hunting!

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Text
Heinrich Deisl

Veröffentlichung
20.05.2010

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