Danzig

I Luciferi

Evilive Records

Glenn Danzig zeigt uns wieder einmal, in welche subkulturellen Tiefen man sinken kann, und was sich dort alles hervorkramen läßt. In den Spätsiebzigern Sänger der legendären Punkband The Misfits und später in der Metal-, Punk-,Goth-Combo Samhain, definierte Danzig mit seiner einzigartigen (außer Elvis und Jim Morrison) Stimme schon bald seinen eigenen Düstersound. Dieser fand dann schließlich im 1987 formierten Projekt Danzig seinen Kulminationspunkt. In einer Melange von Death-Metal Pathos und groovenden, bei Black Sabbath abgeschauten Riffs, Powerchord-Drescherei und Solo-Gefudel erhebt sich dabei des Meisters Beinahe-Wagner-Tenor, um psychotische Weisheiten in die Welt zu brüllen. Ein Rezept, welches auch auf dem neuesten Opus nach Strich und Faden verfolgt wird, wer sich irgendwelche Neuerungen erhoffte wird erneut belehrt, dass Rock Musik nach dem Prinzip des einmal Funktionierenden, immer Verwendeten abläuft, ja ablaufen muss. So verwundert einen nicht, wenn das eine oder andere Riff mehr als bekannt klingt, die Texte seit Alben um die gleichen Themen, ja Phrasen aufgebaut werden, und das Artwork so klischeeüberladen wie immer daherkommt. Was aber alles eines nicht verbergen kann – Danzig rockt euch den Arsch weg!!!