Strung out

»Blackhawks Over Los Angeles«

Fat Wreck Chords

Fix und fertig, was ja der Bandname bedeutet, genauso fühl ich mich nach dem Durchhören dieser Platte. (Und kann mich der Assoziation nicht erwehren, der Herztod des früheren Bassisten hat was mit dem Stress hier zu tun.) Zur vorläufigen Beruhigung: Es bleibt alles beim Alten – Punk und Pop und ein Hauch von Metal. Nuancen von Schwarz und kalifornische Dauersonne. Aber irgendwie kommt mir das Ding hier extrem unkreativ vor und der ständige Wechsel zwischen Power-Riffing und nasal-sphärischen Backing-Vocals wirkt bald so willkürlich, dass es nervt. Willkür, genau: Auch nach mehrmaligem Durchhören hat sich kein Riff als Ohrwurm erwiesen, vielleicht weil sie zugepackt sind mit Tricks, Effekten und Zweistimmigkeit wie nur geht. Je mehr, desto besser, scheint die Devise zu sein: Tempo, Töne, Breaks, Gebrüll. »Setzt den Kaffee ab!« , möchte man den Jungs zurufen, die mich an meinen hyperaktiven Freund erinnern: dauernd auf 180, aber zu verpeilt, um was ordentlich zu Ende zu bringen. Nur für Phlegmatiker zu empfehlen.