Patti Scialfa

»23rd Street Lullaby«

Sony/Columbia

Ganze elf Jahre sind vergangen, seit Patti Scialfa ihr Debüt »Rumble Doll« veröffentlicht hat. Elf Jahre, die musikalisch als permanentes Mitglied der E-Street-Band gefüllt wurden. War »Rumble Doll« noch stärker Country und Folk verpflichtet, finden sich auf dem neuen Album, produziert von Steve Jordan, der u. a. mit der Jon Spencer Blues Explosion zusammengearbeitet hat, gediegene, im Midtempo-Bereich angesiedelte Rockkompositionen mit immer wieder aufschimmernden Einheiten aus dem Vorgängeralbum. Die unverkennbare Stimme Scialfas, etwas nasal und leicht gebrochen, gibt dem Album ein Flair, das die Songs selbst nicht ausnahmslos versprühen. Etwas zu brav gehen auch die Mitmusiker zugange. Da hätte man sich von verdienten Leuten wie u. a. Nils Lofgren (Gitarre), Soozie Tyrell (Gesang), Clifford Carter (Keyboards), Jane Scarpatoni (Cello) und Gitarrist Marc Ribot ein wenig mehr erwartet. Trotzdem: Immer wieder schimmern auf »23rd Street Lullaby« feine Momente durch, die sich v. a. gegen Ende des Albums hin verdichten.